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Mit dem Schiff ins Unbekannte - Plausibilitäts-Check
Eulenspiegel:
Wie lange kontrollieren sie die Stadt schon?
Wenn sie die Stadt schon einige Tage/Wochen kontrollieren, kennen sie sich zumindest halbwegs aus und wissen auch, wo sie was finden.
Bis auf die Geheimhaltung ist das grundsätzlich plausibel:
1) Zuerst wird abends Proviant aufs Schiff gebracht. Neugierigen Leuten wird gesagt, dass die Seeblockade wahrscheinlich bald endet bzw. dass man eine diplomatische Gruppe zum Gegner schicken will.
2) Danach werden Zivilisten entführt und im Zwischendeck eingesperrt. - Das dürfte so zwischen 2-3 Stunden dauern. Ab hier wirds auffällig. Zivilisten heimlich zu entführen wäre zwar möglich, aber würde auch deutlich länger dauern. Will man sie in 2-3 Stunden entführen, werden sie wahrscheinlich um Hilfe schreien und viele Nachbarn werden das mitbekommen. (Es sei denn, man hat es irgendwie vorher geschafft, ein Schlafmittel ins Trinkwasser zu schütten, so dass die ganze Stadt schläft.)
3) Danach teilen sich die Entführer auf: Ein Teil bewacht die gefangenen Zivilisten sowie die Rumpfmanschaft des Schiffes. Der restliche Teil geht zu den Häusern von Kapitänen/Navigatoren/Ärzten und nimmt diese gefangen. (In der Tagphase hatte man extra ein paar loyale Leute abkommandiert, die wichtige Leute beschatten, damit man weiß, wo sie sind. - Nichts ist ärgerlicher, als in der Nacht bei ihnen einzubrechen und festzustellen, dass sie nicht zu Hause sind. Bis man sie gefunden hat, würde zu viel Zeit vergehen. Wenn man aber einen Spion hat, kann dieser sofort sagen, wo sich die fragliche Person aufhält.)
4) Danach wird noch in einschlägige Semannskneipen gegangen und die restliche Mannschaft shanghait. - Die Matrosen dürften mittlerweile betrunken sein, was sie zwar einerseits ungefährlicher, aber andererseits auch streitlustiger macht. Hier würde ich dann mehrere Stunden ansetzen, bis man auch die Matrosen aufs Schiff gebracht hat.
5) Zwar nicht gefordert, aber: Bevor ich wegsegle, würde ich noch die Kanonen und anderen Schiffe im Hafen beschädigen, damit sie mir nicht folgen können bzw. auf mich schießen.
Das ist zwar kein todsicherer Plan. Aber er hat Erfolgsaussichten.
Skele-Surtur:
Okay, das würde mir passen.
In der Stadt kennen sich die Soldaten sehr gut aus, die haben sie im Zweifelsfall schon monatelang, ein Teil kommt sogar von dort. Das mit der Geheimhaltung reicht auch, wenn es auf den Tag beschränkt ist, also damit niemand vorher verdacht schöpft. Insofern ist das alles okay. Sobald die Leute losschlagen, kann es auch lauter werden, soweit nicht alle kapieren, was da eigentlich gerade passiert. Die Aufenthaltsorte der Führungscrews ist auch unproblematisch.
Über Kanonen oder andere Schiffe brauchen sie sich keine Gedanken zu machen, die hochseetauglichen Schiffe werden übernommen, der Rest kann nicht folgen und Kanonen gibt es eh keine (wohl gibt es Verteidigungsanlagen mit Balisten und Katapulten, aber die haben die Soldaten auch unter Kontrolle und können sie bei Bedarf leicht sabotieren (wichtige Zusatzinformation).
Also das relativ kurzfristig in einer Nacht durchzuziehen ist möglich, wenn die Strippenzieher einigermaßen geschickt sind, wäre so das Fazit.
Pyromancer:
Moment, sind das immer noch die 30 Soldaten von vorhin? Oder haben die Jungs in der Stadt mehr Verbündete? 200 Leute zu entführen dauert nämlich schon eine Weile...
Skele-Surtur:
Da das letzte Thema verschoben wurde, müsste man es an der Stelle umdrehen: Wie viele Laute wären denn nötig, um das in einer Nacht durchzuziehen?
Dabei wäre das angenommene Verhältnis so, dass die Soldaten von den 200 Leuten abgezogen werden müssten - sie müssen ja auch noch aufs Schiff passen. Hinzu kommen einige Leute, die freien Stückes oder zumindest ohne erhebliche Gegenwehr mitkommen, namentlich Familie und Getreue der Soldaten. Deren Anteil dürfte geschätzt im Verhältnis 2,5 zu 1 zu den Soldaten liegen (völlig willkürliche Annahme meinerseits, benötigt zusätzliche Evaluation). Also auf jeden Soldaten kommen rechnerisch 2,5 zusätzliche Personen.
Bei 30 Soldaten wären das 75 zusätzliche Zivilisten, also hätten wir 105, was nur noch 95 Personen lässt, die geschanghait werden müssen, was bedeutet, dass jeder Soldat etwa 3,Quetsch Personen in dieser Zeit "heranschaffen" muss. Rein rechnerisch. Tatsächlich ist es natürlich komplexer, da ein Teil (Rumpfmannschaft) schon auf dem Schiff ist, aber andererseits einige der Soldaten ja an Bord bleiben müssen, um die bereits eingangenen Leute unter Kontrolle zu halten. Aber die Zahl von 30 Soldaten kann noch in Grenzen angepasst werden.
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: Tim the Enchanter am 30.07.2014 | 23:19 ---Naja, die Entführer haben immer noch den Hebel des blanken Schwertes. Sicher kann der Kapitän sagen: ihr braucht mich. Da die Entführer den Point of no return aber schon überschritten haben, ist ein Kapitän, der die Arbeit verweigert nicht besser oder schlechter als ein toter Kapitän.
--- Ende Zitat ---
doch, denn ohne Kapitän und Navigator sind sie auf See verloren und wenn die Seeleute den Tod auf dem Kurs erwarten, sind die Versprechungen wohl nicht so überzeugend.
--- Zitat von: Tim the Enchanter am 1.08.2014 | 15:46 ---Plausibel? Illusorisch?
--- Ende Zitat ---
beides, die Schiffsführung müssen sie dann selbst stellen, die Schiffe können in Seetüchtigem Zustand sein, die Rumpfbesatzung sie gerade Seetüchtig mache, die Vorräte müssen mit einem Kran für alle Schiffe verladen und ggf entladen werden.
Wie sieht es mit Fässern für Wasser, Nahrung etc aus.
Wieso nur so wenig Zeit, wenn die Stadt sowieso auf ihrer Seite ist?
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