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Kodex eines DnD Paladins?

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Narubia:

--- Zitat von: Feuersänger am  7.07.2014 | 16:38 ---Hm, da haben wir aber selbst in unserer paladinlosen AD&D-Gruppe durchaus öfters gewisse Schwierigkeiten, Moral und Pragmatismus unter einen Hut zu bringen. Was macht man mit einem Bösen Gegner, der sich ergeben hat? Was macht man mit den Frauen und Kindern des besiegten Ork-Stammes, nachdem die Krieger gefallen sind? Und so weiter. Da stehen wir unter keinerlei Zwang, weil der SL unsere notierte Gesinnung nicht zwangsweise ändern würde, und selbst wenn er das täte hätte dies keine mechanischen Auswirkungen. Trotzdem machen wir uns die Sache in solchen Fragen nicht leicht, da wir eben den Selbstanspruch haben, NG bzw CG Charaktere darstellen zu wollen.
--- Ende Zitat ---
Die von dir sind Paradebeispiele dafür, dass ethische Fragen für normale Charaktere spannend sein können, für einen Paladin jedoch langweilig.
Wer sich ergibt, wird der Obrigkeit zur gerechten Strafe geführt. Da gibt es keinen Spielraum.
Frauen und Kinder des Ork-Stammes (sofern nicht-kämpfend) sind per se erstmal nicht schuldig und werden daher in keiner Weise bestraft. Auch hier eher weniger Spielraum. Die "ist böse - muss abgeschlachtet werden"-Denkweise stellt vielleicht Neulinge vor eine Denkprobe. Ausnahmen mögen da evtl. z. B. Elfengötter sein, die die Anhänger Gruumshs als spezielles Ziel (und damit als default-schuldig) ausgemacht haben.
Typische Fragen, wo der Paladin sich langweilt und alle anderen Spaß an moralischen Debatten haben können.


--- Zitat von: Feuersänger am  7.07.2014 | 16:38 ---Paladin ist nebenbei eben nicht nur "das Gute" sondern auch "das Recht", was ja gerade des Öfteren zu Dilemmata führen kann. Ich würde daher weniger "das Recht" sondern eher "die Gerechtigkeit" sagen, dann fällt einem die Entscheidungsfindung schon etwas leichter. Ob man das nun interessant findet oder nicht ist freilich Ansichtssache. Letzten Endes läuft es aber eben darauf hinaus, dass der Paladin bei einem Konflikt zwischen Recht und Güte letzterer den Vorzug geben soll.
--- Ende Zitat ---
Du hast vollkommen recht, darauf läuft es meistens hinaus. Aber zumeist läuft das ja parallel.

Slayn:

--- Zitat von: Nevermind am  7.07.2014 | 16:46 ---So nachdem ich mich ein wenig in das psst du weisst schon Thema eingelesen hab, ...

Ich seh nicht wo ich zu Anfang falsch gelegen hab.
Ein Plot kann ohne weiteres gestickt sein das jeder Tugendhafte Char sich in massiven Konflikt sieht, nicht weis welche Seite die 'Richtige' ist, weil beide Aspekte von Gut und Böse haben und nicht klar ist was genau dahinter steht.

Das kann kurzfristig sogar Interessant sein, aber mittel bis langfristig würd ich keinen Pala spielen wollen in so einen Setting.

Was aber nicht anders ist als der Barbar im Intrigen und Swashbucker Setting.

--- Ende Zitat ---

Ok, wenn du dich etwas eingelesen hast: Das reduziert den Paladin-Kodex dann auf eine Zeile runter - Keine Kompromisse.

Es gibt dann keine Verquickung von Guten und Bösen Aspekten, es ist entweder das eine oder das andere. Die gewünschte "Grauzone" hier, bzw. der Konflikt, besteht darin das eine Schwer, das andere Leicht zu gestalten. Der Paladin, der "Gut" kennt, wird Schwer wählen müssen, da Charakter (und im Idealfall auch Spieler) wissen das der Kompromiss hier den Fall ankündigt und das auch richtig so ist.

Das lässt sich am besten mit dem "Unmoralischen Angebot" darstellen, also ein Angebot ein gewaltiges Problem zu lösen, dessen Kosten man aber nicht zustimmen kann.

Nevermind:
Ich bin nicht wirklich bei dir wie das (ohne Studium) in einer Spielrunde (bei ensprechend verworrenen Hintergrund/Setting) umzusetzen ist.

Aber man muss ja nicht immer einer Meinung sein.

Luxferre:
Wir haben aber noch gar nicht über CAI und CAW diskutiert ...  >;D

Slayn:

--- Zitat von: Nevermind am  7.07.2014 | 17:04 ---Ich bin nicht wirklich bei dir wie das (ohne Studium) in einer Spielrunde (bei ensprechend verworrenen Hintergrund/Setting) umzusetzen ist.

Aber man muss ja nicht immer einer Meinung sein.
--- Ende Zitat ---

Dein letzter Satz ist hier das Entscheidende. Die Meinung des Paladinspielers zählt. Seine Handlungen und Begründungen zählen. Was der SL davon hält oder denkt, außer es geht grob daneben ist eine vollkommen andere Sache, er hat hier keine Meinung zu haben.

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