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Warum sind Patzer interessant?

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Steppenork:

--- Zitat von: Dark_Tigger am 17.07.2014 | 10:15 ---Man kann mit Patzertabellen aber auch darstellen, das bestimmte Waffen auch für den Benutzer nicht ungefährlich sind.
Patzer mit dem Schwert: Erschwerung auf den nächsten Angriff, oder Erleichterung getroffen zu werden, oder auch halt mal gar keine Sonderwirkung*
Patzer mit dem improvisierten Molli: "Well come to a world of burning pain"

*Hierbei bietet es sich natürlich auch an nur Mechanische Effekte in eine etwaige Tabelle einzutragen, und das beschreiben dann selbst zu übernehmen.

--- Ende Zitat ---
Wenn man sich aber bspw. die DSA-Patzertabelle ansieht (egal welche Version) finden sich da wirklich schwerwiegende Auswirkungen (Waffe zerstört: echt übel wenn's ne besondere Waffe war, selbst verletzt mit doppeltem Schaden: kann zum Tod des Charakters führen) neben Banalitäten wie Stolpern, die sich lediglich auf die nächste Aktion auswirken.

Da würde ich dann nicht würfeln lassen, sondern als Spielleiter entscheiden, was gerade passt oder aber den Inhalt der Tabelle ändern. Auch eine schwere Verletzung kann ja stimmungsvoll sein, wenn der Charakter noch fit ist und es sich z.B. um ein Duell bis zum ersten Blut handelt o.ä. Wenn auf die Weise aber in einem wichtigen Kampf der Kämpfercharakter der Gruppe das zeitliche segnet, weil der Spieler doppelt Würfelpech hatte, kann das zum fiesen Stimmungskiller werden, nicht nur für den betroffenen Spieler.

Teylen:
Keine Patzer mag doch nur wer Probleme damit hat keinen Erfolg zu haben und zum Sieg getragen werden will!

War zumindest mein Eindruck von einem V:tR Abenteuer bei denen der Erfolg den Spielern derart nachgetragen wird das es nicht mehr schön war. Patzen können sie nicht und Fehlschläge sind auch unwahrscheinlich - und wenn sie dann mal kommen auch bestimmt nicht wirklich schlimm / bemerkenswert / irgendwas.

Skele-Surtur:
Nur, weil man nicht patzen kann, kann man immer noch scheitern. Und ein einziges Abenteuer ist eine recht dürftige Grundlage für so ein pauschales Urteil.

Rhylthar:
"Verlierer" beim Patzer sind immer die Spieler.

Sie würfeln viel häufiger, womit die Wahrscheinlichkeit (wenn ich die Grundlagen der Stochastik noch richtig im Kopf habe) höher ist, zu patzen. Ihnen (ihren Charakteren) tut es "mehr weh", wenn gepatzt wird, denn dem SL ist es meist egal. Seine Ressourcen sind eigentlich unendlich.

Sie "verlieren" auch, wenn der Gegner patzt. Siehe Drachenbild. 25+ Spielsitzungen und dann so ein Ende? Der Gegner zerdeppert durch einen Patzer das wertvolle magische Schwert?

Spieler sollen (und müssen) auch mal scheitern können. Aber meiner Meinung nach nicht zwangsweise durch einen lausigen Wurf.

alexandro:
Patzer sind überflüssig.

Wenn die Situation dramatisch genug ist, dann hat schon ein normales Scheitern "dramatische" Konsequenzen (ohne dass diese ausgebremst werden, weil jemand brüllt "Das ist aber viel zu hart! Es war schließlich kein Patzer!").

Wenn die Situation an sich undramatisch ist, dann bringt ein Patzer auch keine Dramatik rein (eher konsterniertes Kopfschütteln).

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