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[D&D5] Basic Rules - allgemeine Diskussionen

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Nebula:
wieso kann man am Krieger einfach vorbeilaufen? Man muss ja dann eine Runde auf seine Attacke/n verzichten indem er "Disengage" nutzt um keine AoP zu provozieren

Da kann auch ich immer noch draufhaun. Auch bei DnD 3.5 gabs nur eine AoP (ohne Talente) und die konnte ein Gegner auch ignorieren, wenns ihm wichtig war...

Wisdom-of-Wombats:

--- Zitat von: Feuersänger am 15.07.2014 | 14:04 ---Zweitens frage ich mich, wie da noch jemals ein Tank seinen Job machen soll, wenn jeder Gegner ihn einfach straflos ignorieren und munter an ihm vorbeispazieren darf.

--- Ende Zitat ---

Wie kommst Du von: es gibt nur eine OA, wenn der Gegner den Reach des Charakters verlässt zu dem Schluss: der Tank darf straflos ignoriert werden? Das verstehe ich nicht.
Du gehst davon aus, dass der Tank und der Zauberer so stehen, dass der Angreifer den Reach des Kämpfers nicht verlassen muss?

Als SL würde ich in so einer Konstellation entweder Advantage oder Disadvantage zum Zug kommen lassen, sobald der Gegner der zwischen Tank und Zauberer steht angegriffen wird. Entweder der Gegner bekommt Disadvantage, weil er in Reichweite von beiden steht, oder die Charaktere bekommen Advantage, weil sie den Gegner zu zweit in der Mangel haben. Letzteres wäre für den Zauberer cool, weil der Advantage den Disadvantage für einen Ranged Attack Spell aufheben würde.

Bei 5e ist der SL mit Entscheidungen viel mehr gefragt als bei 3e, wo er im Kampf quasi aus dem System herausgeregelt wurde. Und die wichtigste Aufgabe des SL ist quasi, Advantage oder Disadvantage zu bestimmen.

Feuersänger:

--- Zitat von: Nebula am 15.07.2014 | 14:26 ---wieso kann man am Krieger einfach vorbeilaufen? Man muss ja dann eine Runde auf seine Attacke/n verzichten indem er "Disengage" nutzt um keine AoP zu provozieren
--- Ende Zitat ---

Stell dir vor, der Fighter steht z.B. 15 Fuß (3 Felder) vor dem eigenen Wizard und hat eine Stangenwaffe. Weil, sagen wir mal, der Spieler das in 3.5 so gelernt hat: Tanks postieren sich mit Stangenwaffe ein Stück weit vor den Squishies. Er deckt damit 25 Fuß in der Länge und Breite ab, und ein Gegner der an ihm vorbei will, muss entweder einen riesen Umweg machen oder eine OA ziehen.... denkste. Der Gegner darf den bedrohten Bereich straflos betreten und komplett durchqueren, bleibt direkt vor dem Wizard stehen, ist dabei _immer noch_ im "bedrohten" Bereich des Stangenwaffenkämpfers, und darf darum straflos auf den Wizard draufhauen.


--- Zitat ---Da kann auch ich immer noch draufhaun. Auch bei DnD 3.5 gabs nur eine AoP (ohne Talente) und die konnte ein Gegner auch ignorieren, wenns ihm wichtig war...

--- Ende Zitat ---

Genau dafür gibt es aber die Feats. Es ist klar wie Kloßbrühe dass das ohne Feats nicht viel bringt, und völlig sinnlos sie aus der Betrachtung rauszuhalten. Obige Situation in 3.5 sähe so aus: Gegner muss entweder einen riesen Umweg laufen (und kommt damit in diesem Zug nicht mehr zum Angriff), oder er versucht es auf direktem Wege. Er zieht eine AoO, sobald er das erste bedrohte Feld verlässt. Der Tank nutzt Stand Still. Damit macht er zwar keinen Schaden, aber der Gegner muss stehenbleiben. Wenn er nur 5' Reichweite hat, kann er nichtmal zurückhauen. Als nächstes ist der Tank dran und pfeffert dem Gegner eine Full Attack rein. Rinse and Repeat. Ein Gegner mit Tumble könnte vielleicht durch den bedrohten Bereich durchturnen, aber braucht dafür so viel Bewegung dass er wieder nicht mehr angreifen kann. Mission Accomplished.

Dass wir uns nicht falsch verstehen: ich verlange ja gar nicht, dass die Erfolgstaktiken aus 3.5 auch in 5E wieder 1:1 ziehen. Aber ich wünsche mir in diesem Zusammenhang zwei Dinge:
1. Tanks sollen nicht zur völligen Passivität verdammt sein, weil das langweilig und doof ist und extrem leicht ausgekontert werden kann;
2. Stangenwaffen sollen, dafür dass sie schon einen kleineren Schadenswürfel haben, doch bitte auch irgendeinen _Vorteil_ bringen und nicht noch einen zusätzlichen Nachteil durch ihre größere Reichweite.

Nebula:
ah ok jetzt verstehe ich dich, na dann hoffen wir mal, daß im Spielerhandbuch durch die Feats (die ja bisher noch komplett fehlen (waren die überhaupt in den Playtests?)) mehr optionen dazukommen

ich hatte jedenfalls noch nie einen Stangenwaffenkrieger im Team noch sagt mir das Talent "Stand Still" was.

Mag daran liegen, daß wir noch nie mit einer Battlemap gespielt haben

Wisdom-of-Wombats:

--- Zitat von: Feuersänger am 15.07.2014 | 14:40 ---Stell dir vor, der Fighter steht z.B. 15 Fuß (3 Felder) vor dem eigenen Wizard und hat eine Stangenwaffe. Weil, sagen wir mal, der Spieler das in 3.5 so gelernt hat: Tanks postieren sich mit Stangenwaffe ein Stück weit vor den Squishies. Er deckt damit 25 Fuß in der Länge und Breite ab, und ein Gegner der an ihm vorbei will, muss entweder einen riesen Umweg machen oder eine OA ziehen.... denkste. Der Gegner darf den bedrohten Bereich straflos betreten und komplett durchqueren, bleibt direkt vor dem Wizard stehen, ist dabei _immer noch_ im "bedrohten" Bereich des Stangenwaffenkämpfers, und darf darum straflos auf den Wizard draufhauen.

--- Ende Zitat ---

Du hast das hier schon gelesen, oder: "Reach. This weapon adds 5 feet to your reach when you attack with it."
Und das hier: "To make the opportunity attack, you use your reaction to make one melee attack against the provoking creature. The attack interrupts the provoking creature’s movement, occurring right before the creature leaves your reach."

D.h. solange Du nur rumstehst und nicht angreifst, ist dein Reach 5 Fuß. Sobald Du angreifst, ist er 10 Fuß. Deine OA wird also erst getriggert, wenn der Gegner deinen 5 Fuß Reach verlässt. Dann kannst Du aber rein theoretisch bis 10 Fuß Reichweite angreifen. Ist er 10 Fuß von Dir entfernt, ist er nicht im Bereich, den du passiv mit einer OA bedrohst.

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