Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20

[3.5] WBL als Meta-Ressource (Redux)

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Rhylthar:
a) Willst Du einen räumlich großen Schatz haben mit weniger Wert, leg Silber-/Kupfermünzen dazu.

b) Das andere ist ein Problem des CR, wobei je nach SL/Spielern ein CR20 Drache durchaus zum Problem für Stufe 16+ Gruppen wird.

Arldwulf:
Das Drachenbeispiel ist aber in erster Linie ein Problem des Powerlevels, nicht des Wertes der Münzen. Das Problem ist doch nicht dass sich so ein Drachentöter nie wieder Sorgen um Geld machen muss. So ein Drachenhort ist genau dafür da um diesen Effekt zu erreichen.

Das Problem ist dass die Helden eigentlich noch nicht so weit sein sollten um dies zu erreichen. Das der Drache eigentlich nur ein Stein auf ihrem Weg ist - durchaus gefährlich, aber überwindbar.

Vigilluminatus:
Also, IRGENDWANN bau ich jetzt sicher mal ne Parodie in eins meiner Spiele ein, wo die Abenteurer in den Hort stürmen, enttäuscht über das "Campingkopfkissen" sind und der Drache ihnen dann lehrerhaft genau diese Rechnung präsentiert.   :D

Slayn:
Mir ging das ganze WPL-Getue ebenfalls mal eine Weile auf den Senkel, also hatte ich mit dem Meta-Element der mit-levelnden Ausrüstung gespielt. Jeder Spieler hatte quasi noch ein zweites Charakterblatt, an dem er die Progression seines Equipments festmachen konnte. Dazu noch die Set-Regeln aus dem Magic Items Companion.
Das hat dann so ca. 75% des WPL ausgemacht, der Rest stand offen für spontan benötigte Dinge und Charge Items.
Um beim Rest die gefühlte Gold-Inflation noch zu reduzieren, habe ich oft mit Geld-Substituten gearbeitet, wie etwa Anleihen, Handels-Barren, etc.

Narubia:

--- Zitat von: Feuersänger am  7.10.2013 | 08:58 ---Weil wir WBL haben. Selbst wenn du die Schatztabellen ignorierst und die Gruppe die ganze Stufe über kurz hältst (gar nichts ausgibst), dürfte ein fantasykonformes "Münzenbett" den WBL-Zuwachs um ein Vielfaches sprengen.

Beispiel:
Nehmen wir einen Alten Drachen (rot), CR20. Typischer Schatzwert 240K laut DMG, das nur am Rande.
Wenn das Biest auf einem Bett aus Goldmünzen schlafen will, brauchen wir dafür einen Haufen von mindestens 20' Durchmesser, also 3 Meter Radius = 28m². Selbst wenn das Bett nur 10cm dick ist, reden wir schon von ca. 3 Kubikmetern Goldmünzen. Und das ist noch die absolute Mindestgröße, für die der Drache sich schon katzenartig einrollen muss um draufzupassen.
Ich kenn nun die Schüttdichte von Münzen nicht, aber schnelles Googeln ergibt "erstaunlich wenig Luft zwischen den Münzen", also sagen wir mal grob: 0,8. -> 3m³ Münzen entsprächen dann also 2,4m³ massivem Gold.
Das sind, leicht aufgerundet, FÜNFZIG TONNEN!
Was selbst bei den großen D&D-Münzen (100 pro kg) schon 5 Millionen Goldmünzen entspricht.
Und da sind Juwelen, Gemmen, Klunker, Edelsteine, Kunst- und magische Gegenstände überhaupt noch nicht eingerechnet!

Dieses Bett alleine würde also schon den gesamten WBL einer 20stufigen Party sprengen, die den Drachen mal eben en passant plattmachen könnte. Als "Solo" oder Bossgegner ist CR20 eher für eine ~15.stufige Gruppe geeignet. Die auf dem Weg zu Stufe 16 insgesamt 60.000GM pro Nase hinzugewinnen soll.

Analog freilich auch für kleinere Drachenausführungen. Ein adulter roter Drache (CR15) bräuchte "nur" 1 Kubikmeter, um halbwegs bequem zu liegen, aber das sind halt auch schon 20 Tonnen Gold.

--> wenn du also den Schatz so zusammenstreichst, dass er den WBL für eine adäquate Gruppe nicht sprengt, langt es bestenfalls für ein Campingkopfkissen.

--- Ende Zitat ---

Ich denke, dass du dich ein wenig zu sehr ans Buch kettest und in Mathematik versteifst. Davon ab, dass Schüttdichten und andere Dichteberechnungen in D&D vollkommen am Ziel vorbeiführen oder schlicht fehlschlagen. D&D ist einfach nicht dafür gedacht, mathematisch analysiert zu werden, auch wenn man (da schließe ich mich gerne mit ein) als Spielleiter viele Fragen durch Mathematik leichter beantworten kann. (50 Goldmünzen wiegen genauso viel wie 50 Kupfermünzen.)
Du solltest aber kreativ genug sein, um einfache Tricks zu beherrschen: Mach den Schatz größer erscheinend, als er eigentlich ist. Rhylthar hat mit den Silber-/Kupfermünzen bereits einen Punkt gebracht. Pack ein paar Dinge hinein, die für einen Drachen Sinn machen, aber ncihts wert sind. (Z. B. große, schöne Edelsteine, wahre Naturwunder, die aber beim Separieren vom toten Gestein zerbrechen.) Du kannst genauso z. B. einfach große, unermesslich wertvolle Gegenstände in den Schatz packen, die einfach gar keine Möglichkeit ergeben, sie zu transportieren. Ich habe z. B. mal eine mehrere hundert Tonnen schwere Goldglocke als Schatz verteilt. Unermesslicher Wert - wenn man sie einschmelzen könnte. Aber so - weitab von Zivilisation - nichts wert. Alternativ kannst du diverse durchaus wertvolle Gegenstände unterbringen, die mittlerweile keinen Wert mehr haben: Beispielsweise alte Münzen, die aus einer Legierung bestehen, die durch Einschmelzen keinen vernünftigen Profit ergibt und die so nichts mehr wert/verboten/wasauchimmer sind. Oder gib ihnen Hilfe mit, die einen (unverhältnismäßig großen) Teil des Schatzes für den Staat beschlagnahmt. Sei kreativ! Pass es auf die Gruppe an. Zugegebenermaßen, auf höheren Stufen wird das schwieriger, aber nicht unmöglich. D&D ist, was du daraus machst. Die Bücher sind nur ein Regelwerk, und zumeist nicht einmal ein besonders Gutes.

Was du beschreibst, ist letzten Endes ein reines Immersionsproblem (Drache = Goldhort), und dieses Klischee zu bedienen passt eben nicht ohne Abänderungen. Alternativ kann man auch einfach das Klischee Klischee sein lassen und sagen: Der Drache hatte nichts dabei.

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