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Order of the Stick (Archiv)

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Feuersänger:
Hachja, wie man sich so die Zeit zwischen zwei OotS-Updates vertreibt...

"Treffen wir uns nach der Arbeit in der Kneipe auf ein Bier"

Norwegisch: "Møtes på puben etter jobb på en øl"

Da erkennt man viele Wörter, die im Englischen oder Deutschen so ähnlich sind, ohne dass es Lehnwörter wären:
møte = meet; etter = after; en = ein; øl = ale

Finnisch: "Tavataan pubissa töiden jälkeen kaljalle"

Pub ist natürlich Lehnwort, ansonsten Verwandtschaft = Fehlanzeige.
Was die Sprachen allerdings gemein haben, ist der Mediopassiv ("man trifft sich"); da kann es durchaus sein, dass der vom Fennischen in die skandinavischen Sprachen eingewandert ist.

Mit Japanisch kann ich leider nicht dienen, aber da könnt ihr 1of3 glauben: die sind nicht die Bohne verwandt. ^^

Wulfhelm:

--- Zitat von: Feuersänger am 10.10.2013 | 10:38 ---Mit Japanisch kann ich leider nicht dienen, aber da könnt ihr 1of3 glauben: die sind nicht die Bohne verwandt.
--- Ende Zitat ---
Hmm... ich glaube eher, 1of3 schenkt, wie heutzutage die überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler, den Theorien über die Ural-altaische Superfamilie keinen Glauben. Aber nichtsdestoweniger ist eine Verwandtschaft zwischen Japanisch und Finnisch ein wesentlich plausiblierer Vorschlag als sagen wir zwischen Norwegisch und Japanisch (und auch ein plausiblerer Vorschlag als eine Verwandtschaft zwischen Norwegisch und Finnisch), also wird das mit der "einen Soße" so gesehen ohnehin nichts.  8]

Silent:
Generell sagt man ja, das Japanisch eine eigene Sprachfamilie darstellt, was nur darauf schließen lässt, dass gemeinsame Vorsprachen inzwischen ganz in andere Sprachen aufgegangen sind. Immerhin ist es eine agglutinierende Sprache und hat damit Gemeinsamkeiten mit Türkisch ;)

--- Zitat von: Sashael am  9.10.2013 | 21:49 ---
Ach, Norwegisch, Finnisch, Japanisch ... ist doch alles ein und dieselbe Soße.  ~;D

--- Ende Zitat ---
Immerhin enden alle auf -isch ^^, das könnte ein Hinweis sein *g*

ChaosAmSpieltisch:
Wobei mich kaljalle verwundert, ich kenne nur olut für Bier in Finnland (in dem Satz dann olutta gramatikalisch korrekt)

Arldwulf:
Das Hauptproblem bei den ganz großen Sprachfamilien ist ja dass man dort in Zeiträume hineinkommt die sich nur noch schwer geschichtlich fassen lassen. Ohne gesellschaftliche Informationen ist es aber schwer Sprachgleichnisse aufzustellen und Bedeutungswandel zu verstehen. Gleichzeitig hat man dann irgendwann so viele Lautverschiebungen, Überlagerungen und Übernahmen aus anderen Sprachen und ähnliches drin dass das Ergebniss schnell willkürlich und nicht mehr falsifizierbar wird. Und viele Worte wurden bei diesen Zeiträumen ohnehin erst nach Trennung der Sprachfamilien erfunden - auch lexikalisch sind die Vergleichsmöglichkeiten also begrenzt. Das es generelle Verwandtschaften gibt ist aber auch klar. Nur sind diese halt recht entfernt.

Insofern: Es ist wirklich alles die gleiche Soße - nur wissen wir nicht mehr wie es ursprünglich mal schmeckte.

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