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[D&D5] Basic Rules - allgemeine Diskussionen
Arldwulf:
Das ist nur bei Gruppenchecks so. Bei einem einzelnem Charakter der etwas tut ist es eben auch nur dieser einzelne der den Aufwand "leitet".
Oder anders gesagt: Ja, man kann auch helfen wenn nur einer am Ende hochklettert.
Daran ist auch gar nix verkehrt - es geht rein um die Frage wie hoch der Bonus ist. Und an dessen Höhe würde sich auch nichts ändern wenn man das ganze als Gruppencheck umsetzt, dies ändert nur etwas daran wie oft man würfelt.
Oder anders gesagt:
Charakter A ist ein guter Kletterer. (14 Stärke, +2 Bonus), er schafft den DC 15 in 50% aller Fälle.
Charakter B hat keine Ahnung vom Klettern und auch keinen Bonus. Er schafft den DC 15 in 30% aller Fälle.
Charakter C genauso.
Helfen sich Charakter B und Charakter C gibt es 2 Möglichkeiten dies umzusetzen. Als Gruppencheck - dann muss nur einer es schaffen. Ihre Chance hochzukommen ist 1-(0,7*0,7)=51%
Oder mit Advantage. Dann klettert erst Charakter B mit Hilfe von Charakter C und bekommt Advantage, und dann macht dies der zweite Charakter und bekommt ebenfalls durch die Hilfe Advantage. Die Chance ist wieder 51%.
Wie gesagt: Das Problem hierbei ist nicht, dass zwei Charaktere einander helfen können. Das sollen sie tun.
Das Problem ist einfach die Höhe des Bonus.
Gwynplaine:
Ich glaube ja, dass D&D genau das fördern möchte: das Zusammenspiel der Spieler/Charaktere und weniger den Vergleich: wer ist jetzt (einzeln) besser in einer Aufgabe. Von daher stört (mich persönlich) der höhere Bonus durch Advantage überhaupt nicht. Wer mit seinen Mitspielern aber eher konkurriert mag das anders sehen...(und damit wir uns nicht mißverstehen: auch das ist natürlich eine legitime Spielweise).
Arldwulf:
Es geht da weniger um Konkurrenz (sonst gewinnt in unserem Beispiel eh der Magier mit Spider Climb oder der Typ mit den magischen Gegenständen die das gleiche tun) als um Individualisierung und Charakterspiel. Wenn ich die Rolle eines besonders guten Kletterers ausspielen möchte benötige ich auch besonders schwierige Herausforderungen welche Klettern enthalten.
Dies ist aber schwer durchführbar, wenn es eigentlich kaum Herausforderungen für mich gibt die nicht auch jemand völlig ungeübtes schaffen kann.
In der Folge wird dieser Aspekt des Charakters weniger wichtig, in den Hintergrund gedrängt.
Weiter oben habe ich schon das Beispiel mit dem Magier gebracht den man um Rat fragt für ein schwieriges Problem. Die Chance, das 4 beliebige Personen die ich frage eine korrekte Antwort haben auf die Frage ist höher als die das jemand der exakt dort seine Nische hat die Antwort weiß. Das funktioniert auch innerhalb einer Gruppe. Das was ein Magier mit einem +5 Bonus über Magie an Wissen vorweisen kann (Int 16, Prof. +2) ist bei einem DC 16 eine 50% Chance. Und eine 25% Chance für jemanden ohne jegliche Ausbildung in Magie.
Stelle ich aber eine DC 16 Frage per Intelligenzcheck (Magiewissen), so ist die Chance eben 50%, dass der Magier sie beantworten kann. Und 69% (1-0,75^4) das es ein anderer aus der Gruppe beantworten kann.
Dies schafft eine Diskrepanz zwischen Rollenspiel (in dem dies natürlich immer noch anders ist) und Mechanik. Die würde in diesem Fall dann zumeist schlicht durch den SL geschlossen der "ist aber so" sagt. Der in unserem Kletternbeispiel auch sagen würde: Sorry, aber da kommt ihr zwei Typen die noch nie im Leben geklettert seid einfach nicht hoch, das ist ein Job für Max den Fassadenkletterer.
Effektiv ignoriert man dabei dann die unglückliche Mechanik und schafft eine situationsbezogene Hausregel. Was solange ganz ok ist bis man sich im klaren wird wofür Regeln eigentlich da sind. Um Spielern und Spielleitern zu helfen.
6:
Das kenn ich aus Unknown Armies, Warhammer und Traveller.
Die richtige Lösung dazu ist: Jemand mit der Profiency brauch bei Situationen, die in den Routinebereich dieser Proficieny liegen, garnicht zu würfeln (doh!). Eine normale Wand mit Bergsteigerausrüstung oder Seil wäre solch eine Situation.
Natürlich bedarf sowas die Einschätzung des SLs aber der muss solche Entscheidungen eh treffen können.
EDIT: Kein Bug, sondern Feature. (Siehe Thread zu Patzern bei alltäglichen SItuationen)
Arldwulf:
Das ist aber keine Lösung des Problems. Denn es geht ja explizit um Situationen in denen der Magier nicht automatisch die Antwort auf die Frage kennt für die man Magiewissen braucht, und der Fassadenkletterer vor einer Herausforderung steht.
Also keine Routine, sondern ein Abenteuer. (und natürlich kann man auch dieses Problem dennoch mit Hausregeln und anderen Regeln für Fertigkeitseinsatz lösen. Geht ja nur darum, dass die existierenden Regeln hier eher fragwürdig sind)
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