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[Eigenbau-W12-System] Ideensammlung
Fíonlaighrí:
Vielen Dank für euer reges Feedback. :)
--- Zitat von: Slayn am 28.09.2013 | 17:57 ---Binäres oder ein Qualitätssystem ist. (Vergleich: Aktion erfolgreich: Ja/Nein zu Aktion in bestimmten Graden erfolgreich oder Misslungen).
--- Ende Zitat ---
Ich bin für das Qualitätssystem.
--- Zitat von: Slayn am 28.09.2013 | 17:57 ---Weiter die Betrachtung ob Schwierigkeit Objektiv oder Subjektiv ist. (Vergleich: Eine Probe gegen die 5 ist immer Normal zu Für diesen Charakter ist diese Handlung schwer).
--- Ende Zitat ---
objektiv
--- Zitat von: Slayn am 28.09.2013 | 17:57 ---Treiben die Spieler die Handlung voran oder der Spielleiter oder das Setting? Geht es um Erfolge oder geht es um das Erlebnis, etc.
Hier eine klare Aussage zu treffen, ist relativ wichtig.
--- Ende Zitat ---
Eine gute Frage. Spontan würde ich sagen: eine Mischung aus allem. Wichtiger als Erfolge finde ich jedoch das Spielerlebnis. Wenn diese Regeln dazu beitragen, dass eine Gruppe eine gute Zeit hat, dann haben sie ihren Zweck erfüllt.
--- Zitat von: Slayn am 28.09.2013 | 17:57 ---Der nächste Punkt ist der Stellenwert der Regeln. [...]
Als Beispiel: Wenn Kampf und Diplomatie den gleichen Stellenwert haben sollen, also ungefähr genau gleich viel Spielzeit mit ihnen verbracht werden soll, mit der gleichen Regelunterstützung, dann ist es wichtig hier parallel zu designen.
--- Ende Zitat ---
Das habe ich vor.
--- Zitat von: ChaosAmSpieltisch am 28.09.2013 | 20:51 ---Viel Einfluss der Spieler, gar ohne SL? Sehr SL-zentriert? Und all solche Sachen.
--- Ende Zitat ---
Möglichst viel Einfluss der Spieler.
--- Zitat von: ChaosAmSpieltisch am 28.09.2013 | 20:51 ---Dann natürlich will ich wirklich Setting und System entwickeln?
--- Ende Zitat ---
--- Zitat von: Edvard Elch am 28.09.2013 | 18:42 ---Soll es für generische Fantasy oder für ein spezielles Setting sein?
--- Ende Zitat ---
Ein eigenes Setting habe ich in der Hinterhand. In erster Linie würde ich jedoch gerne ein System entwickeln, das auf mehrere Settings anwendbar ist.
--- Zitat von: Edvard Elch am 28.09.2013 | 18:42 ---Spielt man das fantasy-"typische" "ein Krieger, eine Zwergin, ein Elf und eine Magierin ziehen durch die Gegend, töten Monster und klauen Schätze" oder geht es um etwas ganz anderes?
--- Ende Zitat ---
Eine sehr gute Frage. Das, was du nennst, ist zwar alles schön und gut, aber irgendwie ist es mir zu 08/15. Um genauer zu werden, denke ich, muss ich wohl doch schon mit meiner Setting-Idee rausrücken: Die bekannte Welt der Menschen hat sich auf Grund von Macht und Gier über Jahre hin selbst geschwächt und wird infolgedessen von einer dunklen Macht bedroht. Aufgabe der Helden wird es sein, für ihre eigene Agenda zu kämpfen, als auch unter den verschiedenen Völkern zu vermitteln. Überzeugt euch am besten selbst: ;)
Dál Ruira
Willkommen in Dál Ruira! Tauchen Sie ein in eine fantastische Welt voller Abenteuer und leiten Sie das Schicksal des Landes.
Viele Jahre lang herrschte König Ruira gerecht und großzügig über die bekannte Welt, was dem gesamten Königtum zu Ruhm und Wohlstand verhalf. Mutig und tapfer kämpfte er mit seinen Kriegern, der Fianna, gegen die Horden des Dunklen Herrschers. Das änderte sich, als er eines Tages von einer Schlacht nicht mehr wiederkehrte. Da er kinderlos war, blieb die Frage der Thronfolge ungeklärt. Kriegsherren versammelten Armeen um sich herum, um die Herrschaft an sich zu reißen. Da es zu keiner Einigung kam, wandten sie sich schließlich an den Druiden Lornir, da sie sich von seiner Weisheit ein gerechtes Urteil erhofften. Aufgrund seiner Loyalität weigerte sich der Alte jedoch, das Thronrecht neu zu vergeben, da nicht ausgeschlossen war, ob Ruira vielleicht doch einen Erben hatte. Somit teilte er das Land in neun Teile (Dáls) auf und verteilte diese unter den Kriegsherren, die ihn bedrängten. Allerdings durfte jeder von ihnen nur den Titel des Statthalters (Thane) führen, da die wahre Herrschaft Ruiras Erbe zusteht. Die Kriegsherren empfanden das Urteil als weise und stimmten ein, und so wurde jeder von ihnen Thane über sein Dál Ruira.
Der Friede war jedoch nur von kurzer Dauer. Jedes Mal, wenn ein Thane starb, versuchte sein Nachfolger das Gebiet seines Vaters zu erweitern und manche von ihnen schreckten vor nichts zurück. Bündnisse mit Orks und Fomorii (eine Art Schlangenkrieger) wurden eingegangen, Dämonen und Skelettarmeen beschworen – allesamt Gegner, die man früher gemeinsam bekämpft hatte. Zu alledem wurden die Dál Ruira nun auch noch von wilden Nordmännern heimgesucht, die mit Drachenschiffen von Nordosten her kamen und beschlossen, sich niederzulassen. Die Zerstrittenheit der Thanes eiskalt ausnutzend, eroberten sie ein Dál nach dem anderen. Die Thanes erkannten die Not und versuchten seit langer Zeit, erneut eine gemeinsame Armee gegen die Invasoren auszuheben, allerdings ohne Erfolg. Bei der Schlacht um Erin Muyr, der Hauptstadt des Alten Reiches, erlitten die vereinten Truppen der Dál Ruira eine vernichtende Niederlage. Fortan ist der Norden des Landes unter Kontrolle der Dunklen Mächte, während im Osten sich die Nordmänner breitgemacht haben. Lediglich der äußerste Westen des Landes blieb verschont. Über die Jahre haben sich die Kräfteverhältnisse gefestigt. Thanes und Nordmänner haben Waffenstillstand geschlossen, teilweise sogar Frieden. Zeit genug für die Dunkle Horde, sich auf den finalen Schlag vorzubereiten. Zeit für Helden, Dál Ruira zu verteidigen und dem Reich endlich wieder Frieden zu bringen.
Holothuroid:
--- Zitat ---Überzeugt euch am besten selbst: Wink
--- Ende Zitat ---
Was vor diesem Satz steht, fand ich bei weitem überzeugender als was danach kam. Das ist ein sehr klares Statement. Danach kommt mehr so die Fiction Rule of Thumb.
Aber schauen wir mal:
--- Zitat ---....muss ich wohl doch schon mit meiner Setting-Idee rausrücken: Die bekannte Welt der Menschen hat sich auf Grund von Macht und Gier über Jahre hin selbst geschwächt und wird infolgedessen von einer dunklen Macht bedroht. Aufgabe der Helden wird es sein, für ihre eigene Agenda zu kämpfen, als auch unter den verschiedenen Völkern zu vermitteln.
--- Ende Zitat ---
Welche Regeln hast du für:
- Gier
- Schwäche (bzw. Stärke), wohl von Völkern/Gemeinschaften
- Dunkle Mächte
- Die Agenda der Helden
- Die Verschiedenen Völker
- Das Vermitteln zwischen ihnen
Slayn:
da stimme ich dem 1of3 mal fröhlich zu. Wenn die genannten Dinge der Kern des Geschehens sein sollen, dann sollten sie auch im kern der Regeln stehen um dies optimal abbilden zu können.
Bei dem Ansatz wäre es eine Schande wenn man zwar "zwecks Realismus" auf Kochen und Töpfern würfeln kann, die Gier aber ganz altbacken wieder ausspielen muss, ohne Effekte dahinter.
Slayn:
Nur eben mal ein Schnellschuss ohne groß nachzudenken:
Wir verzichten erst mal auf traditionelle Attribute und nehmen als Zentrum ein Rad mit 9 gleichmäßig verteilten Punkten (Dals) und einem Zentrum (Ruira).
Die Dals verknüpfen wir mit Werten, etwa steht Dal-1 für Gerechtigkeit, Justiz, Stabilität, Dal-2 für Mystik, Wissen, etc.
Dals haben ein gespiegeltes Wertepärchen von 1-12 (2-11, 3-10, usw).
Gewürfelt wird mit einem w12, was ja Vorlage war. Über den Hoch-Wert zu würfel triggert den "Gier" Aspekt der Regeln, unter den Niedrig-Wert zu würfeln triggert den "Dunkle Mächte" Aspekt der Regeln.
Charaktere entwickeln Ausprägungen, also "Hasst Fomorii 1" oder "mein Dal beschützen 2". Spieler können Agend aufstellen, die mehrere dieser Ausprägungen beeinhalten. Man "bietet" hier z.B. ein Handesabkommen zwischen Dal 1 und Dal 5 abschließen.
So, wichtig dabei ist: Wenn der Gier oder Dunkle Mächte Aspekt getriggered wird, kommt eine Stufe Zahlenverschiebung bei den Pärchen auf (also von 1-12 zu 2-11, etc.) die Ausprägungen verschieben, für eine Probe, die mit den Ausprägungen zu tun hat, das um den Wert der Ausprägung zurück. Gelungene Agendas schieben die Werte wieder permanent zurück.
Gier und Dunkle Mächte bringen Aspekte ins Spiel, die einen Charakter beeinflussen und getriggered werden können. Der Dunkle Mächte Aspekt von "Justiz" wäre dann "Korrupt, bestechlich, käuflich". Werden diese Aspekte angesprochen, gibt es einen Punkt in Ruira. Diese Punkte kann man dagegen als Story-Währung (Bennies, Fate Points, etc.) verwenden.
Fíonlaighrí:
Eigentlich wollte ich nur ein W-12-Würfelsystem entwickeln. ::) Aber ihr macht mir echt Lust, mehr über das Setting nachzudenken. :)
--- Zitat von: 1of3 am 30.09.2013 | 09:49 ---Welche Regeln hast du für:
- Gier
- Schwäche (bzw. Stärke), wohl von Völkern/Gemeinschaften
- Dunkle Mächte
- Die Agenda der Helden
- Die Verschiedenen Völker
- Das Vermitteln zwischen ihnen
--- Ende Zitat ---
Sehr guter Punkt. Ich habe mir überlegt, einen Loyalitätswert (LO) einzuführen, der die Loyalität zu Ruira anzeigt. Jedes Volk hat einen unterschiedlichen Startwert. Für bestimmt Aktionen der Helden steigt bzw. fällt ihr Loyalitätswert.
Trifft die Gruppe auf einen Gesprächspartner, wird der Loyalitätswert des Gesprächspartners mit dem Loyalitäswert des Helden verglichen, der vom Loyalitätswert des Gegenüber am meisten abweicht. Die Differenz dieser beiden Werte ist das Konfliktpotenzial (KF).
Das Spannende an der Sache: Für Gespräche mit Bösewichten empfiehlt sich ein niedriger LO-Wert, für Gespräche mit den Nordmännern ein mittlerer und für Gespräche mit den Bewohnern der Dals ein niedriger, mittlerer oder hoher LO-Wert. => Balancing
Um ein hohes KF auszugleichen, muss einer der Helden eine Diplomatie-Probe ablegen. Ist diese äußerst erfolgreich, sind alle folgenden Verhandlungsproben erleichtert. Ist die
Probe durchschnittlich, erfolgt die Verhandlungsphase. Ist die Probe mies, gibt's in den Verhandlungen Abzüge für die Helden. Ist die Probe extrem mies, hat's miese Konsequenzen...z.B. Verweigerung, Kampf, etc...
--- Zitat von: Slayn am 30.09.2013 | 11:20 ---Dals haben ein gespiegeltes Wertepärchen von 1-12 (2-11, 3-10, usw).
--- Ende Zitat ---
Guter Gedanke. Als wichtigstes Wertepärchen erachte ich Diplomatie vs. Aggression.
Dal 1: Diplomatie 11 - Aggression 1
Dal 2: Diplomatie 10 - Aggression 2
etc...
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