Pen & Paper - Spielsysteme > Fate
[FC] Einmal gespielt, viele Fragen
Nocturama:
--- Zitat von: Ara am 11.08.2014 | 12:09 ---@Glockenkurve: Hmm, die Idee nur dann zu würfeln, wenn sich der Spieler dafür entscheidet das Risiko in Kauf zu nehmen, ist sehr interessant und simpel. Ich befürchte allerdings, dass das auch einiges an Spannung aus den Konflikten nimmt. Man müsste wohl ausprobieren, wie es sich anfühlt - ich rede mal mit dem SL, wie er die Idee grundsätzlich findet, und ob wir mal einen Probelauf machen sollen.
Was ich allerdings auch schon überlegt hatte, war nur noch drei Würfel zu verwenden (reduziert die mögliche Wertespanne auf -3 bis +3) oder die Würfel anders zu interpretieren, z.B. nur noch 6en sind +1 und nur noch 1en sind -1, damit die hohen Veränderungen noch seltener vorkommen. Aber eventuell fällt das Gesamtergebnis 0 dann so oft, dass man sich die Würfel fast sparen kann. Hab ich noch nicht durchgerechnet, würde ich aber definitiv vorher tun.
--- Ende Zitat ---
Es gibt übrigens im Netz einige Ressourcen für Wahrscheinlichkeiten mit Fudge Dice - hier hat zum Beispiel jemand die Wahrscheinlichkeiten für 3dF ausgerechnet :)
Blechpirat im Urlaub:
--- Zitat von: Ara am 12.08.2014 | 10:52 ---Ist das von Fate mit Absicht so gewollt, dass das Stapeln von freien Nutzungen scheinbar die effektivste Taktik ist? (Sowohl für SC als auch NSC, wie mir scheint.) Und zieht ihr das in eurer Gruppe in jedem Kampf so durch?
--- Ende Zitat ---
Es ist jedenfalls gewollt, dass die Gruppe "zusammenspielt" und deshalb "Kombos" aus gestapelten Aspekten besser sind, als 3x "Ich schieße auf den Gegner". Erstens gibt es bessere Erzählungen, zweitens spannendere Kämpfe und drittens weitaus mehr Optionen, einen Kampf (nach der Story) zu gewinnen. Zudem erlaubt es den "Nichtkämpfern" durch das Erzeugen von Aspekten wirksame Kämpfer zu sein, ohne eine Waffe führen zu können. Also: Ja. Aber natürlich wird eine Gruppe von zufälligen Theaterbesuchern das nicht tun, eine Gruppe eingespielter Bodyguards hingegen schon. Da muss man auch berücksichtigen, was zur Fiktion passt.
Auribiel:
--- Zitat von: Ara am 12.08.2014 | 10:52 ---Ist das von Fate mit Absicht so gewollt, dass das Stapeln von freien Nutzungen scheinbar die effektivste Taktik ist? (Sowohl für SC als auch NSC, wie mir scheint.) Und zieht ihr das in eurer Gruppe in jedem Kampf so durch?
--- Ende Zitat ---
Gerade die regeltechnische Möglichkeit der Zusammenarbeit macht FATE für mich mit so attraktiv. Bei den anderen Spielen, die ich bisher kannte, war jeder im Kampf auch irgendwo ein Einzelkämpfer - und hatte ein Spieler einen SC, der nicht gut kämpfen konnte, langweilte er sich in den (häufig sehr langen) Kampfsequenzen. Nicht nur, dass FATE die Kämpfe sehr verkürzt, es ist auch klasse, dass die nicht so kampfstarken mittels Manöver im Kampf die anderen super unterstützen können und ggf. unverzichtbar sind, um den Gegner zu fall zu bringen. :d
Dragon:
--- Zitat --- Ist das von Fate mit Absicht so gewollt, dass das Stapeln von freien Nutzungen scheinbar die effektivste Taktik ist? (Sowohl für SC als auch NSC, wie mir scheint.) Und zieht ihr das in eurer Gruppe in jedem Kampf so durch?
--- Ende Zitat ---
Im großen und ganzen, ja.
Wie die anderen bereits gesagt haben: Immer im Rahmen der Fiktion. Die ist bei Fate (imo) deutlich schwergewichtiger als in anderen Regelsystemen. Lässt man die Fiktion außer acht, dann kann man auch bei Fate sehr schnell sehr pöse powergamen^^ denn darauf sind die Regeln nicht abgestimmt.
Ara:
Der SL hat eure Erklärungen und Vorschläge nun auch gelesen und wir werden sie beim nächsten Konflikt berücksichtigen - hoffentlich mit dem Resultat, dass die Gegner dann ihrer Rolle in der Geschichte entsprechend gefährlich werden. :)
Danke auch für den Link zu den Wahrscheinlichkeiten. Das hat mir einiges an Eigenaufwand gespart. Wird werden nun vermutlich verschiedene Würfelvarianten durchprobieren, um zu sehen, was sich für uns vom Spielgefühl her am Besten anfühlt. In Fantasy Grounds 2 (leider müssen wir meistens über Internet spielen) geht das ja ganz einfach. Ich muss nur das Skript für die Fudge-Würfel jeweils leicht verändern...
Abschließend
Ein großes Dankeschön an alle, die uns hier geholfen haben einen Einstieg in Fate zu finden! :) Wir haben nun eine gute Basis, die letzten Spielsitzungen liefen (von dem angesprochenen Konfliktproblem abgesehen) wirklich gut und die Regeln funktionieren deutlichst besser für uns als SR4/5.
Fate passt nicht perfekt auf unsere Spielpräferenzen, wie man vermutlich aus diesem Thread an verschiedenen Stellen herauslesen konnte ;), aber es hat das ganz große Problem, das wir mit SR4/5 hatten, ausräumen können: Wir sind nun in der Lage alle Actionszenen, die in unserer Kampagne vorkommen könnten, auch tatsächlich vernünftig regeltechnisch darzustellen. Auf eine Art, die leicht verständlich ist, die recht schnell geht und vor allem einen großen Teil der Geschichte erhält. Denn das war ja unsere Schwierigkeit mit SR4/5: Der SL wollte (verständlicherweise) nicht handwedeln, aber ich habe es wie die Pest gehasst, wenn die gerade spannend werdende Geschichte dann von mehreren Stunden Regelwälzen und Würfelorgie in Brettspielmanier unterbrochen wird. Dies führte dazu, dass der SL sich irgendwann gar nicht mehr getraut hat Actionszenen einzubringen. Kein wünschenswerter Zustand in Shadowrun. Daher die Suche nach einem alternativen Regelsystem und daher Fate.
Hmm, ich denke wir kommen jetzt zurecht. Sollten wir aber doch noch einmal gegen eine Wand rennen ;), melde ich mich hier (oder in einem anderen Thread) wieder.
Ara
P.S. Das heißt nicht, dass ich das Tanelorn nun wieder verlassen werde. Ich habe zwar nicht so viel Zeit zum Schreiben, wie viele andere, aber ich zähle mich trotzdem zu der hier offensichtlich sehr großzügig vertretenen "Front" ;) derjenigen, die sich für viele verschiedene Rollenspielsysteme interessieren, und diese verstehen und ausprobieren möchten. :) Zum einen, um zu sehen was in unserem Hobby alles möglich ist, und zum anderen, um Ideen für das eigene (für einen selbst dann hoffentlich "perfekte" :P) Rollenspielsystem zu sammeln, dass man irgendwann einmal entwickeln möchte.
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