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Tatort... Wo ist er hin?

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Gorilla:
Ich habe heute dem Tatort mal wieder ne Chance gegeben und tatsächlich hat er mich ein wenig positiv überrascht:
Zwar war der Mörder natürlich von psychologischen Problemen (Wahnvorstellungen) geplagt. Und natürlich war ein Familienmitglied (alternativ auch Jugendfreund, Stiefkind, Tochter, von der niemand wusste,...) in dem Fall als mögliches weiteres Opfer involviert. Und natürlich ist der ermittelnde Kommissar von eigenen psychischen Problemen geplagt; in diesem Fall Alkoholismus (alternativ ginge auch Autismus oder schizophrene Tendenzen).
Aaaaaber: Der Kommissar war kein 25-Jähriger. Immerhin.

Jetzt erklärt mir doch mal bitte jemand, warum die "neuen" Tatorte unbedingt so auf US-Krimiserien machen müssen. Wo wir doch wissen, dass deutsche Regisseure in aller Regel genau Eines nie schaffen: Hollywood "gut" immitieren.
Also, wo ist er hin, der gute, alte, biedere aber unanstrengende und nett unterhaltsame Krimi. Schaffen das nur noch die Briten (s. Inspector Barnaby)?

Ludovico:
Der erst Weimarer-Tatort fiel in diese Liga. War echt genial. Tschirner und Ulmen sind aber halt auch ein verdammt gut eingespieltes Team.

Ansonsten gefallen mir noch die Muensteraner-Tatorte sehr.

6:
Wenn Du mal Tatorte sehen willst, die anders sind (also keine Klamauk-Tatorte a la Münster oder Hollywoodklone) dann kannst Du ja mal aktuelle Tatorte aus dem Saarland ausprobieren. Die sind gewiss keine typischen Tatorte und deren Qualität wird mehr als kontrovers diskutiert (meine Eltern schauen saarländische Tatorte aus genau diesem Grund nicht mehr), aber mir gefallen sie.

Ansonsten gefallen mir die bayrischen Tatorte mit dem Doppelpack Batic/Leitmayr recht gut. Die dürften auch noch unter "gute alte Krimis" fallen.

Niniane:
Ich fand den letzten Tatort aus Kiel sehr sehenswert. Die Story war zwar etwas Columbo-like (der Zuschauer kannte die Mörderin im Gegensatz zum Kommissar), aber die Schauspieler haben wirklich überzeugt, und es war nicht übertrieben amerikanisch.
Im übrigen bin ich der Meinung, dass der Tatort sich ruhig ein bißchen ändern darf, dieses sozialkritische deutsche Betroffenheitsfernsehen, was beispielsweise aus Ludwigshafen kam (die arme Ulrike Folkerts, die musste immer gegen blöde Plots anspielen). Mich stört auch, dass die Bösen immer mit den gleichen Schauspielern besetzt werden, und selbst wenn das Grundthema etwas brisanter ist, am Ende wars doch der betrogene Ehemann / die Ehefrau / Geliebte.

6:
@Dr Hoo:
Falls Du die Gelegenheit bekommst: "Nie wieder frei sein" mit Batic und Leitmayr.
Gefiel mir bisher am besten. Und der betrogene Ehemann/die Ehefrau/Geliebte war es nicht. ;)

EDIT: Die Ludwigshafener Tatorte habe ich aber auch gefressen...

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