Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[PF] Kritikpunkte aber auch Lob
Arldwulf:
Die Frage ist halt was dies in der Praxis bedeutet. Optimierung ist ja nicht einfach mal *schnipps* nun bin ich optimiert.
Optimierung ist auch mit der Wahl bestimmter Charakteroptionen verbunden die zusammen ein höheres Powerlevel ergeben. (oder anders herum, wenn man die stärkere Klasse betrachten will der Verzicht auf derartige Optionen).
Ich denke es ist jedem klar: Das geht. Und es gibt genug Gruppen die das hinbekommen. Aber erstens eben auch solche die es nicht hinbekommen. Die irgendwann merken das etwas aus dem Ruder läuft. Und dann von mir aus Threads in Foren aufmachen oder am Ende ihre Gruppe einstampfen oder Spieler verlieren. Und für die wäre besseres Balancing hilfreich.
Aber zweitens bedeutet es eben auch für die Gruppen welche es hinbekommen dass Charaktere weniger flexibel erstellt werden als dies eigentlich möglich wäre. Ich kann den Krieger natürlich optimieren dahingehend dass sein Schadensoutput toll ist, oder er andere Vorzüge hat. Aber für diese Optimierung gibt es eben viel weniger sinnvolle Builds die sie ermöglichen als sie ohne diese Notwendigkeit zur Verfügung stehen würden.
Slayn:
Uff, gerade für den d20-bereich ist das ein schweres und heikles Thema.
Ich nannte doch vorher den Vanishing Trick Ninja einen Sackgassen Build, da er nur durch diese eine Strategie an seinen Schadensoutput kommt.
Hierin liegt imho die eigentliche Kunst des d20-Leitens, nämlich Herausforderungen zu stellen ohne die Spieler in solche Verhaltensmuster zu drängen.
Die Charaktere müssen also nur so weit optimiert sein, wie sie dem jeweiligen Spieler ein Erfolgserlebnis garantieren können.
Arldwulf:
Ist ja effektiv das gleiche. Ob ich nun sage "der SL passt seine Abenteuer an damit auch die schwächeren Charaktere mitmachen können" oder ob ich sage "der schwächere Charakter wird von seinem Spieler etwas angepasst damit er mitmachen kann"* ist eigentlich kein großer Unterschied. Das ganze funktioniert meistens, macht manchmal Probleme - aber immer ist es halt auch etwas Aufwand und eine Einschränkung, und sei sie noch so klein. Wenn Max sich seinen Kämpfer auf eine bestimmte Weise vorstellt und dann halt eine andere Waffe wählt weil diese effektiver ist, oder eine Prestigeklasse die er vorher nicht auf dem Schirm hatte so ist ja noch nicht das ganze Charakterkonzept kaputt. Man darf dort nicht übertreiben.
Aber besser ist halt immer wenn Max sich den Kämpfer genau so machen kann wie er ihn sich vorstellt. Und vom System darin unterstützt wird. Und dies mit jeder Klasse funktioniert. Das schließt auch Stärkeunterschiede ein, wie gesagt. Man kann durchaus sagen: Ich will aber in der Gruppe einen Charakter haben der gar nicht in das Powerlevel der anderen reinpasst. Aber auch hier: Besser ist es wenn das System dieses Konzept nicht einschränkt, wenn ich dafür nicht an bestimmte Optionen oder Klassen gebunden bin.
*wobei man immer bei "mitmachen" bedenken sollte das dies natürlich kein entweder/oder ist, sondern ein eher fließender Bereich. Auch schwache Klassen und Builds können durchaus mitmachen, die Chance das sie mit der Häufigkeit und Intensität unzufrieden sind ist nur höher.
Ein Dämon auf Abwegen:
--- Zitat ---Ich nannte doch vorher den Vanishing Trick Ninja einen Sackgassen Build, da er nur durch diese eine Strategie an seinen Schadensoutput kommt.
--- Ende Zitat ---
Naja er kann auch noch ganz Stinknormal flanken o.ä. (anders als der 3.5 Ninja).
Zudem ist auch Vanishing Trick kein Allheilmittel, gibt genug Gegner die Blindsight, Unscanny Dodge o.ä. haben.
Den Schlimmen Hake am Ninja find ich ehr das sein KI über CH läuft, was man bei Schurken sonst in der Regel (notgedrungen) dumpt.
Slayn:
@Arldwulf:
So ein bisschen Jain muss hier schon sein.
Denk mal zurück an das ursprüngliche D&D oder von mir aus auch AD&D. Die mögliche Varianz war doch arg begrenzt, eben weil das System an sich mit starken und starren Grenzen gearbeitet hat. Dies haben wir bei einem nach Oben hin offenen System nicht mehr.
Nebenan, in den von Teylen gestarteten Faden, hatte ich geschrieben dass ich das System spiele und meine Präferenzen daran anpasse. Dies lässt sich hier übernehmen. Im Endeffekt ist es mir egal, was Max will, wenn Max einen Krieger spielen will, hat er einen funktionierenden Krieger zu spielen, das schuldet er nämlich seinen Mitspielern.
Die umgekehrte Denkweise, nämlich dass die Gruppe Rücksicht auf Max nehmen muss, ist zwar eine Grundbedingung für ein Gruppenspiel, geht aber auch einehr mit einer Forderung an Max. (Siehe: Bringschuld)
@EDaA:
(da fehlt noch irgendwo ein "K" in dem Namen)
Streich mal das Allheilmittel und all diese Gedanken. Es geht nur darum, dass ein Spieler meint oder sich sicher ist nur über eine, und nur diese eine, Strategie zum vollen Erfolg zu kommen. Siehe viele Powergaming Builds, die eben genau auf eine hochoptimierte Aktion abzielen. Tipp: Such mal nach Glaivelock.
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