Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[Ernst gemeinte Frage] Führt Pathfinder zum Munchkin-Gaming?
Talim:
--- Zitat von: Nachtfrost am 29.01.2014 | 12:15 ---Bei Pathfinder ist das System eben nicht so konzipiert, dass die Charaktere den ach so tollen NPCs zusehen, wie sie den Tag retten und überhaupt die Welt moven und shaken ~;D
--- Ende Zitat ---
Das hat wohl weniger mit den Regeln, als mit der Kampagne zu tun.
Bei Pathfinder können die SC die letzten Würste oder die größten Helden der Welt sein, so wie der SL die Welt erschafft.
Dasselbe gilt für jedes andere Regelsystem.
Feuersänger:
--- Zitat von: Talim am 29.01.2014 | 21:20 ---Das hat wohl weniger mit den Regeln, als mit der Kampagne zu tun.
--- Ende Zitat ---
Ja, weitgehend. Die Regeln können da sehr wohl eine Rolle spielen, vor allem dann, wenn sie für NSCs nicht gelten. Bei dem Spruch von Nachtfrost denke sicher nicht nur ich spontan "DSA". Da ist es unterm Strich wurscht, ob im _Regel_buch sowas steht wie "dieser Zauber sollte NSCs vorbehalten bleiben" und "als MEISTER dürfen Sie sich über Einschränkung XY hinwegsetzen", oder ob ein Printabenteuer vorgibt "An dieser Stelle reitet NSC Übermann auf seinem eigenen Furz durch die Lüfte" oder "Egal was die <fingerquote>Helden</fingerquote> tun, sie können XYZ nicht aufhalten."
Slayn:
--- Zitat von: Feuersänger am 29.01.2014 | 21:18 ---Egal, nochmal zurück zum Hauptthema:
Wenn ich mir Archos Beschwerden so durchlese, scheint mir da auch das Kernproblem ein völlig unterschiedlicher Erwartungshorizont zu sein im Vergleich zu dem, was PF bietet und unterstützt. Für "Ein Schuster und ein Schneider und auch ein Stadtratsschreiber gehen auf die Walze" ist es halt schlicht das falsche System.
--- Ende Zitat ---
Das war das Thema, das weiter Oben schon mit "Richtige Helden" angeschnitten wurde.
Du erinnerst dich, als wir über einen möglichen Charakter für dich bei Kingmaker gesprochen haben, das die Campaign-Traits, über die wir uns da unterhalten hatten, alle einen "Könner"-Hintergrund hatten? Erfahrener Duelant, gefallener Adliger, befehlsgewohnter Kommandant, das sind alles keine Noobs mehr (Ich erwähne das mehr für die Allgemeinheit hier)
--- Zitat von: Feuersänger am 29.01.2014 | 21:04 ---Wie gesagt, ich habs nicht nachgerechnet, aber laut mittlerer Advancement-Tabelle braucht man doch deutlich mehr XP zum aufsteigen? Und die Gegner sind im zugeordneten CR eher gesunken, aber das wird nicht kriegsentscheidend sein. Man behalte aber im Hinterkopf, dass PF-Gegner deutlich mehr HP haben als ihre 3.5-Vorbilder.
--- Ende Zitat ---
Ah, Denkfehler. PF hat ja die alte Berechnungstabelle rausgeworfen und die Gegner liefern ihre EXP selbst mit. In beiden Fällen, also dem starken Einzelgegner und die Horde an Mini Gegnern gibt es mehr EXP als bei der alten Tabelle. (Sofern man zu viert spielt natürlich) Das bleibt auf ca. dem gleichen Niveau.
--- Zitat von: Nachtfrost am 29.01.2014 | 21:01 ---Wir spielen in unserer Gruppe deutlich länger an so einem Band und das bei 2- wöchentlichen Sitzungen. Innerhalb eines Jahres auf Lvl 7-8 zu kommen ist da durchaus in Ordnung.
--- Ende Zitat ---
Wie man in der Curse Diskussion sehen kann, streckst du die einzelnen Szenen auch viel mehr raus. Das ist nicht wertend gemeint, muss aber bei so etwas bedacht werden, gerade wenn System-fremde Leute hier mitlesen.
--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am 29.01.2014 | 21:10 ---Auch das ist in Gewissem Maße ein Vorrausplanung.
--- Ende Zitat ---
Nope. Das ist einfach System Mastery, der Teil an dem man bestimmte Erwartungshaltungen per Regeln sofort darstellen kann. Für beides, sowohl flüssiges d20 spielen als auch Powergaming/Optimieren ist das einfach mal eine Kernfähigkeit, die man besitzen sollte.
Es macht schon einen Unterschied, wenn man mit Leuten zusammen spielt, die ihr Material einfach kennen und zu nutzen wissen, dann gehen vor allem Dinge wie Kämpfe mal flott über die Bühne.
Talasha:
--- Zitat von: Teylen am 29.01.2014 | 21:17 ---Ich halte den Unterschied für weniger gravierend. Zumal man bei V:tM bereits von Start an auf unterschiedliche Sachen einen Wert legen kann und sich damit einen formidablen Vorteil verschafft.
Es ist meines Erachtens kein Zufall das aus der Storyteller-Ecke erst das harte Geschimpfe hinsichtlich von Powergamern [im negativen Sinn] aufkam, noch das Munchkin Bites bereits 2004 erschien und ein Erweiterungspack hat. Wohingegen PFRPG wesentlich später sein fett weg bekam.
--- Ende Zitat ---
Ach, da man PF als dessen Auswuchs über die D&D Sets schon unter Beschuss hatte.
Ein Dämon auf Abwegen:
--- Zitat ---Nope. Das ist einfach System Mastery, der Teil an dem man bestimmte Erwartungshaltungen per Regeln sofort darstellen kann.
--- Ende Zitat ---
Auch die fällt nicht vom Himmel. Wenn du die nicht hast sondern einfach ungeplant darauf losbaust kommt dann halt unter Umständen sowas wie die Iconics dabei raus.
--- Zitat ---Die gibt es auch bei V:tM. Neben den überpowerten Kombis aus den GRW können sich Spieler munter bei diversen Büchern bedienen.
Zum Großteil ohne das einem der Spielleiter später größere Scherereien macht. Wer sich so etwas wie Mentor antut ist selber doch Schuld.
--- Ende Zitat ---
Und wo lernst du die Kräfte? Bei Pathfinder kriegst du Feats und Zauber Einfach beim hochleveln übernacht dazu. Als Vampier brauchst du für alle Kräfte (außer Körperlichen Disszis und Clandisszis) mWn nen Lehrmeister oder im Fall von Ritualen ein Buch o.ä. , Ok Kombisdiszis und Rituale kann man auch selbst entwickeln, aber das braucht Ingame einfach ewig. Und die XP Kosten der Höher leveligen Kräfte Sind auch nicht ganz ohne wenn man die knauserige XP-Vergabe bedenkt.
--- Zitat ---Ich halte den Unterschied für weniger gravierend. Zumal man bei V:tM bereits von Start an auf unterschiedliche Sachen einen Wert legen kann und sich damit einen formidablen Vorteil verschafft.
Es ist meines Erachtens kein Zufall das aus der Storyteller-Ecke erst das harte Geschimpfe hinsichtlich von Powergamern [im negativen Sinn] aufkam,
--- Ende Zitat ---
Ja die Regeln sind Lausig und es gibt Unbalancierte Optionen, aber dank der Pet-NSCs an die man mit noch soviel PG nicht ran kommt macht es keinen Spaß.
--- Zitat --- noch das Munchkin Bites bereits 2004 erschien und ein Erweiterungspack hat. Wohingegen PFRPG wesentlich später sein fett weg bekam.
--- Ende Zitat ---
Dir ist schon klar das das Standart Munchkin im wesentlichen eine DnD-Parodie ist und PFRPG im Wesentlichen auch nur ein modifiziertes DnD 3.5?
--- Zitat ---Hinsichtlich der Auseinandersetzung mit dem Regelwerk bietet das VtM GRW iirc auf knapp 1/4 der Seiten coole Kräfte, auf etwa einem halben Dutzend Seiten Vorteile und Nachteile. Daneben gab es mit nahezu jedem Erweiterungsband mehr coole Kräfte, Kombinationskräfte und weitere Vorteile und Nachteile. Wenn man sich nicht gleich 70+ Seiten magische Pfade und Rituale gönnte.
--- Ende Zitat ---
Guck dir einfach mal auf d20pfsrd wieviele Zauber, Feats, Traits du bei Pathfinder zur Auswahl hast, das dürfte deutlich mehr sein.
--- Zitat ---Daneben kennt V:tM durchaus Herausforderungen
[...]
Wo man sich dann auch als SL bzw, Mitspieler nicht um sinnvolle Absprachen bezüglich Regeln die nicht unbedingt hilfreich detailliert sind (Präsenz. Stufe 1, 3, 5 voraus) drücken kann oder einen Kampf handwedeln.
--- Ende Zitat ---
Wenn man Handwedeln muss eigenet es sich nicht zum herausforderungsorientierten Spiel.
--- Zitat --- Der Kampf kann Spaß machen und wird gespielt
--- Ende Zitat ---
Durch die Tonnen von Würfeln ist er einfach nur Furchtbar undynamisch. Sorry aber bei andere Systemen spiel ich mit Freuden Stundenlange Kämpfe. Bei Vampire ist reichts mir spätestens nach einer Viertelstunde.
Sorry für das offtopic.
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