Pen & Paper - Spielsysteme > D&D4E
Was ist bei 4E falsch gelaufen...
Arldwulf:
Ist irgendwo auch eine Frage der Vorbereitung.
Die meisten der Boni / Mali sind ja nix neues und existieren auch in 3.5 bzw. Pathfinder. Manche wurden auch deutlich vereinfacht, weil es z.B. keine klassenspezifische Progression für Angriffs und Rettungswürfe mehr gibt.
Hat man die Basiswerte erst einmal auf dem Charakterblatt aufgeschrieben ist der Rest üblicherweise nur ein "ok, da hast du mal +2 auf deinen Angriffswurf" oder etwas vergleichbares. Und Multiplikation gibt es imho gar nicht, oder wenn dann wohl nur in Ausnahmefällen.
Aber die Spieler welche auch nach Jahren nicht wissen wie ihre Angriffe berechnet werden gibt's leider überall. Sowas hatten wir in unserer AD&D Runde auch mal...es zieht sich alles wie Kaugummi dadurch. Insofern volles Verständniss, auch wenn das mit etwas Vorbereitung natürlich nicht passieren muss.
Crimson King:
--- Zitat von: Abaton23 am 5.06.2014 | 09:48 ---Wir spielten 4E insgesamt in 2 Kampagnen, die große lief 2 Jahre lang. Was mir extrem auffiel: Fast alle Powers der Stufenanstiege kamen als Modifikatoren von Spielwerten daher. Das mag bei einem automatisierten Computerspiel funktionieren, aber das von Hand am Tisch berechnen, ist sehr kompliziert.
Charaktere waren ab Stufe 5 so komplex, dass sie Neulinge nicht mehr berechnen konnten. Ab Stufe 7-8 stapelten Angriffe enorm viele Modifikatoren, welche man nicht durch Addition berechnen konnte. Da wurde multipliziert, davon addiert, davon subtrahiert, mit Gegnerwerten verrechnet.... -und das alles sowohl im Angriff, Abwehr und Schaden. Irgendwann schafften 80% der Spieler es nicht mehr, ihre Powers zu berechnen. Somit wurde der SL drum gebeten. Der war natürlich noch mehr überfordert. Manche Spieler mussten bei ihrer Mathematik ständig den Tischnachbar konsultieren. Kämpfe wurden langwierig und so zäh, als versuche ein Maikäfer in Marmelade zu schwimmen.
Nach 2 Jahren warf der SL trotz laufender und spannender Kampagne das Handtuch und die Stammtruppe machte einen Systemwechsel.
--- Ende Zitat ---
Keine Ahnung, welches System ihr gespielt habt, aber DnD 4E war es nach der Beschreibung nicht. Da reichen Addition und Subtraktion vollkommen aus, wobei das Problem, die Übersicht bei den situativen Modifikatoren nicht zu verlieren, durchaus real ist. Das ist aber letzten Endes beherrschbar.
Ohne Softwareunterstützung beim Charakterbau sollte man aber weder die 4E noch die Vorgängerversion und dessen Ableger anfassen.
kalgani:
@6: Hätte ich aber auch.
Dann sind wir uns zumindest einig das die Chars zu kompliziert sind. :'(
Situative Buffs in Kämpfen finde ich bei der 4E teilweise auch kompliziert (till the end of your next turn). Da wären (till the end of the encounter) einfacher gewesen.
Aber dort ist die 3E und davor mit den (Runden/Minuten/Stunden)/Level sicherlich noch aufwändiger zu verwalten.
Crimson King:
Die Dauer zu kontrollieren ist eine Sache. Zu checken, welche Boni kumulativ und welche exklusiv sind (speziell bei Power Boni muss man da drauf achten), welche nur in bestimmten Situationen ziehen (nur Melee, nicht Close, nur bei Hit, nur bei Damage Roll etc.), finde ich nerviger.
kalgani:
also brauchen wir doch noch streamlined D&D 8)
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