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Das Lied von Eis und Feuer Rollenspiel
Memnoch:
Naja, es gibt im Grunde genommen schon einen Cap, da explizit gesagt wird, dass jede Senkung vom Spielleiter gestattet werden muss. Aber das hilft unerfahreneren Spielleitern am Ende auch nicht viel weiter. Ich hab auch auf die harte Tour als SL gelernt, höchstens eine Senkung zuzulassen und auch dann würde ich schon darauf achten, dass sich die Eigenschaft auf 1 auch für den Charakter bemerkbar macht sowie dass sich das ggf auch an manchen Stellen im Rollenspiel wiederfinden lässt.
Edit: Ups, den letzten Satz von Swafnir hab ich übersehen.
Swafnir:
Nur bei einem spieler war ich nicht dabei, als er den Char gebaut hat, aber da werd ich noch nachschauen ;).
Memnoch:
Ach ja, ich geb nochmal eine kurze Übersicht der Dorne-Runde dazu, da dort durchaus ein paar sehr interessante Konzepte dabei waren:
Haus Ravell (Dorne):
- Verwitwete Lady des Hauses (bald im Spielverlauf verschollen, als Geisel beim Erzfeind wieder aufgetaucht)
- Jugendliche Erbin des Hauses, die plötzlich die Verantwortung für das Haus übernehmen musste (ganz klar darauf ausgelegt, jeden bezaubern zu können)
- Bastardsohn der Lady, von der Familie als Familienmitglied behandelt, jedoch nicht offiziell mit Namen anerkannt; nach außen hin ein Händler, tatsächlich aber ihr persönlicher Giftmischer, Attentäter und Spion
- Bruder der Lady, mit einem Hang zum Sadismus, der nachdem er zu vielen Lords die Hörner aufgesetzt hat, nach Braavos gezogen ist und dort eine braavosische Bankierstochter ehelichte
- jüngste Tochter der Lady, in Braavos vom Roten Tempel zur Priesterin R'hllors ausgebildet, da ihr eine Ausbildung in der Zitadelle als Frau verwährt war
Das Zusammenspiel der Familienbande war hoch interessant und hat es mir persönlich als SL unglaublich erleichtert, diese Runde zu leiten. Ich musste mir nie besonders stark die einzelnen Kapitel ausarbeiten, da der Spielstil der Runde es ohnehin erforderlich gemacht hat, sehr viel zu improvisieren. Das Haus hat sich von alleine sehr schnell in verschiedene Intrigen verstrickt (teilweise auch in die Pläne einer gewissen Spinne bei königlichem Hofe) und der Wunsch der Spielerin, die Rolle der Lady abzugeben, hat mir sehr viele Plotmöglichkeiten für die Auseinandersetzung mit dem Erzfeind aus der Vergangenheit gegeben. Das hat wunderbare Szenen ergeben, in denen sich die Charaktere in der einen Sekunde in ihrer Macht gesonnt haben, nur um auf dem Zenit ihrer selbstdarstellerischen Pracht als Geschenk zur "Inthronisation" der Erbin als Lady von einem Boten des Erzfeindes vor allen Augen einen Finger der verschollenen Lady mit dem Siegelring darin überreicht zu bekommen, versehen mit dem Vermerk "Ich dachte, ihr könntet ihn jetzt brauchen."
Oder die bittere Erkenntnis, dass ausgerechnet der langjährige Söldner im Dienste ihrer Mutter, den sie gerade mit der Verteidigung ihrer Grenzen gegen die unbekannte Nemesis betraut hatten, ausgerechnet der Erbe eben jenes untergegangenen Hauses ist, das ihnen Rache geschworen hat.
Also ich muss klar sagen, die Erfahrungen, die ich mit meinen Runden gesammelt habe, sind durchaus ein Grund dafür, weshalb GTRS zu einem meiner klaren Favoriten als Rollenspiel geworden ist.
Swafnir:
Das klingt auch super :d.
Ich bin gespannt. Ich hab vor unsere Adelstochter mit dem Haus Dalt zu verheiraten. Dann hab ich sie die meiste Zeit am Hof in Dorne (Andrey Dalt ist ja ein vertrauter von Arianne Martell) - das wird sicher schön gefährlich. Ich freu mich schon wenn sie auf die Sandschlangen und die Rote Viper treffen >;D
Memnoch:
He he, ich erinnere mich immer wieder gerne an die erste Begegnung des Bastards unserer Runde mit Nymeria Sand, die sehr schnell die Initiative ergriffen hat. Als er dann am Morgen danach noch ziemlich gebeutelt von ihr zum gemeinsamen Frühstück mit ihrem Vater eingeladen wurde, war der Blick des Spielers Gold wert, als ihm bewusst wurde, wer eigentlich der Vater war, der ihn da prüfend betrachtet. :D
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