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Kodex eines DnD Paladins?

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Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: Narubia am  7.07.2014 | 20:22 ---Schlicht, weil es eine derartige Tat einer solchen Gesinnung extrem entgegensteht.
--- Ende Zitat ---
Warum?


--- Zitat ---Nehmen wir beispielsweise mal ein exotisches Beispiel: In 3.0 gab es diverse Artefakte von guten Gottheiten, Beispielsweise auch einen Schild von Prator, einem Paladin. Der intelligente Schild verleiht einem guten Träger die Macht, Zauber wie ein Paladin der 20. Stufe zu wirken. Denkst du, der Schild würde, wenn er die Wahl hat, einem Charakter, der gerade Zig Menschen mit einem Fingerschnippen umgepustet hat, seine Macht leihen?
--- Ende Zitat ---
Warum nicht?


--- Zitat ---Ich denke, man kann sehr gut dagegen argumentieren.
--- Ende Zitat ---
Welche?


--- Zitat ---[Edit: Boh hackt nicht auf dem Beispiel rum, es ist megakacke -.-]
--- Ende Zitat ---
Stimmt, es ist suggestiv, uninformativ und ohne Kontext und ich hatte exakt das Beispiel (und Varianten)schon als  echte Vorfälle in Diskussionen

Der Magier traf in jedem Fall eine richtige bzw die richtigste Entscheidung Feuerball

Narubia:
Sry, aber auf so eine Argumentation gehe ich mal nicht ein.

Feuersänger:

--- Zitat ---Die Logik gebietet es, dass nur der Böse ist, der böse Handlungen ausführt. Wer stets Böses denkt, aber (z. B. aufgrund seines Gewissens, seiner Erziehung, usw.) versucht gut zu sein und gut handelt, wird sicher keine böse Gesinnung haben.
--- Ende Zitat ---

Das finde ich nicht so zwingend. Es geht ja gerade darum, wie man handeln _will_. Wer nur unter Zwang auf böse Taten verzichtet (weil er zB weiß, dass er dafür bestraft würde), ist deswegen noch lange nicht Gut und auch nicht notwendigerweise Neutral. Umgekehrt aber bedeuten gelegentliche Gedankenspiele im "Deep End of the Alignment Pool" noch lange nicht, dass die entsprechende Gesinnung sich durchsetzt.

In der Spielpraxis muss man da freilich zwischen SC und NSC unterscheiden. Wenn der Spieler sich (womöglich OOC) überlegt, man könnte doch jetzt [hier Böse Handlung einfügen], wird dadurch der SC nicht Böse. Sondern höchstens, wenn er es auch tatsächlich tut. Aber ein NSC kann durchaus so ausgelegt sein, keinerlei Böse Taten zu begehen und trotzdem Neutral-Böse zu sein.

Anastylos:

--- Zitat ---Die Logik gebietet es, dass nur der Böse ist, der böse Handlungen ausführt. Wer stets Böses denkt, aber (z. B. aufgrund seines Gewissens, seiner Erziehung, usw.) versucht gut zu sein und gut handelt, wird sicher keine böse Gesinnung haben.
--- Ende Zitat ---

Was macht einen böse? Die Handlung? Dann ist niemand böse und kann auch nicht als solches gespürt werden bis er böses tut. Die Gesinnung? Dann kommt es auf die Intention an und die Handlung ist nicht relevant (Kant lässt grüßen). Oder gibt es ein metaphysisches Böse das genau so existent ist wie Erde oder Wasser? Dann resultieren Gesinnung und Handlung daraus dass jemand böse ist (und die daraus das es böse denkt oder handelt. Es kann nur eines davon richtig sein.
Da es böse Völker gibt und böse Götter vermute ich das letzte ist  wahr. Die schon vorher genannten Goblins sind böse, eben weil sie Goblins sind. Daraus resultieren eine böse Gesinnung und böses Handeln. Außerdem, wie sollte Böses spürbar sein wenn es nicht real existiert? Man könnte sonnst höchstens die Gesinnung spüren oder die Handlungen.
Interessanter Weise ist diese metaphysische Veranlagung nicht in Stein gemeiselt. Wenn jemand der metaphysisch gut ist böses tut oder denkt wird er über die Zeit hinweg auch böse werden. Die Frage ist jetzt nur ob das Böse und das Gute zwei verschiedene Dinge sind (so wie Feuer und Wasser) oder das eine ein Mangel des anderen ist (so wie bei Feuchtigkeit und Trockenheit). Da Chaos die Abwesenheit von Ordnung ist vermute ich das auch das Böse die Abwesenheit von Gutem ist.
Irgendjemand sollte Mal eine Hausarbeit zu dem Thema schreiben ;D

Narubia:

--- Zitat von: Feuersänger am  8.07.2014 | 01:15 ---Das finde ich nicht so zwingend. Es geht ja gerade darum, wie man handeln _will_. Wer nur unter Zwang auf böse Taten verzichtet (weil er zB weiß, dass er dafür bestraft würde), ist deswegen noch lange nicht Gut und auch nicht notwendigerweise Neutral. Umgekehrt aber bedeuten gelegentliche Gedankenspiele im "Deep End of the Alignment Pool" noch lange nicht, dass die entsprechende Gesinnung sich durchsetzt.
--- Ende Zitat ---
Ich sehe das schoooon so. Gut ist der, der Gutes tut.
Es ist durchaus schwierig und du hast da sicher einen Knackpunkt angesprochen, NSC und SC sind da schon irgendwie getrennt zu betrachten.
Ich stelle mir da eben immer so Situationen vor, in denen Charaktere genau wissen, dass sie gerade böse handeln können und dadurch es einfacher hätten (z. B. durch Folter), aber sich eben bewusst dagegen entscheiden. MMn ist nicht der Gedanke das, was zählt, sondern das Resultat, die Tat, die Handlung. Aber du hast einen guten Kritikpunkt genannt.


--- Zitat von: Anastylos am  8.07.2014 | 07:49 ---Da es böse Völker gibt und böse Götter vermute ich das letzte ist  wahr. Die schon vorher genannten Goblins sind böse, eben weil sie Goblins sind. Daraus resultieren eine böse Gesinnung und böses Handeln.
--- Ende Zitat ---
Ich persönlich sehe da 2 Einteilungen:
1. Kreaturen, die immer Böse sind: Teufel, Dämonen, etc.: Die sind einfach Böse, handeln böse usw. Da stimme ich dir zu. (Ist übrigens auch die Kategorie, in der ich keinem Paladin eine Gesinnungsdebatte aufdrücke, wenn er Babys abschlachtet. Das ist einfach nur Verhinderung größeren Übels, auch wenn die sich nicht wehren können.)
2. Kreaturen, die "in der Regel" oder "tendenziell" böse sind: Orks, Goblins, Betrachter, Kobolde, Drow, etc.: Hier ist vor allem die Kultur, Gesellschaft und Erziehung der Grund, warum sie böse sind. Sie haben kein innewohnendes Böses, sondern können durch Erziehung zu guten Kreaturen erzogen werden. (Hier dürfen Paladine bei mir damit Rechnen, das Babyschlachten nicht ohne Weiteres okay ist.)

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