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[Noctos](Arbeitstitel) Victorian Steam-Horror

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Conan der Barbier:

--- Zitat von: Dr Hoo am 15.06.2014 | 21:38 ---Konzentriere dich auf eine Baustelle.
--- Ende Zitat ---

Würde ich ganz klar unterstreichen. Auch wenn man noch so ambitioniert an ein großes Projekt herangeht, wird meist irgendwann "die Luft raus sein". Dem kann man unter anderem entgegenwirken, indem man sich selbst kleine Etappenziele steckt, die in absehbarer Zeit erreichbar sind. Mir jedenfalls hilft es bei umfangreichen Texten, die Motivation aufrecht zu erhalten, wenn ich immer mal wieder ein kleines, in sich stimmiges Stückchen komplett vor mir sehe  :)

Und nebenbei: Daumen hoch von meiner Seite - die Idee gefällt mir!

GreatWhiteApe:
Danke für den Kommentar. Aktuell versuch ich, zumindest jeden Tag irgendetwas zu schreiben, auch wenns manchmal nicht genug ist, um es direkt zu posten. Das sorgt aber für ne gewisse Routine, dann ist die Luft nicht so schnell raus.

GreatWhiteApe:
Wichtige Orte

Ein Großteil von Alba besteht aus Mooren, fruchbarem Ackerland, welches reichlich genutzt wird, und vereinzelten Wäldern. Der Norden ist gebirgig, während der Süden von einem Netzwerk aus Flüssen durchzogen ist, die allesamt in den Sceld münden, welcher im Südosten des Landes den Weg zum Meer findet.

Angham:
Zu seiner Hochzeit war Angham das Zentrum der Industrie und Kultur, eine Metropole, die in der Welt Ihresgleichen suchte. In Angham waren stets die neuesten technologischen Entwicklungen, die neueste Mode und die exotischsten Waren zu bestaunen und zu erwerben. Die Stadtmitte bildete der Palast des Königs, fast schon eine Stadt in sich, ein Prachtbau mit dem es in der westlichen Welt allerhöchstens noch die Kathedrale des Lichts in Tolvin aufnehmen konnte.

Doch Fortschritt und Reichtum haben auch immer ihre Schattenseiten.
So, wie der Reichtum der Händler und Adligen wuchs, so sehr wuchsen auch die Slums. Die Arbeit an den Maschinen zehrte an der Gesundheit und der Kraft vieler Arbeiter, die schnell ihre Arbeit verloren, wenn ihre körperlichen Fähigkeiten nicht mehr ausreichten. Ein soziales Netz gab es nicht, sodass vielen nur Armut oder Kriminalität blieben.

Doch die bessergestellten Bürger der Stadt ignorierten das Elend, solange es von ihrer eigenen Haustür fernblieb. Und so blieben die zunehmenden Fälle von krankheit und Wahnsinn, die in den Slums um sich griffen, den Bürgern, der Stadtwache und der Königin verborgen.
Nur die gutherzigeren Priester, die in den Slums unterwegs waren, um den Armen Hilfe und Trost zu spenden, bekamen den Verdacht, dass in dem Elend etwas erstarkt war. Doch ihre Warnungen kamen zu spät.

In der Nacht des 6. Thal (Equivalent zum Juni) brach eine Welle des Irrsinns über die Stadt herein. Aus den Slums fluteten hunderte rasender, von Krankheit gezeichneter und teilweise deformierter Wahnsinniger und überzogen die Stadt. Rasend schnell griff die Krankheit um sich und schlug in der gleichen Nacht noch auch in den Häusern der Reichen und Adligen zu. Kinder zerrissen ihre eigenen Eltern, Geliebte zerfleischten sich mit den Zähnen...eine einzige Nacht voller unbeschreiblicher Gräuseltaten überschwemmte die Straßen mit Blut.

Hastig schuf der Hohepriester des Lichts ein mächtiges Bannsiegel auf den Toren des königlichen Palastes, der bis heute von der Krankheit und den Horden der Inifzierten verschont blieb...doch so wie nichts in den Palast eindringen kann, so tritt auch nichts mehr heraus.

Heute ist Angham eine vom Dunkel gezeichnete Stadt. Unabhängig vom Wetter liegen die Stadt und ihre Umgebung beständig in einem seltsamen Zwielicht. Selbst künstiliche Lichtquellen sind seltsam abgeschwächt.

Die Stadt selbst ist mit Schutt, den Überresten der Toten und Unrat übersät. Die meisten Gebäude sind nur noch halbwegs intakt und einstürzende Bauten sind für alle, die sich auf den Straßen bewegen, eine konstante Gefahr.

Die Schatten der Stadt beherbegen noch immer die Horden von Wahnsinnigen, die noch immer leben, obwohl sie nichts anbauen können und keine reguläre Nahrung zu sich nehmen. Untereinander greifen sie sich nicht an, doch stürzen sie sich sofort auf jeden nicht infizierten Eindringling. Viele von ihnen sind durch das Dunkel, das sie am Leben hält, deformiert oder bis zur Unkenntlichkeit mutiert.

Es gibt Gerüchte über eine Enklave an Magiern und Äthertechnikern, die sich in der Stadt aufhalten soll, um zu erforschen, wie sich das Dunkel einsetzen lässt, ohne dabei selbst wahnsinnig zu werden, doch wurde dieses Gerücht bis heute nicht bestätigt. In die Stadt hineinzukommen, ist nicht sonderlich schwer, doch sind bisher nur wenige lebend wieder herausgekommen...und niemand entkam der Stadt unbeschadet.

GreatWhiteApe:
So endlich mal wieder Zeit zum Schreiben gefunden.

Delm:
An der Südwestküste Albas gelegen, direkt an der Mündung des Sceld, ist Delm der Hauptstützpunkt der albianischen Marine und der Handelsflotte. Die Stadt hat schon immer vom Handel mit dem Rest der Welt profitiert und dies hat sich auch tatsächlich in den folgenden Jahrhunderten nicht geändert.

Tatsächlich ist Delm aus den Kriegen und Aufständen, die das Land erschütterten, größtenteils unbeschadet hervorgegangen, ein Umstand, dem die Stadt auch ihren Beiname „ die Unberührte“ verdankt.

Der Eindruck, den ein solcher Name hinterlässt, kann jedoch bei vielen Besuchern schwinden, wenn sie längere Zeit in der Stadt verbringen. Nicht nur, dass das Hafenviertel notorisch gefährlich ist, auch gibt es neben den Bürgern ein weiteres Milieu, das stabile Verhältnisse sehr schätzt: das organisierte Verbrechen.

Mitunter wird gewitzelt, dass in Delm Schmuggel und Diebstahl als legitime Geschäftszweige angesehen werden und so weit ab von der Wahrheit sind diese Lästermäuler nicht.

Über die Jahrhunderte hinweg hat sich eine gewisse Ordnung etabliert, die auch nur von wenigen ignoriert wird – und dann auch nicht für lange. Die Stadtwache agiert grundsätzlich schon, wenn ein Verbrechen begangen wird, jedoch ist gerade bei Eigentumsdelikten die Aufklärungsrate erschreckend gering – es sei denn, der Dieb ist ein Auswärtiger.

Im Gegenzug ist die Wache exzellent ausgerüstet und die Wachleute genießen einen gewissen Wohlstand – es gibt in Delm praktisch keinen unbestechlichen Wachmann.

Die verschiedenen Diebes- und Schmuggler„gilden“ sorgen indes dafür, dass die Verbrechensrate nicht überhand nimmt und gehen mit Gewaltverbrechern selbst ziemlich hart ins Gericht – es sei denn, jemand kommt in internen Streitereien um, das wird als „Berufsrisiko“ angesehen.

In letzter Zeit haben die internen Querelen innerhalb der Gilden ziemlich zugenommen, da sich eine neue Bande breitgemacht hat. Die „ Steelfingers“ stammen ursprünglich aus Angham und diejenigen von ihnen, die aus der Stadt flüchten konnten, haben sich in Delm breitgemacht. Dabei machen sie zur Zeit den dort heimischen Schmugglern Konkurrenz, denn sie haben einen Äthertechniker in ihren Reihen, der ein Dampfgetriebenes Unterseebot gebaut hat, mit dem man effizienter und ungesehener agieren kann.

Mr. Pike, der derzeitige „ Oberste Gildenmeister“ von Delm – damit auch praktisch der Kopf des organisierten Verbrechens innerhalb der Stadt – hat bisher nichts gegen die Neuankömmlinge unternehmen lassen, doch viel denken – und hoffen – dass er den Steelfingers bald eine Lektion verpassen wird.

Aktueller Bürgermeister von Delm is William Trueshield, Sproß einer alten Adelsfamilie, die jedoch in die Mittelmäßigkeit abgerutscht ist. Er hat leider mehr durch Gerüchte über seinen Lebenswandel und seine „heimlichen“ nächtlichen Treffen mit Captain Johnathan Walpole von der Marine von sich reden gemacht als von echter Kompetenz.

Manche meinen, er sei einfach nicht für den Posten geschaffen, während einige in seiner Untätigkeit einen Funken Genius am Werk sehen – denn die Stadt läuft prächtig und Mr. Pike hat schon vor Trueshields Ernennung einen Großteil dazu beigetragen.

Vielen gefällt es nicht, dass ein Großkrimineller praktisch die Stadt beherrscht, aber Alba braucht nach dem Verlust der Hauptstadt Gold und solange die Steuern fließen, wird sich der Rat nicht einmischen...

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