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Die Tollsten Finale
Heinzelgaenger:
Wo ich grad im Videospielforum bin und meine Begeisterung über Mass Effect 3 noch nachhallt:
Schreibt doch mal, welche Spielfinale euch am meisten begeistert haben.
Vielleicht könnt ihr auch noch kurz erwähnen, warum sie erinnerungswürdig waren.
War es der dramatische Bosskampf?
Eine Storywendung?
Die geballte Düsternis eines Unhappy Endings?
Mit fallen ein:
the Immortal (Amiga) - seiner Zeit voraus; spielte sich wie ein Dungeon Abenteuer Roman.
Das Finale war ein Kampf gegen einen geheimnisvollen Drachen und einen Erzmagier mit einer wörtlich handvoll Zaubersprüche. Zuerst hat man sich an den für damalige Zeiten atemberaubenden Grafiken (lies Todesanimationen) sattgesehen- wie im Rest des Spiels bezog man erst mal ordentlich Dresche. Langsam verstand man das Puzzle. Danach gabs, wiederum für die damalige Zeit, romaneske Enthüllung satt.
Mass Effect - der Invasions-Hauptplot erstreckt sich über vielleicht 100 Stunden und 3 (Haupt)Spiele. Am Ende hat man das Gefühl , es geht wirklich um die Wurst, auch wenn das Gameplay peu a peu abbaut.
Die starken Dialoge und Charaktere alleine lassen Star Wars ganz schön alt aussehen.
Planescape - vermutlich bis heute das beste storybasierte RPG. Wer möchte, kann Kämpfe praktisch zu 99% vermeiden und sich ganz auf Dialoge und die tolle Welt konzentrieren. Das Finale rockt das Haus. Es wurde plötzlich verdammt staubig im Raum.
Prince of Persia - Sands of Time für ein relativ simples 3d Hüpfspiel zog man hier storytechnisch alle Register. Der weibliche Nebencharakter war nicht nervig sondern wuchs einem ans Herz. Die letzten Videosequenzen fügen sich famos ein.
Dark Saviour (Saturn) - das Spiel fängt nochmal von vorne an, aber weil man besser spielen kann kommt man 5min früher zum Levelboss und alle Ereignisse entfalten sich völlig anders. Faszinierend.
Bastion - grelativ neu und gibts im Weihnachtssale auf Steam fürn Appel und nen Ei. Ähnlich wie Prince of Persia eigenlich simpel gestreckt, aber die Entwickler haben so viel Liebe in die paar Storyfetzen und Animationen gesteckt das alles nicht nur aus einem Guss wirkt- vielmehr ist es die vorenthaltene Informationen, welche das Kopfkino rattern lassen. Jeder versteht das bittersüsse Ende ein bischen anders. Die Schlussmusik ist eine Art Melange der individuellen Charaktersongs. Zusammen kommt etwas Wunderschönes heraus.
Suikoden 2 - stehe eigentlich nicht auf die Japan RPGs; hier gabs nach dem epischen Finale eine Art bodenständiges Geheimfinale für den aufmerksamen Spieler.
Shadow of the Colossus - Anwärter auf den ersten Platz. Da das Spiel eigentlich nur aus Showdowns besteht, ist es ein Kunststück, dramaturgisch aufzudrehen ohne zu dick aufzutragen. Komisch, auch hier wurde es ziemlich staubig im Raum.
Revenge of the Shinobi - Wer fleissig daddelte, schaffte es irgendwann, nach Wochen des Padrubbelns, den letzten Pixelfiesling schneller plattzumachen. Oder man zerstörte den Mechanismus für die Todemaschine und die gekidnappte Freundin stirbt nicht jämmerlich während des Showdowns im Hintergrund. Und da war es endlich, das "Gute Ende".
Legacy of Kain: Defiance - die Legacy of Kain-Serie musste zeitlebens mit widrigen Bedingungen kämpfen und hatte eine haarstreubende Anzahl an offenen Plothooks, Zeitreisen, gecancelten Projekten und Not-Retcons vorzuweisen. Irgendwie haben die Entwickler es dann doch geschafft, die Pentalogie würdig zu beenden.
Silent Hill 2
Dark Messiah of Might & Magic
Chaos:
So doll isses nach heutigen Maßstäben nicht, aber ich werde mich immer an das Finale von Ultima V erinnern, das erst Spiel, das ich selbst durchgespielt habe - damals noch auf dem C-64.
Der Avatar retter Britannia, befreit Lord British aus seinem Gefängnis in der Unterwelt... und als er nach langer Zeit wieder nach Hause kommt, stellt er fest, dass man ihm die Bude ausgeräumt hat.
Heinzelgaenger:
oh Mann, kann es sein, dass es früher häufiger Anti-Enden gab?
Golden Axe (Arcade)- die Monster springen aus dem Automaten und verdreschen die Nerds
Flood - das quirklige Viech, das man 100 Level lang vor der Überflutung rettet wird prompt vom Auto überfahren.
Altered Beast (Arcade) - nach dem Bosskampf entpuppt sich alles als Trashmovie-Dreh
Monkey Island 1(?) schlug brachial die "vierte Wand" ein und forderte den Spieler am Ende auf, diverse analoge Dinge zu tun. ("Gehen sie doch jetzt spazieren")
Der zweite Teil stellte nach dem SHowdown alles in Frage; war die Story nur das Gespinst eines spielenden Kindes?- glücklicherweise war es dann doch LeChucks Fluch, siehe Teil 3.
Slayn:
Dream Web war da auch toll.... man rettet vermeintlich die Welt, nur um am Ende als Amok-laufender Irrer dazustehen.
Talasha:
Ich werfe Dragon Age in den Raum: Man erfährt wie sich die verschiedenen Entscheidungen auswirken. Zum Beispiel bei den Zwergen.
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