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Warum sind Patzer interessant?

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Rhylthar:

--- Zitat von: ChaosAmSpieltisch am 18.07.2014 | 17:19 ---soweit ich weiß hat DnD3.5. keine Patzer-Regel für den Kampf, und hier im Forum gibt es gute Erläuterungen, warum nicht

--- Ende Zitat ---
Ach was.  ;)

Lies ruhig den ganzen Thread, dann weisst Du, warum ich gegen Patzerregeln bin und D&D 3.5 hier nur als Beispiel dient.

ChaosAmSpieltisch:
nimm DSA, die haben eine wunderbar tolle Patzerregel im Kampf

Anderfalls entsteht nur verwirrung  ~;D

Skele-Surtur:

--- Zitat von: Jon Snow am 18.07.2014 | 16:28 ---Deine Kernaussage war, dass "auf Patzer verzichten" etwas vollkommen anderes ist wie "auf Würfelprobe verzichten".

Und ich habe dir nun Situationen gebracht, wo man einfach so aufgrund von SL-Willkür auf die Würfelprobe verzichtet. Und genau so kann man auch auf Patzer verzichten.

--- Ende Zitat ---
Und ich habe dir aufgezeigt, warum da ein Unterschied besteht. Darum bleibt meine Kernaussage unangetastet: Es ist ein Unterschied. Übrigens ist die Frage, ob das SL-Willkür ist, weder gestellt worden, noch geklärt. Es könnte auch in Abstimmung der gesammten Gruppe entschieden werden.


--- Zitat ---Aber nur, weil man auf Würfelproben oder Patzer in bestimmten Situationen verzichtet, heißt das noch lange nicht, dass sie überflüssig sind.

Und das ist der Widerspruch zu deiner Kernaussage.

--- Ende Zitat ---
Nein. Würfelproben sind notwendig, um Situationen zu klären, deren Ausgang als ungewiss oder bedeutsam, als Spielbeeinflussend gewertet wird, während der Verzicht auf den Wurf impliziert, dass der Ausgang als nicht wichtig oder nicht ungewiss gewertet wird.

Auf das Auswerten eines Patzers zu verzichten zeigt, dass einem das Ergebnis nicht gefällt und man aus manigfaltigen Überlegungen das Diktat des Würfels nicht befolgen möchte. Indem man aber den Würfel wirft, impliziert man eigentlich, dass man den Ausgang der Situation sozusagen in "die Hand" des Würfels legen möchte. Erst dem Schicksal den Ausgang zu überantworten und dann diesen Ausgang nicht zu akzeptieren, zeigt eine eklatante Nichtakzeptanz der Regel an sich.

Während der Misserfolg als Option akzeptiert würde, wird der Patzer nicht akzeptiert (das Ergebnis wird von Patzer in Misserfolg uminterpretiert). Ergo hat das Ergebnis "Patzer" keine Akzeptanz und sollte sinnvoller Weise gestrichen werden.

Der Widerspruch zu meiner Kernaussage ist nicht vorhanden, du erschaffst durch die falsche Gleichsetzung zweier im Kern unterschiedlicher Handlungen diesen Widerspruch.


--- Zitat ---Ja, aber ob man nun das Ergebnis eines Wurfes ignoriert oder gar nicht erst würfelt, macht keinen großen Unterschied. Beides läuft aufs gleiche hinaus.

--- Ende Zitat ---
Nein. Es läuft nicht nur auf unterschiedliche Dinge hinaus (Wurf findet nicht statt vs. Wurf wird uminterpretiert [Unterschied!!!], was noch viel wichtiger ist, ist dass eine unterschiedliche Intention darin steckt!


--- Zitat ---Und auf den Wurf zu verzichten ist im Prinzip genau so regelwidrig wie das Ergebnis des Wurfes zu ignorieren.

Ob ich nun würfel und das Ergebnis ignoriere oder ob ich erst gar nicht würfel, macht vom Prinzip her keinen Unterschied!

--- Ende Zitat ---
Es macht sogar einen gewaltigen Unterschied. Meiner Ansicht nach besteht keine Verpflichtung dazu, dass eine Probe gewürfelt werden muss. Es gibt lediglich Regeln, die beschreiben, wie er ausgewürfelt werden kann, wenn ein Spieler den Wurf einfordert.

Ein Wurf kann jeder Zeit vom Spieler oder Spielleiter eingefordert werden, aber es besteht meiner Meinung nach nie eine Verpflichtung dazu, wenn sich alle einig sind, dass die Situation narrativ erledigt werden kann und soll. Es besteht aber grundsätzlich eine Verpflichtung, den Ausgang einer Probe zu akzeptieren, wenn man sich dazu entschieden hat, einen Wurf zu machen.

In dem ich den Würfel in die Hand nehme und ihn auf den Tisch werfe, gebe ich durch konkludentes Handeln mein Einverständnis, das "Urteil des Würels" zu akzeptieren.


--- Zitat von: Rhylthar am 18.07.2014 | 17:11 ---Ein Patzer ist es für mich, wenn ein Spieler, unabhängig wie erfahren, hochstufig, mächtig, etc. sein Charakter ist, durch einen einzigen Würfelwurf zusehen muss, wie seinem Charakter, zufällig ausgewürfelt oder vom SL bestimmt, irgendetwas gravierend Nachteiliges passiert, ohne dass er nur eine Chance hat, es zu verhindern.

--- Ende Zitat ---
Ich schließe mich dieser Definition voll umfänglich an.

Slayn:
@Surtur:

Teylen hat vorhin aber was gutes dazu geschrieben, das du mal betrachten solltest und dabei deine eigene Erfahrung dazu zu rate ziehen kannst: Patzer sollen nicht bestrafen, sie sollen es spannend machen.
Es wird ja bisher meist von der bestrafenden variante geredet, also die Leute die über unsichtbare Schildkröten stolpern oder ihr teures Equipment zerdeppern.

Rhylthar:

--- Zitat ---Teylen hat vorhin aber was gutes dazu geschrieben, das du mal betrachten solltest und dabei deine eigene Erfahrung dazu zu rate ziehen kannst: Patzer sollen nicht bestrafen, sie sollen es spannend machen.
--- Ende Zitat ---
Hat er, meine ich, schon auf den vorherigen Seiten.

Grundtenor, dem ich mich auch anschließen würde:
Um es spannend zu machen, bedarf es nicht eines Patzers. Der "normale" Fehlschlag und die damit verbundenen Konsequenzen erfüllen genauso ihren Zweck.

Btw.: "Unsichtbare Schildkröte" war MERS, oder?  wtf?

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