Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[Ernst gemeinte Frage] Führt Pathfinder zum Munchkin-Gaming?
Slayn:
--- Zitat von: Luxferre am 7.02.2014 | 08:02 ---Meinst Du nicht, dass diese Aussage Hand-in-Hand mit meiner (zugegebenermaßen etwas reißerisch-übertriebenen) Aussage von vorgestern geht?
Du sagst stetig, dass das Encounterdesign bei PF eingehalten werden muss/soll, damit das gesamte Regelkonstrukt nicht auseinanderbricht.
Jetzt schau Dir doch mal diverse Abenteuerpfade an. Unter Piraten geht nicht von einem Ressourcenverbrauch von 4-5 Enc/Tag aus. Das würde bei einer solchen Kampagne auch gar nicht funktionieren. Hier haben wir also große Vorteile der Fullcaster gegenüber den Mundanklassen. Genau das, was wir beide immer kritisiert haben. Denn ein Kämpfer wird im mittleren und hohen Stufenbereich erst nach hinten heraus interessant, wenn die magischen Ressourcen langsam zur Neige gehen (remind!).
Meine Kernaussage letztens war, dass eine plausiblere Kampfmenge pro Abenteu(r)ertag (nämlich < 4-5 Kämpfe) zu diesem eklatanten Bruch der Klassen führt. Den blöden Bauern jetzt mal außen vor gelassen ...
An sich hätte ich erwartet, dass dieser Fakt als gesetzt gilt. Zumindest waren wir uns früher im Gate darüber einig ;)
--- Ende Zitat ---
Du, an meiner Einstellung zu Balance über Anzahl der Encounter und Ressourcenverbrauch hat sich nichts geändert. Ich bin nur mittlerweile mehr denn je davon überzeugt, dass der Faktor "Ungewissheit" bei der Anzahl der Encounter bis zur Rast wichtiger ist denn je, denn der von dir genannte Zustand, das Mundände Klassen nur dann glänzen können wenn die magischen Ressourcen verbraucht sind, muss gar nicht erst aufkommen.
Ich schweife mal eben ab: Es sollte ja klar sein für wie wichtig ich aktives Gruppenspiel mit gemeinsamer Planung und der Suche nach Synergien halte. Nur sollte ja auch bekannt sein, wie sehr sich beim Erreichen bestimmter Schlüsselfähigkeiten die Dynamik innerhalb der Gruppe ändert und das Gruppenspiel neu ausgerichtet werden muss.
Daher finde ich es vollkommen interessant, dass gerade bei APs innerhalb einer Level Range Bracket (1-4, 5-7, etc.) ungefähr genau zu der Zeit, in der sich die Gruppendynamik einpendelt erst mal in den Noob-Modus geht, nur um danach in den Pro-Modus zu wechseln.
Vgl. mal bei Unter Piraten 1 - Übergang Zeit auf dem Schiff, dann die Insel.
Jade Regent 1 ist noch krasser: Erst mal locker Sandboxy 10 Encounter nebst einer sicheren Stelle, danach knapp 20 Encounter im Dungeon, mit der potentiellen Hilfe von 2 NSC.
Die Frage ist halt ganz akut, woran macht man die "Plausible Kampfmenge" fest? Ich, für mich, habe mich gerade bei PF absolut von der "Innerweltlichen Logik" freigemacht, finde es aber nett dass man zumindest versucht den Anschein zu wahren (Abgelegene Orte, Dungeons, etc.)
Das ist, u.A. mittlerweile einer der gründe warum ich Kampagnen Settings/Welten mittlerweile gar nicht mehr ausstehen kann. Wie Oben mit Arldwulf angerissen, verleiten diese dazu vom rein Herausforderungsorintierten Spiel (AP, Mega-Dungeon) einer Herleitung zu einem mehr Realistischen Spiel zu machen, was einfach immer zu Konflikten führt.
Arldwulf:
--- Zitat von: Slayn am 7.02.2014 | 09:29 ---Das ist, u.A. mittlerweile einer der gründe warum ich Kampagnen Settings/Welten mittlerweile gar nicht mehr ausstehen kann. Wie Oben mit Arldwulf angerissen, verleiten diese dazu vom rein Herausforderungsorintierten Spiel (AP, Mega-Dungeon) einer Herleitung zu einem mehr Realistischen Spiel zu machen, was einfach immer zu Konflikten führt.
--- Ende Zitat ---
Aber empfindest du dies nicht als einschränkend?
Irgendwie fühlt es sich wie ein völlig unnötiger Effekt an, denn wie oben schon gesagt: Eigentlich gewinnt man ja nichts dadurch. Tatsächlich ließe sich auch der Herausforderungsorientierte Ansatz natürlich mit besserem Balancing einfacher verfolgen. Und der Settingansatz mit konsistenter Spielwelt eben sowieso.
Ich tue mir dort immer schwer zu verstehen warum man so etwas eigentlich wollen sollte, was man (außer der offensichtlichen Arbeitsersparniss für die Spieldesigner) davon als positiven Effekt erhofft.
BobMorane:
Ach was bin ich froh, dass ich anscheinend ein anderes Spiel spiele. :)
Ich spiele 3.x/PF seit es raus ist. Zugegeben das höchste was ich je gespielt habe ist Lv 13 und da waren die Caster Lv 11.
Übermächtige Caster .... kenn ich nicht.
Caster die länger können wie mundane ... nie gesehen.
Helden die mitten im Abenteuer Pause machen ... NÖHH, würde ihnen auch nicht gut bekommen.
Vielleicht hängt es damit zusammen das bei uns das Magic Item Niveau niedriger ist und wir ohne kaufen spielen.
Feuersänger:
Uff, der Thread geht mir grad etwas zu schnell, aber u.a. würde mich interessieren, wie Slayn zu der Vorstellung kommt, PB20 statt 15 würde die Leistungsfähigkeit der SCs verdoppeln. oO
Das ist ein +1 mod auf ein Hauptattribut ~oder~ die Vermeidung von Dumpstats.
La Cipolla:
@BobMorane: Das sind einfach verschiedene Spielstile. Mir geht's ja genau so wie dir, weshalb ich auch ungefähr so vor dem Thread sitze ...
Jedem das Seine.
Aber vielleicht sollte es warnende Tags für solche Threads geben, damit Leute wie wir nicht hochgradig verwirrt sind. :D
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