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Captain America: The Winter Soldier
Blechpirat:
[Das folgende ist ein Repost von Facebook, der eine oder andere kennt meine Haltung also schon:]
Warum findet ihr eigentlich alle Capt. America II so gut? Ich verstehe das nicht. Für mich war das eher langweilige, weil unzusammenhängende und vor allem völlig motivationslose Action. Selbst die Actionszenen, aus denen der Film hauptsächlich besteht, waren dann - obwohl gut gemacht - irgendwann so lang, dass es doch wieder langweilig wurde. Mitfiebern konnte ich nicht, weil ich einfach nicht wusste, warum die Helden handeln.
Aber vor allem die Motivationslosigkeit der Helden - braucht ihr zu eurem Sehvergnügen keine Motivationen für die Helden? Oder hab ich es nur nicht kapiert? Wieso wollten die Hydra-Typen 20 Millionen Leute umbringen? (Plus: Namenlose Gesellen, die egal blieben, diese 20 Millionen) Warum wollte Capt. Amerika einen anderen Freiheitsbegriff verteidigen als sein Chef? Der Mann ist Soldat: Er hat also für sich selbst die Entscheidung getroffen, dass er als Soldat unfreier lebt als er es als Zivilist könnte, um die Sicherheit seines Landes zu erhöhen. Gerade der soll jetzt die Freiheit hochhalten? Ohne jede Erläuterung? Selbst der Versuch, sein besonderes Verhältnis zu Bucky darzustellen war so knapp gehalten, dass es mich nicht überzeugen konnte, dass die beiden ihre vor 80 Jahren beendete Bromance sofort fortsetzen sollten. Selbst wenn man (wie ich) ein ausgesprochener Kritiker des Sicherheitsspektakels ist, dass allgemein zelebriert wird, reicht es doch nicht, dass CA auch dagegen ist - der könnte sich doch auch mal damit auseinandersetzen und eine eigene Meinung bilden. Und warum hat der Typ mit den Flügeln jetzt nochmal sein Leben aufs Spiel gesetzt? Weil CA ihn beim Joggen überholt hat?
Eine Motivation hatte eigentlich nur Fury. (Und hey, natürlich hat sich der Film gelohnt, aber nur weil sich Scarlett Johansson eigentlich immer lohnt. Und weil ich mit netten Menschen im Kino war.)
Anbei Bilder von den Avengers mit creepy Kindergesichtern: http://cdn4.nerdapproved.com/wp-content/uploads/2014/04/baby-face-avengers-600x202.jpg
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: Blechpirat am 11.04.2014 | 12:13 ---
Ich verstehe das nicht. Für mich war das eher langweilige, weil unzusammenhängende und vor allem völlig motivationslose Action.
--- Ende Zitat ---
Ist die Übersetzung so schlecht?
Das Thema des Films was Freiheit vs Sicherheit and deserves neither(NSA Skandal anyone?)
--- Zitat ---Aber vor allem die Motivationslosigkeit der Helden - braucht ihr zu eurem Sehvergnügen keine Motivationen für die Helden?
--- Ende Zitat ---
Was war an CAPs Motivationen nicht zu verstehen? Die war ziemlich offensichtlich und die von Falcon auch, bei the Black Widow ist das klar schwieriger oder meintest du die Shield Leute, Nick Fury ist wohl klassisch der In Die Irre Gehende
--- Zitat ---Wieso wollten die Hydra-Typen 20 Millionen Leute umbringen?
--- Ende Zitat ---
Troublemaker, Hindernisse auf dem Weg zur Macht
--- Zitat ---wollte Capt. Amerika einen anderen Freiheitsbegriff verteidigen als sein Chef?
--- Ende Zitat ---
ist das ein Argument? Ne Begründung? Irgend etwas anderes als mit Suggestiv Vorurteilen Zustimmung zu suchen?
A d.h. er hat geschworen die Verfassung zu schützen gegen 'INNERE und äussere Feinde
B They walk like free men wurde über die GIs während WWII gesagt(die GIs während dieser Zeit waren eine ziemlich selbstsichere Bande, was sie für sinnvoll hielten wurde mit Elan umgesetzt, was nicht NICHT! )
--- Zitat --- Gerade der soll jetzt die Freiheit hochhalten?
--- Ende Zitat ---
es sind auch Soldaten in den Krieg gezogen um die Sklaverei zu beenden, ungerechte Tyrannei zu stürzen(Give me freedom or give me death, Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit)
--- Zitat ---beiden ihre vor 80 Jahren beendete Bromance sofort fortsetzen sollten
--- Ende Zitat ---
Es ist nicht 80 'Jahre her für CAP
B es gibt ne Menge Soldaten, die für ihre Kameraden ohne zu zögern ihr Leben opferten
He who shed his blood with me today, is my brother
YY:
--- Zitat von: Blechpirat am 11.04.2014 | 12:13 ---Der Mann ist Soldat: Er hat also für sich selbst die Entscheidung getroffen, dass er als Soldat unfreier lebt als er es als Zivilist könnte, um die Sicherheit seines Landes zu erhöhen. Gerade der soll jetzt die Freiheit hochhalten?
--- Ende Zitat ---
Das entscheidet man ja nicht einmal und dann hat man für den Rest seines Lebens oder zumindest seiner militärischen Laufbahn die Schnauze zu halten.
Bei den meisten, die halbwegs was im Schädel haben, läuft schon irgendwo der Ticker mit, ob das grad noch das ist, wofür sie sich gemeldet haben (mal so Themen wie Wehrpflicht vs. Freiwilligenarmee außen vor gelassen).
Und da hat man mMn schön gesehen, dass Cap eben aus einer anderen Zeit kommt als Nick Fury. Für letzteren ist nämlich völlig unverständlich, dass man über diese Frage überhaupt nachdenkt - die personifizierte Gegenüberstellung von "altem" und "neuem" (post-9/11-)Amerika.
Dazu auch mal das Stichwort Oath Keepers - gerade in Militär- und Polizeikreisen sind in den USA Geschichten wie der Freiheitsbegriff und speziell der Zweite Verfassungszusatz ein heißes Eisen.
Da verläuft im Prinzip genau die selbe Linie wie zwischen Cap und Nick Fury.
Blechpirat:
--- Zitat von: YY am 11.04.2014 | 12:48 ---Das entscheidet man ja nicht einmal und dann hat man für den Rest seines Lebens oder zumindest seiner militärischen Laufbahn die Schnauze zu halten.
Bei den meisten, die halbwegs was im Schädel haben, läuft schon irgendwo der Ticker mit, ob das grad noch das ist, wofür sie sich gemeldet haben (mal so Themen wie Wehrpflicht vs. Freiwilligenarmee außen vor gelassen).
Und da hat man mMn schön gesehen, dass Cap eben aus einer anderen Zeit kommt als Nick Fury. Für letzteren ist nämlich völlig unverständlich, dass man über diese Frage überhaupt nachdenkt - die personifizierte Gegenüberstellung von "altem" und "neuem" (post-9/11-)Amerika.
Dazu auch mal das Stichwort Oath Keepers - gerade in Militär- und Polizeikreisen sind in den USA Geschichten wie der Freiheitsbegriff und speziell der Zweite Verfassungszusatz ein heißes Eisen.
Da verläuft im Prinzip genau die selbe Linie wie zwischen Cap und Nick Fury.
--- Ende Zitat ---
Klar, aber das ist ziemlich viel gesellschaftlicher Kontext für einen Superheldenfilm, der nicht erwähnt wird. Ich zweifle daran, dass die Macher diese Kenntnis voraussetzen. Vermutlich hätte ich es spannend gefunden, diese Gegenüberstellung von altem und neuen Amerika auch mal auszuarbeiten. Dazu hätte man CA z.B. mal in Situationen bringen können, in denen er sich unfrei fühlt oder seinen Freiheitsbegriff lebt. Aber davor scheut der Film zurück - das meine ich mit Motivationslos. Der Zuschauer muss eine Motivation "hinzudenken", er kann sie nicht erkennen.
(Vielleicht ist das auch zu problematisch. Wenn der in der Gedankenwelt des zweiten Weltkriegs hängt, dann würden seine Alltags-Erlebnisse wohl nichts mit seiner Freiheit (vor Überwachung) zu tun haben, sondern mit dem neu geregelten Zusammenleben mit Frauen und Ethnien - Das war ja alles vor der Emanzipierung der Frauen und vor der Gleichberechtigung vor allem der Afroamerikaner.)
Trichter:
Ich finde ja, dass es in Superheldenactionfilmen selten Sinn macht nach der Motivation für die Taten der Hauptdarsteller zu suchen. In der Regel gibt es sowieso einen vernünftigeren, aber für den Film zu uncoolen Weg Probleme zu lösen.
http://www.smbc-comics.com/?id=2305 ;)
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