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[Brainstorming] Fantasy Setting auf Planet mit gebundener Rotation

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Arldwulf:
Ich würde den Wind sehr stark als definierendes Element verwenden, da dessen Windrichtung und Stärke auch bei gebundener Rotation ja Schwankungen haben kann. Diese Schwankungen sind sehr wahrscheinlich langwieriger und könnten die Rolle von Jahreszeiten übernehmen. (Sprich - am Rand der Nachtseite bringt der Wind eine Weile lang genug Wärme mit - doch periodisch wird dies weniger oder mehr)

Und bei dermaßen starken Winden ist natürlich auch die Fortbewegung per Luft oder Segel sehr viel interessanter. Ich würde dort viele Konstruktionen und ausgeklügelte Mittel erwarten die diese Energie sich zu nutze machen.

Kurzum: Statt einem Sonnen oder Nachtkult fände ich in so einem Setting einen Windkult viel interessanter. Und am ehesten geht alles gemeinsam, und man hat schon mal 3 religiöse Fraktionen die sich noch in einzelne Völker unterteilen oder über diese verteilen könnten.

Höhenunterschiede machen auch viel aus - auf einem Berggipfel knapp innerhalb der Nachtseite könnte eine Oase sein auf der Leben möglich ist...sozusagen die glühenden Berge.

Und umgedreht könnte es auch auf der Tagseite bewohnbare Täler geben.

Antariuk:
Lustig dass du Wind erwähnst, ich hatte auch schon daran gedacht, inspiriert durch ein paar Artikel zu einem PC-Spiel (Stormchaser?), das zu einem wichtigen Element zu machen. Mehr als Segelschiffe und mit Windkraft betriebene Mechaniken hat mein Skizzenblock aber noch nicht gesehen. Eine richtige "Fraktion" daraus zu machen ist auf jeden Fall eine schöne Idee!

In Sachen Oasen habe ich auch schon an einiges gedacht, aber die Bergspitzen finde ich klasse, das hat was. Vor allem weil man sie schon von weitem sehen kann und damit eine klare Richtungsvorgabe hat, auf dem Weg dahin aber durchs sprichwörtlich finstere Tal reisen muss :) Meine anderen Oasen-Ideen waren:

Tagseite
- Schattenseite von Gebirgen, wo die tödlichste Strahlung abgeschirmt wird.
- Höhlensysteme mit Durchbrüchen an die Oberfläche, wo eine Mischökologie gedeiht (Pilzwälder meets Palmen).
- als Erweiterung dazu: Sand der in der Hitze zu Glas verschmolzen ist wird zu einem natürlichen Gewächshausdach für darunterliegende Höhlen (künstlich oder natürlich).

Nachtseite
- heiße Quellen/aktive Vulkane, die bizarres Leben im direkten Umfeld erlauben.
- ein ewiger Wirbelsturm, der durch warme Winde der Sonnenseite gespeist wird, als anormales Wetterphänomen. Stürmt und regnet dauernd, aber es ist warm genug.

Arldwulf:
Generell würde ich auch über die Bewohner deiner Welt nachdenken. Der Lebensraum ist mit gebundener Rotation so speziell, dass Humanoide eigentlich unwahrscheinlich sind. Aber weil man diese ja immer gern mag konntest du sie als spätere Kolonisten dieser Welt darstellen. Auch hier entstehen wieder zwei potentielle Fraktionen. Die fantastischen und exotischen Urbewohner dieser Welt, Tiere und Pflanzen bei denen vielleicht nicht einmal klar ist wie intelligent sie sind.

Und die sich über Jahrhunderte aufgesplitteten Humanoiden die durch die Lebensfeindlichkeit ihrer Welt kaum mehr Kontakt zu ihren Ursprüngen haben. Vielleicht waren sie sogar einst nur Schiffbrüchige hier.

Ich würde die Welt in der zwischenzone als sehr wechselhaft beschreiben, und während die ursprüngliche Natur sich daran angepasst hat (bei Wärme entstehen extrem schnell blühende Landschaften sozusagen) müssen die humanoiden anders damit klarkommen.

Bei den Berggipfeln könnte ich mir vorstellen, dass es nur während einer bestimmten Windzeit überhaupt möglich ist sie zu bereisen, was dann erfahrene Schmuggler und sonstige Abenteurer tun...durchaus unter Zeitdruck und Risiko.

Antariuk:

--- Zitat von: Arldwulf am  4.09.2014 | 13:27 ---Und die sich über Jahrhunderte aufgesplitteten Humanoiden die durch die Lebensfeindlichkeit ihrer Welt kajm mehr Kontakt zu ihren Ursprüngen haben. Vielleicht waren sie sogar einst nur Schiffbrüchige hier.

--- Ende Zitat ---

I like your brain.

Meine Idee, bisher nur lose im Hintergrund angedacht, war dass der Planet eigentlich mal eine Gefängniskolonie war (bisschen wie Crematoria in Riddick), die irgendwann einfach aufgegeben wurde (warum auch immer). Daher sind alle humanoiden Völker die Nachfahren der einstigen Sträflinge, und da das ganze schon seeehr lange her ist, und der Planet keine pefekt gebundene Rotation hat was dafür sorgt dass die Twilight Zone ganz langsam wandert, tauchen auf der Tag/Nachtseite (je nachdem wo man ist) einige Ruinen auf die für Standard Fantasy deutlich zu groß und zu resistent gegenüber der Umwelt sind. Wenn man will, könnte man hier dann anfangen, SciFi-Elemente einzubauen.

Arldwulf:
Cool, also wandern sozusagen alle Lebewesen langsam über den Planeten, im Rhythmus der Rotation? Das könnte dann für Langzeitereignisse als Kalender funktionieren. Und macht die Welt und ihre ursprünglichen Bewohner natürlich noch fantastischer und fremdartiger.

Und es könnte Leute und Kreaturen ermöglichen die sozusagen "vorlaufen". Die versuchen Orte zu finden welche in 1-2 Jahren vielleicht genau in der günstigen Klimazone liegen und diese für sich in Anspruch nehmen.

Das bietet jede Menge Potential für Territorialkonflikte.

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