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[Freeport] Erste Schritte und Abenteuerplanung

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Valerigon:
Warum nimmst du eigentlich nicht das Einsteigerabenteuer aus dem Freeport Fate Companion?

Kampfwurst:

--- Zitat von: Luxferre am 14.11.2013 | 18:30 ---Ich habe nämlich so meine liebe Sorge, dass wir mit unserer sehr klassische Herangehensweise kaum "richtig" FATE spielen werden,

--- Ende Zitat ---
Ich habe Fate hauptsächlich durch ein Forenspiel DFRPG gelernt. Das ganze ging über 2 Jahre und war immer wieder ein wenig holprig, aber es hat trotz (im Nachhinein betrachtet) vieler Fehler trotzdem Spaß gemacht, und dass ist doch die Hauptsache. Man muss sich da wirklich ein wenig heran tasten, gerade was den Gebrauch von Aspekten angeht. Klassisch anzufangen hat da durchaus seine Vorteile, und es funktioniert auch ganz gut. Mit der Zeit wird man dann sicherer und kommt mit den neuen Konzepten besser zurecht.

Falls du auf G+ bist, der Nutzer "Robert Hanz" hat seine Transformation vom "klassischen" zum Fate Spieler und die Hürden und daraus gewonnen Erkenntnisse in seinen "Fate thought of the Day/week/month" Posts festgehalten. Absolut lesenswert.


--- Zitat ---Und ich möchte es ja auch so un-meta wie nur möglich gestalten

--- Ende Zitat ---
Vieles läuft halt auf der Meta Ebene ab, vorallem halt Absprachen. Man kann es natürlich ohne machen, dann spielt es sich wesentlich traditioneller, aber mir gefällt das Absprechen eigentlich. Insbesondere sollte man sich zumindest beim Start eines Konfliktes darüber im klaren sein, worum man überhaupt kämpft, bzw. generell bevor die Würfel ausgepackt werden. Die Idee ist halt nur dann zu würfeln, wenn sowohl Erfolg als auch Misserfolg interessant sind.

Wenn du z.B. in anderen Spielen den "Schlösser knacken" Wurf einfach 5 mal wiederholst, knackst du hier das Schloss automatisch, wenn ihr euch geeinigt habt, dass der interessante Teil des Abenteuers in der Burg selber stattfinden soll, und wenn das Schloss zu bleibt, dann wird das Abenteuer nichts.

DerEskapist:

--- Zitat von: Luxferre am 14.11.2013 | 18:30 ---Vielen lieben Dank, Kampfwurst.
Ich habe nämlich so meine liebe Sorge, dass wir mit unserer sehr klassische Herangehensweise kaum "richtig" FATE spielen werden, bzw können. Und ich möchte es ja auch so un-meta wie nur möglich gestalten, damit wir schön immersiv im Geschehen bleíben können.
Bin sehr gespannt, wie der Feldversuch laufen wird.

--- Ende Zitat ---

Meine Gruppe und ich sind ebenfalls klassisch geprägt und ich kann nur sagen dass der Einstieg nicht so schwierig ist. Wenn man die Aspekte mal aussen vor nimmt: Das Fähigkeits- und Würfelprinzip ist sehr einfach aber auch sehr universell - eine Mechanik für alle Vergleiche, Konfilkte und Proben.

Bei den Aspekten muss man den Spielern klar machen, dass sie am besten "zweischneidige Schwerter" sind, also sowohl als Vorteil als auch als Nachteil einsetzbar sind. "Gewalt ist eine Lösung" hatte einer meiner Spieler um mal ein einfaches Beispiel zu nennen und das kann sowohl die Story prägen dass er zum Nachteil der Gruppe auf Gewalt aus ist, als auch zu seinem Vorteil im Kampf eingesetzt werden. Ein anderer Spieler hat sich fast nur Vorteile gebaut und hatte dementsprechend auch Probleme genügend FATE-Punkte durch Reizen einzusammeln. Deshalb haben wir dann einvenehmlich die Aspekte in der zweiten oder dritten Sitzung nochmals geändert.

Du wirst sehen: Die Spieler werden nach und nach von ihren Möglichkeiten Gebrauch machen und hie und da mal ein paar kleiner Fakten schaffen oder sich einen Vorteil im Konflikt verschaffen. Die Spielmechanik funktioniert nämlich mit unterschiedlichen Spielstilen, Hauptsache die Spieler laufen nicht leer an FATE-Punkten.

Die Spieler sollten noch wissen dass alles was dem Spielfluß und der Story dient grundsätzlich gut ist. "Lass dich im Strom der Story treiben." Gegenbeispiel: Der Spieler will den Fakt schaffen dass der Antagonist Nummer eins an Herzinfarkt abnippelt - wenn einem das als SL nicht in den Kram passt gibt's ja immer das Veto - was übrigens bei uns auch jeder Spieler am Spieltisch hat.

Ich habe nur einige Monate an Erfahrung mit FATE, aber ich denke man kann es unglaublich vielseitig auf (fast) alle denkbaren Hintergründe anwenden; eine angepasste Fähigkeitsliste und ein paar Sonderregeln auf Wunsch und Schwuppdiwupp spielt man statt bei der Tutenchamum-Ausgrabung Howard Carters mit kleinen Horror-Einsprenklern plötzlich am Hofe Ludwigs des XV. und Aliens tauchen auf...  >;D
Siehe http://www.tanelorn.net/index.php/topic,87122.0.html

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