Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[3.5] WBL als Meta-Ressource (Redux)
Arldwulf:
Die Frage geht im Prinzip in die Richtung: Wenn ich will dass wenig Gold verfügbar ist, so setze ich den Goldpreis für magische Gegenstände niedrig an.
Die Welt wirkt arm, die Spieler bekommen ein Gefühl dafür dass die Goldstücke nicht überall herum liegen.
Umgedreht wäre der Fall wenn ich sehr viel Gold bekommen kann. Je einfacher dies geht, je verfügbarer die Möglichkeiten dazu sind umso reicher wirkt die Welt und umso normaler ist das Goldstück in meiner Hand. Dann hat man die klassischen Effekte von dem Krug Wein für ein Goldstück.
Ich hatte dich nun so verstanden als ob deine Alternativregelung eine Möglichkeit wäre in Welten mit geringem Reichtum zu spielen (wo das Goldstück also selten ist) - und gleichzeitig das WBL beizubehalten.
Und finde die Frage interessant was man dann mit den - auch in armen Welten ja vorkommenden - Unterschieden im Reichtum der Bewohner macht. Deine Antwort: "Man bekommt bei jedem unterschiedlich viel" finde ich da recht unbefriedigend. Einfach weil das mich aus dem Spiel und der Einfühlung in den charakter heraus reißen würde, zumindest wenn dies dann faire Preise sind (das man immer über den Tisch gezogen werden kann ist ja klar).
AcevanAcer:
Machen wir in meiner Runde seit ca. 4 Jahren so. Funktioniert super
Feuersänger:
--- Zitat von: Arldwulf am 4.10.2013 | 17:34 ---Die Frage geht im Prinzip in die Richtung: Wenn ich will dass wenig Gold verfügbar ist, so setze ich den Goldpreis für magische Gegenstände niedrig an.
--- Ende Zitat ---
Jein.
1. Ab einem bestimmten Punkt müsstest du dann die weltlichen Gegenstände mit anpassen. Hat ja keinen Zweck, wenn drei geplünderte Ork-Kettenhemden schon soviel wert sind wie ein magisches Schwert.
2. ist die Sache in beiden Richtungen anwendbar, also auch in Welten eher geringem Wert der einzelnen Goldmünze, wo aber eben dafür ein Drache auch auf einem richtigen _Bett_ aus Goldstücken schlafen darf, und nicht nur auf einem "Sofakissen". Und die SCs diesen Hort dann auch erobern dürfen, ohne dass der SL sich gleich genötigt fühlen muss, ihnen den Schatz wieder abzunehmen.
3. Wie ich schon sagte, stellen magische Gegenstände in so einer Welt entweder KEIN Handelsgut dar und haben im Regelfall KEINEN Preis. Dann kann auch Roland der Reiche mit 1 Million GM nicht unbedingt das Magische Schwert kaufen.
Ooooder sie sind normal handelbar und nicht besonders teuer, aber dann braucht man so einen Mechanismus wie von CaS angedacht, dass man ihre Kräfte erst "freischalten" muss. Roland der Reiche kann so viele Zaubergegenstände kaufen wie er will, aber die meisten davon sind für ihn nicht nutzbar.
Ich hatte dieses System z.B. für eine Kampagne mit Militärfokus entworfen, in der die SCs Angehörige einer Spezialeinheit der Streitkräfte sein sollten. Da fände ich es unpassend, wenn diese Soldaten mit zigtausenden Goldmünzen rumlaufen würden. Stattdessen würden sie mit steigender Stufe eben Anspruch auf bessere Ausrüstung erwerben und diese dann bargeldlos zur Verfügung gestellt bekommen. Darüber hinaus könnte man Ausrüstung auch upgraden oder umtauschen. Was sie aber nicht können, ist den Krempel verkaufen.
Vigilluminatus:
Fantasy Craft hat so ein System eingebaut - da gibt's Silber, mit dem man sich unmagische Ausrüstung kaufen kann, und es gibt "Reputation", mit dem man sich Titel, Kontakte, Gefälligkeiten und eben auch Magic Items "kaufen" kann. Die Erklärung dahinter ist, dass gebundene Magie so wertvoll bzw. selten ist, dass nur dein Ruf (Renown) als mächtiger Krieger alle Banden dieser Welt davon abhält, sie dir abnehmen zu wollen (gut, EINIGE Banden werden es ja vielleicht trotzdem versuchen...). Das Spiel geht aber eher nicht von einer Welt aus, in der's Geschäfte randvoll mit magischem Tand gibt, eher dass diese Dinge gegen Quests von NPCs kommen, wenn die Gruppe genug Respekt gesammelt hat, oder dass man sie halt findet.
In meinem Spiel kommt's daher selten vor, dass die Leute mehr als ein paar Goldstücke mit sich rumschleppen (oder halt ein paar hundert Silber), dafür hab ich einen Lord und einen Leutnant in der Gruppe, die schon etwas Status in der Welt aufgebaut haben. Das mit den Drachen stimmt allerdings, die müssten dann halt weniger Geld als vielmehr ein Museum mit unbezahlbaren Kunstgegenständen, Wissen, hochtalentierte Sklaven oder Ähnliches besitzen, um ihr Ego zufriedenzustellen. Wären dann halt keine traditionellen, sondern "moderne" Drachen. Ich hab mal überlegt, ob ein Drache bei mir den Scheck erfinden soll, weil die Leute, die Aufträge für ihn erledigt haben, sich immer über Rückenschmerzen wegen den vielen Kilo Gold beklagt haben. :)
Narubia:
--- Zitat von: Feuersänger am 4.10.2013 | 15:59 ---[OT: Wenn noch jemand die alten Wizardry-Spiele kennt: da hat sich in der Tat so mancher Händler geweigert, mit bestimmten Partymitgliedern (speziell Diebe, Ninjas etc) zu verhandeln. Die wurden manchmal so rabiat, dass sie angegriffen haben. Das war vor allem deswegen ärgerlich, weil jeder SC nur die Gegenstände einkaufen durfte, die er auch selber benutzen konnte. An Ninja-Only Ausrüstung zu kommen wurde, gelinde gesagt, schwierig.]
--- Ende Zitat ---
Ich habe das jetzt mal nicht als Antwort, sondern als Exkurs gesehen.
Ist das also deine Lösung? Die finde ich unzureichend =/
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