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Mit dem Schiff ins Unbekannte - Plausibilitäts-Check

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Skele-Surtur:

--- Zitat von: Pyromancer am 30.07.2014 | 17:27 ---Ich halte das für sehr optimistisch.

--- Ende Zitat ---
Was wäre dann realistisch?

Pyromancer:

--- Zitat von: Surtur am 30.07.2014 | 18:09 ---Was wäre dann realistisch?

--- Ende Zitat ---

Wenn die Entführer Kapitän, Offiziere UND Mannschaft gegen sich haben, dann bin ich mir nicht sicher, ob es überhaupt geht.

1-2 Seeoffiziere auf Seiten der Schiffsentführer würden auf jeden Fall helfen, genauso wie ein paar loyale Matrosen. Dann könnte man zumindest im Notfall das Schiff ohne fremde Hilfe segeln und müsste dann nur hoffen, dass das Wetter schön bleibt.

Lichtschwerttänzer:
man braucht nicht nur jemand der "navigieren" sondern das Schiff auch führen kann

Skele-Surtur:

--- Zitat von: Pyromancer am 30.07.2014 | 17:27 ---
Grundproblem: Auf See haben die Schiffsentführer keinen Hebel mehr. Der Kapitän kann einfach die Arbeit einstellen und sagen: "Dann segelt halt alleine!"


--- Ende Zitat ---
Naja, die Entführer haben immer noch den Hebel des blanken Schwertes. Sicher kann der Kapitän sagen: ihr braucht mich. Da die Entführer den Point of no return aber schon überschritten haben, ist ein Kapitän, der die Arbeit verweigert nicht besser oder schlechter als ein toter Kapitän. Und im Zweifelsfall braucht er nicht alle 10 Finger um sein Schiff zu kommandieren. Vielleicht wäre auch der erste Offizier bereit, seinen Posten zu übernehmen, wenn die Soldaten erstmal den Kopf des Kapitäns auf den Masttop gesetzt haben - und zeigt sich dann etwas kooperativer. Letztlich ist dann die Frage: Wer hat die stärkeren Nerven. Ein Kapitän zur See ist unter Umständen ein harter Hund. Der Kommandant einer Gruppe kampferfahrener Soldaten, der bereit ist ein Schiff zu entführen um nach wochenlanger Fahrt an unbekannten Ufern sein Glück zu suchen ist das potenziell aber auch.

Die Frage ist meines Erachtens: Wer kann wen effektiver einschüchtern? Dreißig kampferprobte, gut bewaffnete Soldaten sind für 50 Matrosen mit Messern und Knüppeln immernoch eine Drohkulisse, mit der man erst fertig werden muss. Optimal ist das aber nicht, auch für das Setting als solches nicht, darum werfe ich einen weiteren Gedanken in den Ring:

Natürlich gibt es geschicktere Methoden, als nur mit dem Schwert zu drohen.
Seeleute sind in einem Mittelaltersetting mitunter arme Schweine. Sicher sind nicht alle an Bord, weil es der schönste Beruf ist, den sie sich vorstellen können. Mit dem Versprechen, an fremden Ufern ein neues Leben anfangen zu können - umso besser behandelt, je kooperativer man während der Reise war - damit könnte man ein paar von ihnen schon auf seine Seite kriegen.

Unter der Mannschaft und den Passagieren zumindest ein paar Verbündete und Freunde zu haben ist während und nach der Reise extrem erstrebenswert für die Entführer. Die Frage ist, ob ein charismatischer Anführer das auch hinbekommen würde. Potentiell denke ich schon.

Eine ausbalancierte Mischung aus Drohkulisse und Versprechungen erscheint mir unter diesem Gesichtspunkt recht zweckmäßig und in jedem Fall geschickter als eine reine Drohkulisse.

Skele-Surtur:
Okay, der letzte Punkt ist für mich zwar noch nicht so richtig abgearbeitet, aber es scheint erstmal nichts weiter dazu zu kommen. Ich werde das also erstsmal nach hinten schieben.

Nächster Punkt:

Annahme:

Die Entführer haben genau eine Nacht zur Ausführung Zeit und vielleicht einen halben Tag zur Planung vorher, wollen ihre Aktion aber geheim halten. Sie haben zu Beginn der Nacht die Manpower beisammen, sie haben die Kursangaben (navigiert wird nach den Sternen), basierend auf den Aufzeichnungen einer einzelnen Person, die schon einmal am Zielort war (kompetenter Seefahrer, die Angaben sind soweit verwendbar, wenn auch etwas grob), aber bisher nicht ernst genommen wurde.
Sie haben die Stadt unter Kontrolle, einschließlich der Vorratslager, müssen aber vor Tagesanbruch außer Sichtweite des Hafens sein.

Sie müssen in dieser Zeit die freiwilligen und unfreiwilligen Passagiere und Besatzungen an Bord des/der Schiff(e) bringen (das/die Schiff(e) sind im Hafen festgesetzt, es ist maximal eine Rumpfmannschaft zur Instandhaltung an Bord), die Vorräte und notwendige Ausrüstung verladen und die Anker lichten. Die Winde stehen im Zweifelsfall gut.

Plausibel? Illusorisch?

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