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[3.5] WBL als Meta-Ressource (Redux)

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ChaosAmSpieltisch:
Ja, hat er, ist eher meine Interpreation des Weglassens des Goldes.

Und der Trank wirkt ja, nur eben nicht so, wie du es gehofft hast.

Feuersänger:
Okay, der Reihe nach:

Die Gruppe kann sich entscheiden, das sagen wir mal +2 Langschwert an den Dorfhändler für 100GM zu verkaufen oder an Roland den Reichen für 10.000GM. In beiden Fällen erhalten sie dafür 4000 Gearpoints (50% des Listenwertes). Da wird also nichts weiter umgerechnet -- es gibt keinen festen Geldkurs für magische Gegenstände. Es kann aber natürlich trotzdem gute Gründe geben, das Schwert den Dörflern billig zu überlassen.

Natürlich werden die GP auch angerechnet, wenn man das aberdutzendste Langschwert +1 findet, und man erhält eine Gutschrift von 1000GP wenn man dieses Schwert genau wie die 23 davor wieder abstößt.

Creation Feats fügen sich eigentlich nahtlos ein: auch hier bezahlt man die Erschaffung magischer Gegenstände mit Gear Points. D.h. um ein +1 Schwert zu erschaffen, muss ich 1000 Gearpoints von meinem WBL-Budget abziehen und ggf soundsoviele XP (wenn man die XP-Kosten nicht eh kickt, weil kontraproduktiv).

Etwas anders sieht es bei Feats aus, die den Handel beim Normalspiel attraktiver machen. Also z.B. Mercantile Background. Damit kann man Gegenstände billiger einkaufen und teurer verkaufen, also insgesamt seinen WBL deutlich aufbessern -- das verliert aber hier seinen Sinn, da ja Gold und Gear entkoppelt sind.

Was sich aber als Frage stellt ist, wie streng man als SL den WBL handhabt, also wie sehr die Spieler gezwungen sind, möglichst effektiv mit ihren GP hauszuhalten. Die Extrempositionen sind:
A) Jeder Schatzpunkt fließt nur einmal. Items werden zufällig ausgewürfelt. Nicht nutzbare Items müssen halt für 50% verkauft werden. Die Spieler müssen sehen, wie sie damit zurechtkommen.
--> da die Chance, ein sinnvolles Item zufällig auszuwürfeln, sehr gering ist, laufen die Spieler effektiv auf ~50% WBL. Creation Feats sind quasi zwingend erforderlich, um dem entgegenzuwirken.
B) Gear is a River. Die Spieler erhalten so viele GP, wie sie brauchen, um ihre Ausrüstung auf WBL-Niveau zu halten. Maßgeschneiderte Ausrüstung wird gezielt in die Loot placiert oder kann als Auftragsarbeit gekauft werden.
--> wirtschaftliches Element vollständig entfernt; Creation Feats sind überflüssig weil man die Wunschitems auch so bekommt.

Das sind natürlich Endpunkte eines Spektrums, und der Sweet Spot ist wohl für die meisten Gruppen irgendwo in der Mitte.

--
Die letzten 4 Beiträge muss ich erstmal lesen, geht ja wie die Feuerwehr hier.

Arldwulf:

--- Zitat von: Feuersänger am  4.10.2013 | 15:46 ---Okay, der Reihe nach:

Die Gruppe kann sich entscheiden, das sagen wir mal +2 Langschwert an den Dorfhändler für 100GM zu verkaufen oder an Roland den Reichen für 10.000GM. In beiden Fällen erhalten sie dafür 4000 Gearpoints (50% des Listenwertes). Da wird also nichts weiter umgerechnet -- es gibt keinen festen Geldkurs für magische Gegenstände. Es kann aber natürlich trotzdem gute Gründe geben, das Schwert den Dörflern billig zu überlassen.
--- Ende Zitat ---

Macht dies dann nicht die innerweltliche Logik kaputt? Schließlich könnte dann der Dorfhändler es ja mit 9.900 GM Gewinn an Roland weiterverkaufen. Und auch der Spielercharakter handelt dort dann ja irgendwo entgegen seinen eigentlichen IG Interessen, im Rollenspiel gibt es natürlich wenig Grund nicht zu König Roland zu gehen und die große Beute zu machen.

Der Charakter weiß ja nichts von Gearpoints, oder? Nur der Spieler - und das erzeugt dann eine Distanz.

DasTaschentuch:
Frage, was bedeutet WBL?

Ansonsten hab ich die "Goldinflation" immer mit dem Beispiel 3.Welt meinen Spielern schmackhaft gemacht. In (armes Land hier einsetzen) kannst du für 1 Euro einen ganzen Monat leben, trotzdem kostet der Porsche hier im Autohaus um die Ecke 500 000 Euro

ChaosAmSpieltisch:
WBL = Wealth by Level

Geld das einem bei einem bestimmtem Level zu Verfügung steht für Ausrüstung, usw.

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