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[Weiß jemand was über] Hillfolk
aikar:
Kennt jemand zufällig ein gutes Let's-Play oder eine Erklärung?
Ich hab Hillfolk jetzt zu Hause und durchgeblättert, das Grundkonzept gefällt (mag auch Fiasko) aber irgendwie steig ich nicht ganz durch.
Scimi:
Was ist denn das Problem? Ich finde das Regelwerk extrem übersichtlich, in der Tat so übersichtlich, dass man es jemand auf einem DIN A4-Blatt zusammengefasst hat. Oder geht es eher um den Hintergrund oder die Art, zu spielen?
aikar:
Ich habs bis zum Aufbau der Beziehungen gecheckt, bin dann aber irgendwie ausgestiegen. Ein Spiel-Beispiel in irgendeiner Form wäre schön, falls jemand eine Quelle kennt.
Danke schonmal für die Zusammenfassung, vielleicht hilft die ja (werd ich mir am Abend genauer ansehen)
Chiarina:
Lieber Kardinal Richelingo, liebe andere Hillfolk-Spieler, wo jetzt auf dem nächsten Tanelorn-Treffen (an dem ich leider nicht da sein kann) eine Hillfolk-Runde angeboten wird... könnt ihr nochmal etwas mehr zu dem Spiel sagen? Ich bin so hin- und hergerissen...
Einerseits heißt es, das sei wie Fiasco im Kampagnenmodus... und das fände ich im Prinzip doch sehr geil! Wenn es nur das wäre, würde ich zuschlagen.
Aber andererseits heißt es, die Mechaniken seien kompliziert, das Spiel habe vom Spieldesign her nicht viel zu bieten, am Procedural Scene resolution system (whatever that means) würden sich die Geister scheiden... und dann hatte ich das Buch auch einmal für einen kurzen Moment in der Hand und die Aufmachung hat jetzt auch nicht sofort ein Muss-Ich-Haben in mir ausgelöst.
Nun bietet es Kardinal Richelingo auf dem Tanelorn-Treffen an... warum? Erzählt mir doch noch irgendetwas Tolles über das System, dann kaufe ich es vielleicht doch.
Was ich auch noch wissen will:
- "A Game of Iron Age Drama"... äh? Ist Hillfolk ein Universalsystem oder nicht?
- Einziger bisher herausgekommener Zusatzband: Blood on the snow. Was ist da drin? Taugt der was?
Ucalegon:
Habe bisher nur einen one-shot gespielt, aber Fiasco ist nicht der schlechteste Vergleich. Die Unterschiede sind, dass es erstens sehr viel mehr um die dramatischen Konflikte in und zwischen den Charakteren geht, während relationships und needs die oft nur anreißen. Zweitens hatte ich im Vergleich zu Fiasco das Problem, dass mir in Hillfolk der rote Faden, die generelle Anweisung, in welche "Richtung" man -szenenübergreifend!- spielen soll, gefehlt hat. Ob das Thema, das für jede Episode vorgegeben wird, das erfüllt, kann ich nicht sagen. Scheint mir ein bisschen wenig.
Kompliziert finde ich die Mechaniken weder nach dem one-shot noch nach dem Lesen.
Was Hillfolk zu bieten hat, ist in erster Linie ein geniales framework für die Erstellung einer emotional eng verknüpften, sozialen Gruppe. Dafür und für die zusätzlichen Settings ("Universalsystem" wenn du so willst) habe ich mir den Band geholt.
Laws unterscheidet zwischen dramatic scenes, also Charakterdrama, und procedural scenes, die er als Merkmale des klassischen Rollenspiels ausmacht. In denen geht es um das Erreichen externer Ziele, d.h. Monster besiegen, Kriminalfälle lösen und so weiter, wo emotionale Verbindungen und Beziehungen zwischen den Charakteren eher selten im Mittelpunkt stehen. Das procedural scene resolution system (es gibt versch. Handlungstypen für SC, in denen die unterschiedlich gut sind und ein kartenbasiertes System) kam in unserem one-shot quasi nicht vor. Es scheint mir weder interessant noch wirklich notwendig zu sein.
Ein paar andere Punkte/Eindrücke habe ich hier angerissen: http://www.tanelorn.net/index.php/topic,87990.0.html
An einer Einschätzung zu Blood on the snow wäre ich auch interessiert.
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