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Warum sind Patzer interessant?

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Haukrinn:
Ausgehend von folgendem nWod-Thread möchte ich gerne einmal fragen: Warum sind Patzer interessant?

Ich rede jetzt nicht von so Dingen wie man sie im FATE-Umfeld sieht (Succeed at a cost, Compel, usw.), sondern vom schnöden Patzer bei einer alltäglichen Probe. Ist das sinnvoll? Wenn ja, warum? Fairness? Realismus? Sensationsgeilheit?  8]

ChaosAmSpieltisch:
Patzer können das Spiel interessanter machen, aber auch sehr viel langweiliger.

Hierbei kommt es meiner Meinung nach nicht so sehr auf das Genre an, sondern wie die Patzer eingeflochten werden. Die meisten Spieler (inkl. SLs) haben leider kein Talent für Patzer (ich nehme mich hier nicht mal aus). Meist wird ein zu spektakuläre Lösung gesucht, welche dann entweder das Genre oder den Spielfluss zerstört.

Deswegen würde ich, außer in wirklichen Pulp-Settings, im allgemeinen eher auf Patzer verzichten. Nicht weil die Idee dahinter, die Möglichkeit, dass ein Scheitern nicht mehr Konsequenzen hat als nur das Scheitern, schlecht ist, sondern weil die Ausführung meistens absolut miserable ist.

Ich weiß, keine wirkliche Meinung, dazu, warum Patzer interessant sind. Sorry. :-)

Slayn:
Naja, gut, ich würde eh schon keine "alltägliche Probe" würfeln lassen, da mich das Schritt-für-Schritt nicht sonderlich anmacht. Daher haben die Würfe, die ich einfordere, immer eine Auswirkung auf eine ganze Szene und nicht nur auf eine Einzelhandlung. Besonders interessant ist der "Patzer" dann, wenn man versucht auszutüfteln was ein vermeintlich kompetenter Charakter jetzt versemmelt hat und genau das kann auch an ganz anderen Umständen liegen.
(Beispiel: Patzer bei "Betören"-Probe ruft den Ehepartner auf den Plan, der ab nun in der Szene mitagiert.)

Rhylthar:
In der Vergangenheit kam in meinen Gruppen häufiger mal der Wunsch auf, mit Patzerregeln zu spielen (oder auch: Trefferzonen).

Der Gedanke dahinter war, es "realistischer" und "spannender" zu machen: Die Waffe klemmt, man stürzt, trifft den Nebenmann, etc.
Aber irgendwann wurde dann gemerkt, dass diese Regeln die Spieler viel mehr benachteiligen als die Gegner (weil sie viel häufiger würfeln), so dass sie wieder abgeschafft wurden.

Nevermind:
Patzer können Szenen /Chars 'erinnerungswürdig' machen, auf die gute wie auf die böse weise.

Ich erinnere mich an Ritter Fehltritt, einen klassischen guten/fettgepanzerten Ritter, der bei eigentlich jeden Kampf in der 1 oder 2ten Runde gepazt hat und sich damit erstmal aus dem Kampf genommen hat. (Eigenes System, 3.33% Fehlschlagschance, danach Patzertabelle) Bei seinen ersten Auftritt hat er sich erstmal 'selber' Ko geschlagen.

Aber ich muss zugeben das ich selber nicht der Spieler war, und der Spieler selber nicht soo Glücklich war.

Aber auch so gab es einige Lustige Szenen, in Deckenbalken geparkte Zweihänder, Patzer bei Schleichen/Taschendiebstahlsproben, die durchaus Lustig waren (dann auch wenn Sie mir passiert sind).
Aber generell bin ich auch eher jemand der Patzerarme Systeme bevorzugt.

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