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Symbaroum

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Der Nârr:
Also dein Argument war, dass kein Anglizismus, dafür aber ein schlechter passender deutscher Begriff besser ist als der branchenübliche Anglizismus "Goblin". Das halte ich für kein sinnvolles Argument, darum mache ich mich darüber (also über genau dieses eine Argument) auch lustig. Wenn du das destruktiv findest, dann fühl dich frei meinen Beitrag zu melden und dich zu beschweren. Dafür gibt es ja Moderatoren. Aber wenn jemand in meinen Augen Unsinn schreibt, bringe ich das zum Ausdruck. Dieser Raum muss in einem Forum gegeben sein. Ob ich das dann sachlich mache oder mit einem Scherz ist denke ich meine Sache. Inhaltlich bleibt die Aussage ja dieselbe. Anstatt eine Metadiskussion zu führen könntest du ja auch argumentativ darauf eingehen und erklären, warum die Vermeidung von Anglizismen so wichtig ist. Da muss man ja gar nicht klären, ob Goblin im Rollenspielsektor überhaupt noch als Anglizismus wahrgenommen wird oder nicht. (Überraschung: Sprache verändert sich. Und vor dieser Diskussion wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, Goblin als Anglizismus zu sehen. Goblin war für mich einfach einer von vielen Kreaturennamen den ich zusammen mit vielen anderen Monsternamen gelernt habe und die einfach für mich ... Eigennamen waren. Ursprünglich kenne ich den Goblin übrigens aus HeroQuest. Das ist kein Rollenspiel, war eine deutsche Übersetzung und da hieß der Goblin auch Goblin. Weil Goblins anscheinend auch für GW Goblins waren und keine Kobolde. Und in DSA sind Kobolde einfach etwas anderes als Goblins. Aber so eine generelle "Anglizismus-im-Rollenspiel"-Diskussion wäre auch kein Symbaroum-Thema mehr. Und ich verstehe nicht, wieso ein User das Recht haben soll immer wieder zu sagen dass Anglizismus Goblin doof ist, ein anderer User aber nicht immer wieder sagen können soll dass die Diskussion doof ist.

Noch mal übrigens meine Frage von weiter oben. Dazu hätte man ja auch inhaltlich Stellung nehmen können. Wie stellt sich für euch die Übersetzung denn abseits des Wortes "Goblin" dar?

Candacis:
Uhm, ich denke, es wurde hinreichend argumentiert, dass manche das Wort Goblin in diesem speziellen Setting als Anglizismus empfinden und damit als störend. Ein bunter High-Fantasy Mix oder ein Sci-Fi Spiel, da würde mich ein Goblin als "Übersetzung" auch nicht stören, bei Symbaroum aber schon. Es ist für mich ein sehr atmosphärisches Spiel, oft mit archaischen, germanischen Begriffen durchsetzt. Da stört mich persönlich der Goblin.
Aber Meinungen sind verschieden.

Ich schließe mich, Grubentroll an. Es wäre besser gegangen, was die Übersetzung betrifft. Ich finde das Wort "Kobold" eine passende Möglichkeit. Es ist in anderen Branchen eine übliche Übersetzung für Goblin. Wir haben es eben damit gelöst, dass wir bei uns in der Spielrunde diesen Begriff gewählt haben. Ende aus.
Ich denke, da muss man nicht weiter drüber diskutieren. Jeder hat gesagt was er darüber denkt.

Zur anderen Übersetzung des Buches will ich nur das Imperium/Imperator erwähnen. Das wurde ja zum Glück in das passende (und auch im schwedischen) Kaiserreich/Kaiser geändert, zeigt aber, wie viele Wörter ohne Nachzudenken mittlerweile übernommen werden ohne sich anscheinend bewusst zu sein, dass es im deutschen dafür bereits einen Begriff gibt.
Was leider nicht geändert wurde, das Wort "Teenager" in der Übersetzung anstatt auf das "Jugendlicher" zurückzugreifen. Sowas stößt mir bei dieser speziellen Spielwelt einfach sauer auf und reist mich aus dem Lesefluss.

Man sollte meiner Meinung nach immer im Hinblick auf die Atmosphäre, die das Rollenspiel vermitteln will, übersetzen und sich in diesem Rahmen bewegen. Natürlich verändert sich Sprache. Das hat sie schon immer und ich finde es da auch unsinnig dies irgendwie verzweifelt abwehren zu wollen. Anglizismen sind im normalen Sprachgebrauch gang und gäbe. Das wird schon ohne Nachzudenken verwendet. Darin sehe ich im normalen Sprachgebrauch nichts schlechtes.
Aber Symbaroum spielt nicht in der heutigen Welt und um das zu vermitteln, kann eine richtige Übersetzung förderlich oder eben hinderlich sein. Die richtigen Wörter können helfen, dass man sich in diese Welt hineintransportiert fühlt. Für manche Rollenspieler ist dies sehr wichtig, für andere eben nicht.

---

Ach ja, unsere Gruppe hat nun Die Blutschuld gespielt, lässt sich sehr gut direkt nach Das gelobte Land anschließen. Als Einführungsabenteuer fanden wir das vollkommen okay und wir hatten unseren Spaß, allerdings gibt es schon ein paar Sachen, die man noch hätte anders machen können, um das Abenteuer besser in die Welt von Symbaroum zu verankern. Ich schreib noch einen ausführlicheren Bericht dazu.

aikar:
Könnte bitte jemand die Übersetzungsdiskussion abtrennen? Danke.

alexandro:

--- Zitat von: Candacis am 24.10.2016 | 12:49 --- Es ist für mich ein sehr atmosphärisches Spiel, oft mit archaischen, germanischen Begriffen durchsetzt.
--- Ende Zitat ---

Im Original sind das sind nicht "archaische, germanische" Begriffe, sondern einfach nur ganz normale schwedische Begriffe.

Darauf, was diese aussagen sollen, und dass mögliche Alternativen im Deutschen bereits anderweitig belegt sind, wurde bereits ausgiebig eingegangen. Wenn die Diskussionsbeiträge von Grubentroll und einigen anderen hier darin bestehen zu scheinen, sich die Finger in die Ohren zu stecken und laut zu rufen: "LA-LA-LA, ich finde das unpassend", dann ändert das nichts daran, dass es auch gute Argumente für die gewählte Übersetzung gibt.  ^-^

Candacis:
So, über die Blutschuld, ich packe das in Spoiler für die, die das Abenteuer noch selbst spielen wollen.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Wir haben das Abenteuer nach Charaktererstellung von einem Nachzügler in 4 Stunden gespielt. Wir haben es direkt an Das gelobte Land angesetzt, da es vom Ort her gut passt. Nur die Jahreszeit haben wir angepasst. Im Abenteuer ist es Frühling, doch wenn man Das gelobte Land spielt, ist es Spätherbst oder Anfang Winter. Die Jahreszeit haben wir also gespielt. Der Anfang kam gut an, die Kneipenschlägerei und ein bißchen Eindecken mit neuen Pfeilen bei der Schmiede (wir spielen mit der optionalen Wiedervertwertungsregel von Pfeilen/Bolzen aus dem Spielerhandbuch) und das Entdecken des versteinerten Trolls hinter dem Wasserfall. Da wir einen Theurg dabei hatten, konnte die die Taufe bzw. Segnung des Babys übernehmen. Die Spieler waren also durchaus involviert und interessiert am Schicksal des Kindes.
Einige Unstimmigkeiten, die mir erst später beim Nachlesen des Abenteuers aufgefallen ist (ich war selbst Spielerin und unser Spielleiter hatte es geändert), die Ambrier haben keine Nachnamen, sollte man also weglassen. Auch ist unklar auf Seite 7, ob der Elf das erstgeborene von Brennans Familie will oder das erste des Dorfes. Bei Seite 25 heißt es, es wäre das erste Kind der Siedlung gefordert. Es klingt also ein wenig so, als wäre das Baby das erste was der Siedlung geboren worden ist, was etwas unrealistisch ist. Spätestens anderthalb Jahre nach Gründung der Siedlung sollte es da ja schon die ersten Babies geben, doch es ist bei den Erzählungen immer die Rede als seien dazwischen Jahre vergangen. Das passt also nicht zusammen. Bei uns war das Dorf dementsprechend erst eine junge Siedlung, gegründet von einigen Flüchtlingen aus Alberetor.
Zweitens haben wir uns, als wir dann die Geschichte mit den Elfen erfahren haben, die die Siedlung gerettet haben, gefragt, was die Elfen überhaupt soweit entfernt vom Davokar machen. Das wurde nie erklärt. Soweit ich es verstanden habe, halten sich die Elfen in Symbaroum normalerweise nur im Davokar auf und verlassen diesen höchst selten und wenn dann mit gewichtigen Grund (so wie die Elfen im Das gelobte Land Abenteuer). Wenn dies als Einführungsabenteuer verstanden werden soll, hätte da eine Erklärung für da sein sollen, damit den Spielern klar ist, dass dies nicht der Normalfall ist.

Die Erklärungen was den Ablauf des Festes betrifft und was sich währenddessen abspielt (Entwenden des Medaillons und dass Gunnar damit verschwindet) sind gut, waren bei unserer Sitzung aber nicht notwendig, da unsere Charaktere viel zu beschäftigt mit Feiern und Kneipenschlägere waren, um auch nur irgendwas mitzukriegen *g*
Als es dann nachts losging quasi mit der Rettung des Babys, haben wir erstmal lange diskutiert welchen Fußspuren wir folgen, uns schlußendlich aber für Gunnars entschieden. Würde man sich für die Spuren von Katlyn entscheiden, würde, glaub ich, 30m-1h Stunde Rollenspiel verloren gehen mit dem Raufklettern zur Höhle, der Untersuchung und Bekämpfung des Golems und dem Gespräch mit dem Elf. Was schade ist, wenn das quasi übersprungen wird. Da fehlt vielleicht etwas gleichwertiges beim anderen Pfad, um dies aufzuwiegen. Auch scheint Katlyn immer dran glauben zu müssen, egal ob man zuerst Zeit verplempert mit der Höhle und dieser falschen Spur, oder sofort ihren Spuren folgt.

Der Elf in der Beschreibung wirkt etwas seltsam, gelinde gesagt. Einerseits fordert er erstmal, scheinbar, eiskalt das Kind für sich, doch er ist dann schreckerfüllt mit weit aufgerissenen Augen, als er hört, dass es in Gefahr ist und meint dann in der Beschreibung nur, dass sie schnell aufbrechen müssen. Bei uns war der Elf wesentlich ernster, einsilbiger und auch mit gewisser Herabschätzung und Misstrauen was die menschlichen Charaktere betraf. Einige Charaktere in unserer Gruppe war also überhaupt nicht wohl, dass der Elf mitkam, wissend, dass er jederzeit das Kind an sich reißen könnte, oder uns doch noch alle über den Haufen schießen könnte.

Der Kampf bei der Hexe war recht dramatisch. Die Zeitkomponente, dass man nur 5 Runden hat, um den Säugling zu retten, gefiel mir sehr gut. Wir hatten die Hexe allerdings recht schnell tot (2 Runden), durch einen Bogenschützen, der sehr gut gewürfelt hatte (wir spielen mit bestätigten kritischen Treffern). Wir hatten eher mit den Befleckten Wölfen zu kämpfen und zwei unserer Leute waren am Ende schwer verletzt (1 Zähigkeit und 3 Zähigkeit). Baby erfolgreich gerettet.
Dass der Elf am Ende das Kind annimmt, nur um es wieder zurückzugeben, hat zumindest mich verblüfft. Mein Charakter war die Theurgin und daher besonders dahinter her, dass der Elf das Kind nicht bekommt. In dem Sinne fand ich das Ende also gut, weil der Elf es irgendwie nicht lassen konnte, den Menschen eine Lektion zu erteilen. Was komplett fehlt, ist ein alternatives Ende was passiert, wenn die Charaktere es nicht schaffen das Kind zu retten. Ich mein, man kann sich die Reaktionen der Familie schon denken, doch wie der Elf reagiert hätte, wäre noch interessant gewesen.

Nun, wo ich das Abenteuer gespielt habe, muss ich den Leuten recht geben, die zuvor schon geschrieben hatte, dass es nicht viel mit Symbaroum zu tun hat. Bzw. es wäre ein Abenteuer, das in vielen Fantasywelten gespielt werden könnte. Das macht das Abenteuer jetzt nicht unbedingt schlecht. Abgesehen von ein paar Unstimmigkeiten und offenen Fragen, die ich schon erwähnt habe, hat man hier eigentlich eine gute Grundlage für ein Einstiegsabenteuer. Da sind wir sowieso noch beschäftigt uns in unsere Charaktere hineinzufinden und mit den Regeln vertraut zu machen, da brauche ich nichts kompliziertes.
Allerdings gibts auch eine verpasste Gelegenheit. Bei Elf + erstgeborenes Menschenkind denke ich bei Symbaroum an Wechselbalg. Meiner Meinung nach wäre das ein guter Anlass gewesen, dies irgendwie in die Geschichte einzubauen bzw. eine Geschichte um dieses Phänomen herum zu kreieren, damit es mehr in der Welt verankert ist.

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