Pen & Paper - Spielsysteme > Savage Worlds Regelsystem
SW ohne explodierende Würfel
ChaosAmSpieltisch:
--- Zitat von: Sashael am 28.04.2014 | 16:10 ---@alexandro
Okay, das LKW-Beispiel benötigt Erläuterung.
Sie mussten von dem Ding runter, komme was wolle. Der andere SC rollte sich mit einem sehr guten Wurf ab und stand wie eine Eins. Sie hatte schon zwei Wunden kassiert und durch den bisherigen Verlauf des Abenteuers in diesem Moment keine Bennies mehr. Ihr Wurf beim Abspringen war ein Snake Eyes. Damit kam Aufprallschaden zum Tragen, welcher sich aufgrund der Geschwindigkeit des LKW auf 4W6 belief. Das explodierte zu 24 vs. Robustheit 4. Ihr Wurf auf der Ausser Gefecht Tabelle ergab nach Abzug des Modifikators eine 0. Ende Gelände.
--- Ende Zitat ---
Interessanter an der Situation wäre natürlich, warum musste man runter? Weil eventuell hätte man durch bleiben ja den ein oder anderen Bennie rausholen können.
Der Rote Baron:
--- Zitat von: ChaosAmSpieltisch am 28.04.2014 | 11:44 ---Niemand hat gesagt, dass SW ungefährlich ist, UND Charaktere sterben,
aber wenn es zu einem fast-TPK in einem Pulp-Setting kommt, ist es meist ein Fehler beim Handling der Regeln, oder ein Problem im Bennie-Fluss.
--- Ende Zitat ---
Den einzigen Fehler, den ich bisher nach der Diskusion hier festgestellt habe, war, dass die Spieler gegen Vigor gegen das Shaking gewürfelt haben statt gegen Spirit. Das ist aber bei den Beispielcharakteren entweder wurscht oder sagar zu deren Vorteil.
Der Bennie-Fluss war: Sie hatten drei zu Beginn. Und brauchten diese auf. Bennies soll es doch nur geben für super aktionen, tolles Rollenspiel usw. Alle Spieler spielen seit wenigstens 15 und bis zu 30 Jahre Rollenspiel. Die Spieler sind mit dem Pul-Genre vertraut. alle haben ihren Beispielcharakter sehr gut gespielt (nach Vorteilen, ANchteilen, Charakterbeschreibung und -rolle). Aber ich gebe doch keine Bennies dafür, dass Doc Gold der Dame die Tür aufhält und Buck Savage , wiel "mean", die Leute anmotzt und wegen Blicken in der Kneipe mit den Lokalmachos anbindet. Das finde ich super, toll - aber nicht außergewöhnlich.
Dafür gibt es also auch keine Bennies extra.
Zum Kampf und hier nur das wesetliche:
1) Die Scs schlichen sich an die das Ritual ausführende Eingeborene. Eine Wache sah sie (Heimlichkeit nicht geschaft, Wachsamkeit /Notice geschafft). Die Wache sagst dem Schamane, der Schamane sendet zwei Iniokrieger aus zum nachschauen.
2) Die Indios kommen näher. Dov Gold will die nicht sofort niederballern und schießt mit seinem Todesstahl vor die Füße eines Kriegers. Der Einschüchternversuch scheiter.
3) Der Krieger schleudert seinen Speer. Der Zweite greift an.
4) Krieger 2 kämft gegen die Abenteurerin, die auf ihn angelegt hat, aber die Initiative nicht hat. Stoß, Treffer, 3 Wunden. Soak ergibt 2 Wunden.
Von da an kann ich nicht mehr im Einzelnen nachhalten, wer wann welchen Angriff startete. Die Spieler haben nur einen "Fehler" gemacht: Sie haben nicht sofort aus dem Hinterhalt das Feuer eröffnet. Warum? Weil wir Pulp gespielt haben und Helden das nicht einfach tun! Deshalb der Versuch, die Krieger einzuschüchtern. Außerdem waren da noch Nazis ganz in der Nähe, die das Ritual und somit den Kampf beobachteten (die Spieler waren ihnen gefolgt) und mit denen hätte man sich ja auch noch rumbalgen müssen.
Somit war die Überlegung "Erst mal schauen, ob man das nicht auch anders - durch Einschüchtern - regeln kann" gar nicht so dumm.
Bisher sehe ich nicht, dass ich gravierende, den TPK geradezu heraufbeschwörende Fehler gemacht hätte. Im schlimmsten Falle kämpfteh die Spieler je gegen einen Gegner. Aber die waren frisch - die spieler schon bald schwerstverletzt und dann tot.
Meine Fragen sind:
1) Werden Verlutzungsabzüge auf den Soak angrechnet (nach Regel, nicht nach Hausregel)? Sehe gerade knörzbrot weiß es.
2) Für was gebt ihr Bennies (von wegen "Benniefluss")?
3) Ist die Anzahl der Bennies im Abenteuer maximal die Startzahl (also in der Regel 3) oder kann man im Abenteuer auch mehr haben durch "Zufluss"?
Ich tu mir jetzt die Regeln mal so richtig rein. Und dann schau ich mal, was ich da hausregeln werde, damit das Spiel mir undmeiner Gruppe auch Spaß bereitet. Aber eigentlich spiele ich gerne nach Buch.
ChaosAmSpieltisch:
Nach RAW gibt es auch Bennies, wenn man durch Handicaps Nachteile hat.
Ich gebe Bennies recht freizügig, bevorzugt wenn Spieler ihre Chars selbst in die Scheiße reiten, und für eigentlich alle guten Idee, die die Spieler so haben.
Und man kann beliebig viele Bennies haben, aber guter Benniefluss bedeutet halt, dass die Spieler die reinkommenden Bennies nicht horten sondern wieder ausgeben.
In der Regel haben meine Spieler so 3 - 4 Bennies, es mag nach einzel Situationen Punkte geben, wo die Bennies auf 7 -8 steigen und mal geht es auch runter auf 1 bis 2, aber beide Situationen sind eigentlich extrema.
Sashael:
--- Zitat von: Der Rote Baron am 28.04.2014 | 17:36 ---2) Für was gebt ihr Bennies (von wegen "Benniefluss")?
3) Ist die Anzahl der Bennies im Abenteuer maximal die Startzahl (also in der Regel 3) oder kann man im Abenteuer auch mehr haben durch "Zufluss"?
--- Ende Zitat ---
Zu 3: Ja, man kann mehr haben.
Zu 2: Man muss sich daran gewöhnen, Spielern Bennies zu geben. Und zwar für fast alles, was irgendwie aus der Mittelschicht hervorsticht. Nicht unbedingt für das Türaufhalten, aber wenn sich Buck mit den Männern in der Taverne anlegt, weil "so isser halt", dann ist das einen Bennie wert.
Jedes Mal, wenn ein Handicap zum Tragen kommt: Bennie.
Jedes Mal, wenn ein Spieler mit einer coolen Aktion oder eine guten Spruch eine offene Reaktion von anderen Spieler provoziert (Lachen oder "Yeah cool!" etc): Bennie.
Wenn ein Spieler nichts falsch macht, aber trotzdem keine Bennies mehr hat und sich einfach keine Gelegenheit bietet, einen Bennie zu ergattern: Gib ihm nen Bennie pro Stunde.
Die Bennies fliegen eh schneller wieder zum Fenster raus als man "Ups! Snakeeyes!" sagen kann. Und (leider?) basiert das Würfelsystem in meinen Augen darauf, dass die Spieler Bennies zur Verfügung haben.
Just my 2 ct.
Pyromancer:
--- Zitat von: Der Rote Baron am 28.04.2014 | 17:36 ---Meine Fragen sind:
1) Werden Verlutzungsabzüge auf den Soak angrechnet (nach Regel, nicht nach Hausregel)? Sehe gerade knörzbrot weiß es.
2) Für was gebt ihr Bennies (von wegen "Benniefluss")?
3) Ist die Anzahl der Bennies im Abenteuer maximal die Startzahl (also in der Regel 3) oder kann man im Abenteuer auch mehr haben durch "Zufluss"?
--- Ende Zitat ---
2) Wenn das Ausspielen eines Handicaps dem Spieler Nachteile bringt, dann gibt's einen Bennie. Gleichfalls alles, was bei den anderen Spielern spontane emotionale Zustimmung auslöst.
Generell gibt es Standard-Bennie-Generatoren: Wer das Handicap "loyal" hat und sich nicht verpisst, wenn der Kampf schlecht läuft, sondern bei seinen Kameraden bleibt und weiterkämpft, kriegt einen Bennie.
3) Bei Bennies gibt es nach oben keine Grenze!
--- Zitat ---Ich tu mir jetzt die Regeln mal so richtig rein. Und dann schau ich mal, was ich da hausregeln werde, damit das Spiel mir undmeiner Gruppe auch Spaß bereitet. Aber eigentlich spiele ich gerne nach Buch.
--- Ende Zitat ---
Deswegen sind im Buch ja auch mehrere Möglichkeiten beschrieben, wie man die Tödlichkeit hoch- und runterregeln kann. :) An der Stelle brauchst du echt keine Angst zu haben, das ist eine der Haupt-Stellschrauben des Systems und dafür GEBAUT, dass man damit rumspielt.
Was auch noch wichtig ist: Gerade beim Einschüchtern darf und soll man Boni vergeben. Jemandem eine große Knarre vor's Gesicht zu halten gibt laut Buch schon +2 auf den Wurf; einem Wilden, der bisher noch nichts technologischeres gesehen hat als einen Speer mit einer Strahlenpistole vor die Füße zu schießen wäre bei mir wahrscheinlich +4 wert gewesen.
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