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[Brainstorming] Fantasy Setting auf Planet mit gebundener Rotation

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Arldwulf:
Ich finde 4km pro Jahr gar nicht zu viel. Tendentiell würde ich sogar mehr besser finden - in etwa eine Horizontlänge (13km).

Bei 13km pro Jahr, und einer Twighlight Zone von sagen wir mal 1/10 des Planetenradius = 4000km hätte man knapp 300 Jahre die eine Stadt in der Lebensfreundlichen Zone sein kann.

Das ließe sich sehr schön als 100 Jahre Aufbau und Wachstum, (raus aus dem Dunkel, am Anfang noch bevölkert mit dem ganzem Abschaum der Nachtgrenze), 100 Jahre Blüte (die echte "Zivilisation") und 100 Jahre Abstieg (Vorbereitung auf die Wüstenzeit, es wird immer heißer, Leute verschwinden, aber andere bleiben und genießen die 200-300 Jahre Arbeit die in die Stadt hineinflossen zuvor) darstellen.

Es würde auch bedeuten: Nach ca. 1200 Jahren kommt man dort an wo auf der anderen Seite des Planeten eine zweite Zwischenlichtzone existiert.

Das sind aus meiner Sicht schöne Zeiträume um damit zu arbeiten.

Antariuk:

--- Zitat von: Arldwulf am  4.09.2014 | 15:04 ---Das ließe sich sehr schön als 100 Jahre Aufbau und Wachstum, (raus aus dem Dunkel, am Anfang noch bevölkert mit dem ganzem Abschaum der Nachtgrenze), 100 Jahre Blüte (die echte "Zivilisation") und 100 Jahre Abstieg (Vorbereitung auf die Wüstenzeit, es wird immer heißer, Leute verschwinden, aber andere bleiben und genießen die 200-300 Jahre Arbeit die in die Stadt hineinflossen zuvor) darstellen.
--- Ende Zitat ---

Oder halt andersherum, je nach Planetenseite (soweit wie möglich in die Tagseite hinein bauen, vielleicht in einem Flusstal, irgendwann befindet man sich auf der Mitte der Twilight Zone (was ein Problem mit erhöhtem Wasserstand geben kann? Noch ein Faktor, der bedacht werden will), und dann geht es immer weiter ins Zwielicht wo traditionelle Landwirtschaft immer schwieriger wird, bis die Siedlung aufgegeben werde muss oder von Bewohnern der Nachtseite übernommen wird.


--- Zitat von: Arldwulf am  4.09.2014 | 15:04 ---Es würde auch bedeuten: Nach ca. 1200 Jahren kommt man dort an wo auf der anderen Seite des Planeten eine zweite Zwischenlichtzone existiert.

--- Ende Zitat ---

Das ist überhaupt eine gute Frage, wie gut die beiden Twilight Zones wirklich verbunden sind... sprich, wie gut die Polarregionen passierbar sind (was dann insofern nochmal besonders wäre als dass es nur an den Polen dauerhaft Eis und Schnee im Sonnenlicht gibt).


--- Zitat von: Arldwulf am  4.09.2014 | 15:04 ---Das sind aus meiner Sicht schöne Zeiträume um damit zu arbeiten.

--- Ende Zitat ---

Für mich fühlt sich das zu schnell an, aber ich sehe durchaus den Vorteil der erhöhten kulturellen Dynamik die man dadurch hat.

Arldwulf:
Was ich bei dem Setting interessant finde sind vor allem die sehr begrenzten Lebensräume, und dass die Zwischenzone sehr wandelbar sein kann. Um da mal ein Szenario auszumalen:

Am Horizont in der Dunkelzone sind Berge "aufgetaucht", helle Kuppen in der ewigen Nacht. Tiere fliegen dorthin, und Abenteurer - doch für die Leute in der Zwischenzone sind diese Berge eine riesige Gefahr. Die Windbarriere die sie darstellen wird in einigen hundert Jahren verhindern, dass der Austausch von Wärme weit in die Dunkelzone hinein stattfindet, der Schatten den sie werfen wird verhindern, dass die lebensfreundliche Tagzone groß ist.

Kurzum: Aus den 1/10 Bereich der Lebensfreundlich ist werden mal fix 1/100, aus 4000km nur noch 400km.

Und alle schicken Leute aus um sich und ihren Nachfahren die passenden Plätze zu sichern. Welche natürlich schon einmal besiedelt waren, so vor 3000 Jahren und Ruinen hinterlassen haben und dann nochmal vor 1500 Jahren, als die Fremden von der anderen Seite hier waren...

Antariuk:
Das klingt echt nicht übel, vor allem weil es als Aufhänger für Abenteuer und Drama ganz ohne Klischees oder ausgelutschte Archetypen auskommt.

Ich glaube, das gefällt mir wirklich besser als eine komplett gebundene Rotation, die zwar denselben Konflikt der Elemente hätte aber diesen Aspekt der ständigen Wanderung nicht.

Was ich mich jetzt noch frage ist wie sich dieser langsame Rhythmus auf den Flüssigwasser-Haushalt des Planeten auswirkt, d.h. wie gut Meere wirklich wandern. Bei einer wirklich fest gebundenen Rotation könnte ich mir gut vorstellen dass ein Großteil der Twilight Zone von Wasser bedeckt ist, weil das Aufeinanderprallen der extremen Seiten hier für die höchste Konzentration an Erosionskräften sorgt (und die tektonischen Plattenbewegungen hier wohl für Meeresgräben und Gebirge sorgen), und die entstehenden Senken werden mit Schmelzwasser gefüllt. Doch bei einer Wanderung von mehreren Kilometern pro Erdenjahr? Da wäre ja echt alles mögliche drin, u.a. das völlige Verschwinden von einem Meer und damit der Übergang von maritimer zu nomadischer Jäger&Sammler Kultur.

Arldwulf:
Ach, das geht sogar noch ein bisschen fantastischer, mit einem wanderndem Meer welches in eine Wüste verläuft.

Auf der richtigen "Sonnenseite" ist es so heiß, dass Wasser dort schlichtweg verdunstet. Von dort aus wird es auf die Nachtseite geweht und lässt dort gemeinsam mit dem schmelzendem Eis mächtige Flüsse entstehen die sich zu einem Meer vereinen.

Der Untergrund wandelt sich also, Flüsse und Landschaftsformen wandern aber mit der Lebenszone mehr oder weniger mit. Im Laufe der Jahrtausende könnten sich so mächtige Canyons gebildet haben, und während auf der Sonnenseite das Meer den Städten immer näher kommt (die aber natürlich in weiser Voraussicht so gebaut worden dass sie langsam Inseln werden) fließen stetige Flüsse von links nach rechts. Nur halt jedes Jahr etwas anders.

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