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[Eigenbau-W12-System] Ideensammlung
Edvard Elch:
--- Zitat von: Fíonlaighrí am 28.09.2013 | 17:36 ---Was wäre deiner Meinung nach geeigneter?
--- Ende Zitat ---
Soll es für generische Fantasy oder für ein spezielles Setting sein? Wie sieht es mit der Macht un dem Einfluss der SC aus (sind sie Bauern, Vogelfreie/Ungebundene, Herrscher, Heroen ... spielt man vom Abtrittputzer bis zum Herrn der Welt etc.)? Spielt man das fantasy-"typische" "ein Krieger, eine Zwergin, ein Elf und eine Magierin ziehen durch die Gegend, töten Monster und klauen Schätze" oder geht es um etwas ganz anderes? Soll das Spiel besonders für Oneshots, Kurz-Kampagnen oder Kampagnen von epischem Ausmaß geeignet sein? etc.
--- Zitat von: Fíonlaighrí am 28.09.2013 | 17:36 ---Ich befürworte eine Mischung aus Kampf, Rätseln und Diplomatie. Über Kämpfe habe ich mir bislang am meisten Gedanken gemacht.
--- Ende Zitat ---
Mir ging es darum, auf einen möglichen Fehler hinzuweisen, der viel zu oft gemacht wird: Obwohl Kämpfe in einem Spiel gar keine herausragende Rolle einnehmen sollen, beschäftigt sich der Designer vornehmlich mit Kampfregeln.
Feuersänger:
Als erstes würde ich dir empfehlen, die folgenden Thread durchzulesen:
Varianz und Statistik von Würfelsystemen
Zum Einstieg ganz kurz zum Unterschied zwischen Linearer und Glockenverteilung:
"Linear" heisst, jedes Ergebnis ist gleich wahrscheinlich. Es gibt kein "typisches" Ergebnis: mit 1W12 ist es mit jedem Wurf gleich wahrscheinlich, eine 1 oder 6 oder 12 zu würfeln. Man erreicht diesen Effekt durch Verwendung eines einzelnen Würfels.
"Glocke" heisst, extrem niedrige oder hohe Ergebnisse sind seltener, mittlere Ergebnisse treten wesentlich häufiger auf. Man erreicht diesen Effekt, indem man mehrere Würfel addiert; z.B. 3d6 produziert meistens Werte um 10-11.
Slayn:
Jetzt nimm noch den angesprochenen Unterschied zwischen Binär und Qualität hinzu.
Bei Linear 1d12+x, Binär, ist alles unter dem Mindestwurf Y ein Fehlschlag, alles drüber ein Erfolg.
Bei einem Qualitäts-System, gibt es mehr Varianzen. Nehmen wir mal -3 bis +3. Also hat hier ein Wurf noch von Y-3 bis Y+3 andere Auswirkungen. Erst bei Y-4 wirds ein kompletter Fehlschlag und ab Y+3 bleibt es stabil.
Gleicher Gedankengang gilt für die Glockenkurve, nur kann man hier mit anderen Y-Werten arbeiten.
gehen wir doch mal fröhlich hin und hauen ein Schnitzel in die Pfanne. Kochen Skill ist +0, wir sind eine Niete, Die Schwierigkeit verorten wir mit einer 6, da Durchschnittlich schwer.
Bei Linear Binär 1d12+0 versaut man sein Schnitzel zu 50%.
Bei Linear Qualität 1d12+0 versaut man sein Schnitzel unter einer 3 komplett, danach wars einfach mies, danach normal, gut, toll.
Gleiches gilt für die Glockenkurve (xd12), wobei man den Schwierigkeitsgrad um 1 Punkt anheben muss und beim binären Ergebnis das Schnitzel nur zu 20% versaut.
Langfristig sagt so etwas sehr viel über die Spielwelt und die Handlungen in ihr aus.
Feyamius:
Also wenn ich nicht wüsste, worüber ihr redet, würd ich null verstehen. ~;D
ChaosAmSpieltisch:
Mal unabhängig von oben genannten Würfelfragen (es gab mal ein wunderbares Forum zur Rollenspielentwicklung, da wurde das toll erklärt - finde es aber nicht mehr, entweder gibt es das nicht mehr, oder mein Google-Fu ist schwach), würde ich mir erstmal Gedanken machen, was ich will, ohne Regeln zu entwicklen.
Was will ich spielen:
1. Geschichte?
2. Helden?
3. Drama?
4. Persönlichkeiten?
Dann wie soll das gespielt werden? Viel Einfluss der Spieler, gar ohne SL? Sehr SL-zentriert? Und all solche Sachen.
Dann natürlich will ich wirklich Setting und System entwickeln? Wenn ja, wie soll es sich verknüpfen? oder soll es das gar nicht?
Bei letzterem stellt sich dann natürlich die Frage, will ich mich eh hauptsächlich aufs Setting konzentireren, warum nicht ein bestehendes Rollenspielsystem verwenden (ich werfe jetzt mal so GURPS, Savage Worlds, Fate in den Raum)
Dein Vorschlag wirkt im Moment, wie ein Versuch irgendetwas realistisch zu regeln, ohne dabei die Spielbarkeit zu beachten. Das ist nicht Böse gemeint, sondern eher als Ratschlag. Deine Setting-Idee klingt gut, ich würde mich jetzt eher darauf konzentrieren und dieses dann mit einem Universalsystem spielen.
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