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Mit dem Schiff ins Unbekannte - Plausibilitäts-Check

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Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: Surtur am 22.08.2014 | 02:23 ---Ich wüsste auch nicht, was dagegen spricht, dass einige der Soldaten passable Jäger sind.

--- Ende Zitat ---
Ich wüsste auch keinen der dafür spricht
--- Zitat von: Surtur am 22.08.2014 | 12:29 ---
 sich selbst als wichtig hinstellt ("Ihr braucht uns! Ihr wisst nicht, was da draußen auf euch lauert!", "Wir haben einen Plan, wenn ihr tut, was wir sagen, wird alles gut gehen!") .

--- Ende Zitat ---
so Plan wie bisher, ich wäre nicht beeindruckt


 
--- Zitat ---bereits vorhandene, gewohnte Hierarchien anwendet (Wer sich ganz selbstverständlich als Anführer gibt, wird regelmäßig auch als solcher akzeptiert, besonders in Extremsituationen)

--- Ende Zitat ---
maybe, wer dabei versagt könnte auch Probleme bekommen


--- Zitat ---Das größte Versprechen an die Siedler ist, dass sie hier Freisassen werden können -
--- Ende Zitat ---
wollen die das?

Wollen die ggf Leibeigene bleiben?


--- Zitat von: Fantomas am 22.08.2014 | 13:26 ---Aber da die Neuankömmlinge quasi eine jungfräuliche Scholle vorfinden, braucht man hauptsächlich viele Hände die dabei helfen, Steine wegzusammeln.
--- Ende Zitat ---
Eher die Bäume und Baumstümpfe wegzuschaffen. btw mit Zugtieren kann man auch grössere Felder beackern


--- Zitat ---Du hast mich falsch verstanden:
--- Ende Zitat ---
Nein, ich habe dich richtig verstanden

--- Zitat ---Dafür muss man sich aber schon sehr dämlich anstellen.
--- Ende Zitat ---
  das geht mkn recht gut

Da gibt es ne Story von Ron Hood, nach Stunden der Jagd schleppte der Jäger ne kleine Eidechse an

Oder nimm den Typ der in Alaska verhungerte

Yerho:

--- Zitat von: Schwerttänzer am 22.08.2014 | 23:49 ---Ich wüsste auch keinen der dafür sprichtso Plan wie bisher, ich wäre nicht beeindruckt
--- Ende Zitat ---

Nun ja, die haben in einer Nacht-und-Nebel-Aktion mal eben ein Siedlungsunternehmen auf die Beine gestellt. Also ich wäre - als Entführter - widerwillig beeindruckt.


--- Zitat ---Wollen die ggf Leibeigene bleiben?
--- Ende Zitat ---

Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? Wenn jemand die Wahl zwischen Leibeigenschaft ohne Besitz und Freiheit als Landbesitzer hat, wählt niemand die erste Option. Insbesondere dann nicht, wenn die Nebenoptionen "in gefährlicher Umgebung" und "in sicherer Umgebung" ausgeschlossen sind, denn man ist ja bereits vor Ort und kann dort nicht weg.


--- Zitat ---Eher die Bäume und Baumstümpfe wegzuschaffen.
--- Ende Zitat ---

Das ist wieder schwer von der natürlichen Vegetation abhängig. Steine klauben ist aber der kleinste gemeinsame Nenner beim Schaffen von Ackerfläche, diese Arbeit hat man immer.

Wenn aber erst noch dichter Urwald gerodet werden muss, kann ich jetzt schon sagen, dass die Siedler nicht überleben werden, wenn nicht gerade Brandrodung möglich ist - und das geht nur, wenn es keine allzu tief wurzelnden Bäume gibt (Stichwort Regenwald). Laut Beschreibung haben wir aber ein eher gemäßigtes Klima, also auch entsprechende Vegetation. Daraus folgt, man muss schon einigermaßen freie Flächen vorfinden, um etwaige einzelne Bäume oder kleinere Baumgruppen wird man anfangs eher herum pflügen.


--- Zitat ---btw mit Zugtieren kann man auch grössere Felder beackern
--- Ende Zitat ---

Wie schon geschrieben, die Notwendigkeit für Zugtiere (oder Zugmaschinen in technisierten Settings) skaliert mit der Tiefe des Pflügens, nicht mit der Fläche, weil ein Zugtier lediglich die Zugkraft, nicht aber die zurücklegbaren Wege.
Anfänglich werden die Siedler ohnehin nur so viel Fläche beackern, wie unbedingt nötig ist, sonst würde ja das Vorbereiten der Ackerfläche mehr Reserven verschlingen, als man aufbringen kann und mehr Saatgut verbrauchen, als man an Ernte einfahren, verbrauchen und lagern kann.

Zugtiere machen anfangs mehr Probleme als Nutzen. Sie brauchen für ihre Zugleistung eine Menge Heu, dass erst einmal gefunden und geschnitten werden muss; die Tiere müssen auch geschützt untergebracht werden. Vor allem aber müssen sie erst einmal dorthin gebracht werden, wobei Rinder nicht nur eine Menge Platz in Anspruch nehmen, sondern sogar noch eine eine geringere Chance haben, einen Seereise zu überstehen als Pferde, während Schweine und Ziegen Seereisen sehr gut überstehen, wenig Platz benötigen und sich vor Ort selbst versorgen können.


--- Zitat ---Da gibt es ne Story von Ron Hood, nach Stunden der Jagd schleppte der Jäger ne kleine Eidechse an
Oder nimm den Typ der in Alaska verhungerte
--- Ende Zitat ---

Das sind Survivalisten, die haben sich absichtlich in extreme Situationen begeben: Harsches Klima, wenig Wild. Die Siedler landen jedoch in einem Landstrich, der zur Besiedlung vorgesehen ist, man kann also davon ausgehen, dass die Bedingungen dort besser sind.

Abgesehen davon, fehlt einzelnen Jägern ein wesentliches Element, nämlich die Möglichkeit der Kooperation. Ein Jäger kann nur einer Fährte folgen oder sich nur an einer Stelle auf die Lauer legen - wenn gerade dort nichts auftaucht, hat er Pech gehabt. Mehrere Jäger können mehreren Fährten folgen oder sich auf mehreren Lichtungen, an mehreren Wildpfaden, Weideplätzen oder Trinkstellen auf die Lauer legen: Wenn es in der Gegend Wild gibt, wird zwingend an irgend einer der Stellen Jagderfolg einstellen und ein größeres Stück Wild ernährt nicht nur den einen Jäger, der es erlegt hat, sondern alle. Mehrere Jäger können Wild (sogar ganze Gruppen, Sprünge und Herden) auch umzingeln und/oder treiben, wodurch sich pro Jagdausflug mehr Abschüsse ergeben.

Hinzu kommt, dass auch die weniger erfolgreichen Jäger auf ihrem Weg Fallen gelegt, Beeren gepflückt oder Kleinwild gegriffen haben können, was die Bilanz der kooperativen Jagd weiter verbessert. Unsere Altvordersten haben als Jäger und Sammler überlebt und teilweise sogar gut davon gelebt, unmöglich kann es also nicht sein.

Natürlich darf man für so ein Szenario nicht vom Pessimum ausgehen, also das man beispielsweise irgendwo in Alaska herum gurkt, sämtliches jagdbares Wild gerade anderswo unterwegs ist und man aufgrund der geringen Temperaturen auch noch zu viel Energie verbraucht. Es geht hier vielmehr darum, plausible Bedingungen zu finden, unter denen das Szenario funktionieren kann.

Würfelspucker:
Als Joker kann man auch Herdentiere wie Gazellen oder Rentiere in der Gegend ansiedeln. Die lassen sich leicht erlegen: Man treibt sie in einen V-förmigen Zaun, der sich immer weiter verengt. Das Ende ist dabei von einer Hügelkuppe verborgen, wenn die Tiere über die Kuppe sind können sie zwar die Falle erkennen, sind aber schon drin. Die Schützen können dann in Ruhe den Rest erlegen. Das hat beispielsweise mit Gazellen vor 5000 Jahren in Syrien sehr gut funktioniert.

Die Frage ist dann er wie man das ganze Fleisch haltbar macht. Entweder Leben die Herden in der Gegend und man kann immer wieder eine Herde erlegen, oder es gibt eine Migration die dort vorbeiführt.

Bisons sind schwieriger als Jagdwild, gehen aber auch.

Skele-Surtur:
Das Land ist für Besiedlung schon gut geeignet, erstens grundsätzlich und zweitens, weil es sich klimatisch von der Heimat der Siedler nicht maßgeblich unterscheidet. D.h. sie treffen zwar auf ihnen unbekannte Tiere und Pflanzen, müssen aber nicht mit einem Klima umgehen, dass sie nicht gewohnt sind und Flora und Fauna werden trotz gewisser Unterschiede schon Parallelen zu dem aufweisen, was sie von zu Hause aus kennen.

Ein wenig Freifläche für den Anfang wird es geben, später wird man wohl auch roden müssen, aber das kann später kommen. Es wird auch Herdentiere geben, vermutlich sowas wie Rentiere. Ich werde mir recht viel aus der nordamerikanischen Fauna raussuchen und ansonsten ein paar phantastische Tiere einstreuen.

Auf die besten Jagdmethoden müssen die Siedler vielleicht noch kommen, da liegt auch vieles in Spielerhand, aber das sind ja Adaptionsprozesse, die auch Teil des Reizes sind, den das Szenario auf mich ausüben.

Slayn:
@Surtur:

Lass uns mal an einer ganz anderen Stelle ansetzen. Zur Erklärung dazu: Meine Oma ist fast 100 geworden und hat zwei Weltkriege, vor allem aber die Zeit danach als Bäuerin durchlebt. Was sie ihren kindern und uns Enkeln und teils Urenkeln vermitteln konnte ist Gold wert.
Ich bin jetzt mal so frei und behaupte, was wir daraus an Tipps und Tricks ziehen konnten reicht aus um die Eigenversorgung zu starten (Du solltest mal meinen Garten sehen und was da alles zu wächst und gedeiht).

Worauf ich hinaus will: Gibt es in deinem Setting eigentlich Gründe warum die Leute "breites" anstatt "spezifisches" Wissen haben sollten? Wie sieht es denn in der Vorgeschichte aus mit Kriegen, Hungersnöten, wie stark waren Gilden und so etwas präsent?

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