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Was ist bei 4E falsch gelaufen...

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Wormys_Queue:

--- Zitat von: 6 am  5.06.2014 | 19:23 --- Skillchallenges müssen eben nicht großartig vorher ausgearbeitet werden, sondern sind eigentlich ein gutes Mittel um eben kurzfristig Lösungen zu improvisieren.
--- Ende Zitat ---

Naja, Lösungen improvisieren kann ich aber genausogut (und mindestens genau so schnell) mit den Mitteln der Vorgängereditionen. Ist ja nicht so, als hätte es vorher nie Situationen gegeben, die man unter dem Einsatz mehrerer fertigkeiten lösen konnte oder musste.

Ich seh das durchaus parallel zu Kampfbegegnungen. Die kann ich auch improvisieren, wenn es aber wirklich erinnerungswert werden soll, bin ich gut beraten, im Vorfeld die nötige Zeit zu investieren, um das Ding auf Hochglanz zu polieren. Alles andere ist zwar gut für den Spielfluss, aber nur selten gut für die Story

Das heisst: unter dem von dir genannten Aspekt kann ich durchaus erkennen, warum die Beschreibung des Mechanismus im GRW für die Neulinge sinnvoll sein kann. Da hat man dann wenigstens schon mal eine Ahnung, was man machen kann. Nur, und da sind wir dann wieder bei meiner eigentlichen Kritik, wenn es darum geht, wie man den Mechanismus nutzt, um daraus vernünftiges Rollenspiel zu generieren, liefert das GRW so gut wie nix.

Arldwulf:
Das "so selten ist das gar nicht" bezog sich auf deinen Kommentar: Ausnahmsweise stimmt mir sogar Arld zu (oder so ähnlich).

Was die Skillchallenges angeht: erstens waren die Artikel der genannten Reihe dazu nicht das erste was dazu erschien, und zweitens muss man da wohl auch einfach eine Lanze für Neuspieler brechen. Ich hab sehr viele gute Skillchallenges gesehen, auch von Leuten die den Dungeonmasterguide erst kurz zuvor sahen.

Klar geht es mit mehr Erfahrung besser, aber man muss auch nicht so tun als ob ein Neuling so gar nix auf die Reihe bekommt.

Und auf das Spielleiterhandbuch lass ich eigentlich wenig kommen, die Tips darin sind definitiv hilfreich und selbst für die Seitenzähler gilt: Nimmt man alles zusammen was dort über die Ausgestaltung von NSC, Nichtkampfbegegnungen, Kampagnengestaltung und Quests oder die Wichtigkeit Ausgewogene Abenteuer zu erschaffen steht kommt man auf eine recht stattliche Seitenzahl.

Mehr geht immer, und in der Folge wurde ja auch mehr dazu veröffentlicht. Aber allein wenn man sich an diese Dinge hält ist schonmal eine wichtige Basis geschaffen.. Und denke ich zurück dann hatte ich einfach viele...selbst erfahrene....Spielleiter die nicht mal so weit kamen. Hey, sogar hier im Forum finden sich immer wieder Threads bei welchen man etwas daraus verwenden konnte als Lösungsvorschlag. Gerade beim Spielerhandbuch hat man einfach eine der sinnvollsten Entscheidungen getroffen als die magischen Gegenstände herausflogen, und mit Ihnen die Prestigeklassen. Viel mehr Platz für Spielleitertips.

6:

--- Zitat von: Wormys_Queue am  5.06.2014 | 19:37 ---Naja, Lösungen improvisieren kann ich aber genausogut (und mindestens genau so schnell) mit den Mitteln der Vorgängereditionen. Ist ja nicht so, als hätte es vorher nie Situationen gegeben, die man unter dem Einsatz mehrerer fertigkeiten lösen konnte oder musste.

--- Ende Zitat ---
Okay. Deine Gruppe steht vor einem Haus und einer Deiner Spieler will die Wand hochklettern. Ich will von Dir einen DC ohne dass Du ins Regelwerk oder auf die Charakterbögen schaust.
3.X: Well... gute Frage...
4E: Wand hochklettern ist für die Gruppe schwer. Also schwerer DC.
Das Beispiel können wir gerne auf eine komplette Skillchallenge hochskallieren, aber ich denke Du verstehst worauf ich hinaus will und wieso ich glaube, dass die Skillchallenge ein hervorragendes Werkzeug für komplexere Aufgabenstellungen ist.

--- Zitat ---Ich seh das durchaus parallel zu Kampfbegegnungen. Die kann ich auch improvisieren, wenn es aber wirklich erinnerungswert werden soll, bin ich gut beraten, im Vorfeld die nötige Zeit zu investieren, um das Ding auf Hochglanz zu polieren.

--- Ende Zitat ---
Ganz ehrlich. Die Kampfbegegnung, von der mir meine Gruppe am meisten erzählt hat, war eine komplett improvisierte Skillchallenge zur Zerstörung einer kompletten Festung. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es wirklich versuchen werden.

--- Zitat ---Alles andere ist zwar gut für den Spielfluss, aber nur selten gut für die Story

--- Ende Zitat ---
selten gut für Deine vorbereitete Story. Aber da sind wir dann bei einem komplett anderen Thema (vorbereitete Geschichte gegenüber vorbereitetes Setting).

Wormys_Queue:

--- Zitat von: 6 am  5.06.2014 | 20:12 ---selten gut für Deine vorbereitete Story.
--- Ende Zitat ---

Da interpretierst du zu viel rein. Ich bereite keine Storys vor, sonst könnte ich ja auch einfach ein Buch schreiben. Ich habe allerdings bisher auch nur selten erlebt, dass Improvisation ganz allgemein gut für die Qualität der Story war. Und da Rollenspiel für mich so etwa wie kollaboratives Geschichtenerzählen bedeutet, bewege ich mich da durchaus in einem gewissen Spannungsfeld.

Das heisst nicht, dass ich nicht improvisiere, aber zum improvisieren brauche ich keinen Regelmechanismus.

Was ein schwerer DC in der 4E ist, kann ich dir übrigens auch nicht sagen, ohne ins Buch zu schauen. Der Unterschied ist, dass ich in der 3E nur den Charakterbogen brauche (bzw. die Auskunft vom Spieler), wenn ichs nicht selber in meinen Unterlagen oder im Kopf stehen hab) und es dann schnell ausrechnen kann.

Eigentlich brauch ich nicht mal dass, sondern nur den Level der SC.

Sashael:

--- Zitat von: Wormys_Queue am  5.06.2014 | 20:37 ---Eigentlich brauch ich nicht mal dass, sondern nur den Level der SC.

--- Ende Zitat ---
Der in der 3er Version ziemlich schnell so überhaupt gar keinen Hinweis mehr darauf liefert, ob der gesetzte DC für den Charakter zu leicht, genau richtig oder vollkommen unmöglich ist.  wtf?

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