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CthulhuTech, any love left?
LushWoods:
Nicht ganz. Es kann schon allgemein benutzt werden. Es sind ja auch ein paar Beispiele drin wie man es für die Ablenkungsangriffe auf Jenau und die Antarktis z.B. benutzen kann.
Du hast ein Schlachtfeld bzw. einen Schlachtplan das/der in einzelne Abschnitte unterteilt wird. Eine erste Aktion stellt dann z.B. den Aufmarsch dar. Der splittet sich dann in 2 Flügel. Dann folgt das Aufeinanderprallen der Gegner, aufgeteilt in 3 Sektionen (Rechte Flanke, Mitte, linke Flanke).
In diesem Beispiel wären das dann 6 Sektionen.
In jeder Sektion muß ein "Miniabenteuer" bestanden werden das aus Massenkampfrolls und Charakteraktionen besteht. Eine Sektion gilt als gewonnen wenn eine bestimmte Anzahl Zielpunkte gewonnen wurde. Dann kann zur nächsten Sektion vorgerückt werden (oder auch nicht).
In meiner Hausregelung behalte ich das grundsätzlich bei, im Detail aber erarbeite ich gerade ein System das ähnlicher dem von SW ist, da dies eben abstrakter und weniger komplex ist.
GustavGuns:
Zum Transhumanismus-Aspekt in cthulhuesken Spielen:
Der hat in Cthulhu schon immer eine Rolle gespielt. Bloß war er im klassischen Cthulhuversum negativ belegt - der weiße Gentleman des viktorianischen Ideals ist der Gipfel der menschlichen Zivilisation, und alles andere trägt die Saat der Korruption in sich. Über diese generelle Botschaft und die Frage, wie weit H.P. dies als Horrormechanismus verwendet hat, oder es tatsächlich so gesehen hat, lässt sich trefflich streiten. Es gibt sicher Anzeichen dafür, dass er diese Geschichte ambivalenter als seine Protagonisten gesehen hat: In diversen Geschichten kommt objektiv betrachtet zum Ausdruck, dass der viktorianische Gentleman einfach ein Vollidiot ist. Ein Beispiel wären diverse Geschichten, in denen ein von einem Indianerstamm gebanntes uraltes Grauen von irgendeinem Gentle-Vollpfosten befreit wird, und bei der man als neutraler Beobachter zu dem Schluss kommen muss, dass die amerikanischen Ureinwohner sehr wohl das Wissen und die Menschlichkeit verbinden konnten. Es gäbe auch noch andere Beispiele. Und Gegenbeispiel. Wie gesagt, trefflich streiten.
In diesem Zusammenhang verweise ich mal auf http://en.wikipedia.org/wiki/H._P._Lovecraft:_Against_the_World,_Against_Life
Sicher nicht das letzte Wort, aber eine durchaus scharfsichtige Analyse.
Nun ist es aber so, dass cthulhueske Rollenspiele grade diese Frage einer Transformation nicht oder nur sehr begrenzt (nur in einem negativen Kontext) ausspielbar machen. Das hängt mit der Unzweideutigkeit des Stabilitätsmechanismus zusammen: Wer genug Wissen über den Mythos ansammelt, wird AUTOMATISCH zum unspielbaren Verrückten. Solange ein Spiel diesen Mechanismus beinhaltet, muss eine Diskussion transhumanistischer Möglichkeiten notwendigerweise immer negativ ausfallen.
Der Räuber Plotzenhotz:
Sehr schöne Zusammenfassung zum Thema Transhumanimus. :d
Viele Cthulhu-Spieler, die ich kenne, würden ein Aufweichen des unzweideutigen Stabilitätsmechanismus' eher ablehnen, weil ihnen dabei ein Teil des Bedrohungsszenarios flöten geht. Aber es wäre sicher lohnenswert, mal über Alternativen nachzudenken, finde ich.
GustavGuns:
Ohne zuviel verraten zu wollen: wenn du interessiert an einer anderen und originellen Interpretation des Thema geistige Stabilität, Wahnsinn und Transhumanismus bist, wirf' einen Blick auf das System "Unknown Armies".
Wellentänzer:
Das war ein schöner, kenntnisreicher Ausflug, Gustav. Danke dafür.
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