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Corporia RPG

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Teylen:
Habe den Kickstarter damals gesehen, mich aber entschieden nicht mitzumachen, weil mich der Pitch "Arthus Legende / Ritter in der Moderne" nicht so richtig packen wollte.

Shadom:
Mein vorläufiges Endurteil... nette Idee. Packt mich nicht.

Das Regelsystem wirkt okay recht traditionell. Es scheint recht viel um Ermittlungen und Kampf zu gehen. Insgesamt wirkt der Aufbau gleichzeitig etwas traditionell (was für mich meist langweilig bedeutet aber für euch nicht zwingend) und verkopft.

Die Beispielabenteuer haben mir recht klar gezeigt, dass das ganze für mich uninteressant ist. Schade.

Könnte mir aber durchaus vorstellen die Grundidee wieder aufzugreifen.
Merlin&co als KI, die die wiedergeborenen Ritter als Abteilungsleiter und Abenteurer in Personalunion beraten. Das klingt doch cool. Gruppenregeln für das lenken der Firma und das beeinflussen der Stadt. Persönliche Abenteuer um die handfesteren Sachen anzupacken. Das gewürzt mit der frei interpretierten Arthussage. Warum also so umständlich?

Ludovico:
Kann jenand mehr ueber das System erzaehlen wie Grundmechanik, Besonderheiten, Staerken und Schwaechen, Designziel (realistisch vs. cinematisch,...)?

Shadom:
So genau habe ich es nicht durchgearbeitet, aber mal so was mir noch so schnell einfällt:

Attribut (1-6) + Fertigkeit (0-6) + Flux Dice.

Flux Dice ist deren Abkürzung für: Würfel 2W6 und behalte nur den besseren.

Dann gibts auch noch Flux Points, die Standard Gummiepunkte sind. Also keine Erzählrechte sondern nur Probenverbesserung.
Man kriegt Flux Points einmal als Fanmail vom GM (für coole Aktionen) aber vor allem dafür Nachteile in Kauf zu nehmen um den Charakter passend zu spielen (z.B. mein Charakter ist ungestüm und wenn ich einfach auf den Gegner losstürme statt mich vorbereiten kriege ich einen Flux Point). Wie mein Charakter ist wird durch eine handvoll traits festgelegt, die den Charakter grob beschreiben und auch Anreiz für den SL sein sollen was im Spiel vorkommt. Wenn ich Flux Punkte passend zu traits ausgebe ist das auch besser (siehe Building points)  Ein bißchen wie Aspekte halt.

Wenn TRaits in Spiel kommen wird der "Umsatz" von Flux Points mitgezält. Also für jeden Punkt der entweder ausgegeben wird oder bekommen wird gibt es einen Building Point. Das scheinen mehr oder minder die XP zu sein. Wer also nach seinen Traits spielt wird schneller besser.

Es gibt eine recht ausladende Vorteilsliste (hier kommen auch die ganzen magischen Sachen rein), die nicht mit Nachteilen sondern eben mit den Building Points bezahlt wird.

Der Kampf ist traditionell Initiative, Runden und festgelegte Aktionen. Alles wie gehabt. Hier gibt es nichts zu sehen... einfach weitergehen.

Die Ausrüstungsliste ist recht groß. Brauche ich alles eigentlich nicht. Erinnert mich ein bißchen an Shadowrun ohne das extra Austrüstungsbuch. Also schon eine Menge Sachen, aber eben nicht jede einzelne Waffe mit eigenen Werten. Dafür kannst du mit Zusätzen wie "mehr Munition" die Waffen etwas diversifizieren. Für mich schon vieeel zu viel, aber viele mögen sowas ja.

Insgesamt ist das System merkbar simulativ angelegt mit Regeln für allerlei Sachen. Dabei verliert es sich auf den ersten Blick zwar nicht in sinnlosen Details, aber es ist bis auf die traits und die Building points imho nicht sehr narrativ. Über Cineastisch lässt sich vielleicht reden. Immerhin gibt es Fanmail für coole Aktionen , aber der Kern ist klar eher auf realistische Simulation gelegt. Wie gesagt nicht übertriebene 80er Jahre es gibt für alles Regeln Simulation, sondern moderne hier hast du einige wichtige Regeln und ein paar Ansätze wie du das auch in anderen Situationen angehen kannst, aber eben schon klar simulativ.
Summa Summarum also simulativ traditionell mit ein paar cineastischen und narrativen Versatzstücken. Sieht für mich spielbar aus, aber reizt mich überhaupt nicht.

Waldviech:
Nach einem gewissen Reinblättern muss ich dem Shadom doch mal zustimmen. Die Idee, Cyberpunk und Artusepik zu verquicken ist nett und cool, aber irgendwie springt auch bei mir der Funke nicht so richtig rüber - ohne das jetzt genau spezifizieren zu können. Liegt vielleicht auch an dem recht eigenwilligen Foto-Artwork, dass sich so ein gewisses "Hmm-Gefühl" bei mir einstellte. Posen, die auf Zeichnungen cool wirken, müssen das auf Fotos nicht zwangsweilig auch tun.

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