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[Ernst gemeinte Frage] Führt Pathfinder zum Munchkin-Gaming?

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BobMorane:

--- Zitat von: Slayn am  6.02.2014 | 14:06 ---Du kommst immer wieder in die gleiche Situation: Entweder bestimmen die Caster den Rast-Zyklus und haben immer zwischen 70 und 100% ihrer Zauber, dann hilft auch kein Upgrade der Feats, kein verdoppeln und verdreifachen, oder du nimmst den castern ihre Planungssicherheit und schaust zu was geschieht, wenn sie unter unsicheren Umständen mit ihren Ressourcen haushalten müssen.

--- Ende Zitat ---

Und ich dachte immer das Abenteuer bestimmt den Rastzyklus. :) Gut es geht ja auch anders:
Zauberer hat seine Sprüche raus wie sonst was.
Zauberer: "Wir rasten jetzt!"
Gruppe:" Nein, wir sind mitten im Verlies wir können nicht rasten."
Zauberer:" Ich habe keine Sprüche mehr, wir rasten." Rollt seine Decke aus.
Gruppe: "Mach mal."
Den Zauberer sah man das letzte mal in einen Orkkochtopf.  ;D

Arldwulf:
Schön wäre es. Doch da die Gruppe auf eben jenen Zauberer angewiesen ist bleibt es am Ende doch eher dabei dass alle Rasten.

Von der Kleinigkeit mal abgesehen dass es ungefähr genauso häufig vorkommen kann dass der Kämpfer meint: "mhh...nur noch ein Drittel HP. Hat noch wer Heilung? Vorher geht es nicht weiter..."

Aber das Hauptproblem ist: Wenn die Abenteuer den Rastzyklus tatsächlich steuern sollen, und gleichzeitig dieser so angelegt werden soll dass er für Balance sorgt so schränkt dies die Art der Abenteuer sehr ein. Sprich: Selbst wenn es nicht so wäre dass die Gruppe früher rastet - am Ende verliert man etwas dadurch. Es ist die unvermeidliche Folge der verschiedenen Charakterressourcen.

Luxferre:
Hier wird doch gerade ein absolut diskussionswürdiges Thema angesprochen.

Das System geht von 4-5 Encountern pro Tag aus. So sind die Ressourcen der Charakterklassen (inklusive Verbauchsgegenständen und Co) berechnet.
Ob das innerweltlich plausibel ist, ist doch eine ganz andere Frage. Ich finde dieses Ausrotzen von Monstern bestenfalls peinlich. Die Spannung geht flöten, der letzte Grad an Realitätsbezug geht gleich mit. Denn wenn Abenteurer jeden tag potentielle (Monster-)Gegner treffen, dann wäre wohl jeder Bauer Stufe 5-7. Inklusive magischem Schwert.
Das wäre dann plausibel, aber scheiße.

Ergo bleibt nur der Schluss, dass das Ressourcenmanagement bei DnD für selbstzaubernde Charaktere einfach mehr Spielraum lässt und diese genau deshalb mächtiger macht, als die schnödenen Mundanklassen. Super das  :d

Arldwulf:
Es geht ja auch nicht nur um Themen wie die Anzahl Zauber pro Tag. Auch Regeln wie die zur Erstellung von magischen Gegenständen sind darauf abzielend.

Um ein Beispiel zu nennen: Da Pathfinder RPG keine Erfahrungspunkte Kosten mehr für die Erstellung von magischen Gegenständen kennt ist es für einen Magier auch leicht sich mit Schriftrollen oder Zauberstäben mit Ladungen von Zaubern auszustatten und so einfach seine Anzahl Zauber zu erhöhen.

Das geht sogar während man Abenteuer besteht, aber natürlich nochmal etwas besser wenn man als SL auf die Idee kommt zu sagen: Ja klar gibt es Phasen in denen ihr eure 4 Kämpfe am Tag habt, aber dafür auch mal 4 Wochen in denen wenig los ist....

Letztlich ist es leicht ausnutzbar für Magiewirker wenn der Spielleiter oder das Abenteuer keine hohe Anzahl Kämpfe vorsieht. Und selbst dann ist oft fraglich ob die Rechnung aufgeht und sich die beiden Ressourcenverbrauchslinien je treffen.

Feuersänger:
Nichtsdestotrotz hat man eben genau nicht "jeden Tag" 4 Encounter. Und jeder Bauer erst recht nicht. Das ist so ein bescheuerter Strohmann, eigentlich ärgere ich mich gerade über mich selbst dass ich überhaupt antworte, weil du es selber garantiert besser weisst.

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