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[Brainstorming] Fantasy Setting auf Planet mit gebundener Rotation
Ursus Piscis:
Du könntest Anleihen bei der nordischen Mythologie nehmen und aus der Welt einer Art Midgard machen, bei der schon ein Teil der Götterdämmerung stattgefunden hat:
Die dunkle Seite könnte nun Niflheim darstellt, das von Eisriesen beherrscht wird (mit einem Zugang zur Unterwelt Hel) und die helle Seite Muspellsheim, das von Feuerriesen beherrscht wird.
Die Götter Agards haben nur mehr wenig Macht und ihr Einfuss reicht nur in die Dämmerungszone. Nur hier können Menschen überleben.
Elfen und Zwerge kommen als Schwarz- bzw. Lichtalben vor, die eher der jeweiligen Seite zugewandt wohnen.
Die Midgardschlange schnürt ihren Ring immer enger um die Dämmerungszone, über die in unregelmäßigen Abständen der Fenriswolf wütet und große Flächen verwüstet ...
Antariuk:
Schöne Ideen bisher!
--- Zitat von: Eulenspiegel am 2.08.2014 | 13:18 ---Es gibt auch keine Jahreszeiten. Das heißt, Brunftzeiten machen für Tiere keinen Sinn.
--- Ende Zitat ---
Ja, der Kreislauf der Natur könnte ganz anders sein. Spannend ist hierbei ob es einen Mond (oder mehrere) gibt, der als Taktgeber für natürliche Zyklen herhalten kann. Wissenschaft sagt daas ist bei gebundenen Planeten extrem unwahrscheinlich, aber das muss bei einem Fantasy Setting ja nicht wichtig sein. Jahreszeiten kann es aber schon geben, weil die Umlaufbahn um die Sonne elliptisch sein kann, die Auswirkungen wären aber mit Sicherheit nicht exakt diesselben wie auf unserer Erde. Denkbar wären Jahreszeiten die nicht von Temperaturschwankungen sondern von Stürmen oder Farbveränderungen der tiefstehenden Sonne gekennzeichnet sind (das Licht bricht sich dann anders).
--- Zitat von: Eulenspiegel am 2.08.2014 | 13:18 ---Es gibt nicht unbedingt eine Zeitmessung in Tage/Jahre, da es auf dem Planeten weder Tage noch Jahre gibt. Vielleicht misst man in "Karawanen". Eine Karawane braucht eine bestimmte Zeit, um vom Heimatdorf ins Nachbardorf zu reisen und wieder zurück. Diese Zeit ist dann "1 Karawane".
Geburtstage spielen demzufolge auch eine geringere Rolle. Stattdessen sind eher körperliche Zeichen "die erste Blutung" bei Mädchen bzw. "das erste Barthaar" beim Mann ein gesellschaftliches Ereignis, das gefeiert wird.
--- Ende Zitat ---
Lustig wären vor allem Unterschiede zwischen Kulturen/Völkern die ihre Umwelt in verschiedene Zyklen unterteilen. Nomaden die in "Karawanen" rechnen verstehen nicht warum das Dorf grade so ausflippt nur zwei Kinder der Dorfjugend grade pubertäre Symptome zeigen, usw.
@Ursus Piscis: :d Hab ich auch schon dran gedacht mit nordischer Mythologie zu arbeiten, aber deine kompakte Auflistung spornt da nochmal sehr an.
Text:
Noch eine andere Idee: was wenn die Rotationsbewegungen nicht ganz exakt übereinstimmen? Jedes Jahr würden ein paar cm des bewohnbaren Rings im Eis verschwinden und dafür ein paar cm neu aus dem gleißenden Licht auftauchen (auf der gegenüberliegenden Kugelseite genau umgekehrt).
Das führt erstens zu unterschiedlichen Zonen: auf einer Hälfte des Rings bringt das Licht und nimmt die Dunkelheit, auf der anderen Hälfte ist es genau umgekehrt. Die beiden Pole sind herausragende Stellen, weil sie als einziges stabil im Zwielicht bleiben.
Zweitens bedeutet es dass es sowohl im Dunkeln wie auch im Licht alte verlassene Siedlungen gibt - und dass die Überbleibsel längst vergangener Hochkulturen am Rande des bewohnbaren Bereichs auftauchen und darauf warten von Abenteurern erforscht zu werden.
kalgani:
Ich denke viel mehr Leben dürfte in den Polzonen der Sonnenseite vorkommen.
Dort dürften die verhältnisse schließlich einigemaßen erträglich sein. (grüne(s) antarktis/grönland/alaska usw.)
Es könnte auch auf der Sonnen seite extreme Dschungel geben, welche durch die dauerhafte Aufheizung der sonnenseitigen Meere noch feuchter als unsere wären und eventuell eher auf Hochplateaus anzutreffen als in niederen Lagen wie bei uns.
Es kommt imho also auch sehr stark auf deine Topologie an ob auf der Sonnenseite etwas lebt. Irgendwas wird dort sicherlich leben.
Insektoide Humanoide könnte ich mir z.B. sehr gut vorstellen, gewisse echsenarten usw.
In den Wüsten dort könnte es auch wie in Dune unterirdische Kavernen mit Wasser geben...
Antariuk:
--- Zitat von: Text am 2.08.2014 | 13:50 ---Zweitens bedeutet es dass es sowohl im Dunkeln wie auch im Licht alte verlassene Siedlungen gibt - und dass die Überbleibsel längst vergangener Hochkulturen am Rande des bewohnbaren Bereichs auftauchen und darauf warten von Abenteurern erforscht zu werden.
--- Ende Zitat ---
Sehr schöne Idee! Hat Potential für Hintergrund-Drama (die Siedlungen der Vorväter gehen irgendwann verloren) Lebensphilosophie (nichts währt ewig) und das von dir schon erwähnte Potential für Abenteuer. Dankenswerterweise kann man sich dann die passende Planetenseite zur gewünschten Expedition aussuchen ;)
--- Zitat von: kalgani am 2.08.2014 | 13:55 ---Ich denke viel mehr Leben dürfte in den Polzonen der Sonnenseite vorkommen.
Dort dürften die verhältnisse schließlich einigemaßen erträglich sein. (grüne(s) antarktis/grönland/alaska usw.)
Es könnte auch auf der Sonnen seite extreme Dschungel geben, welche durch die dauerhafte Aufheizung der sonnenseitigen Meere noch feuchter als unsere wären und eventuell eher auf Hochplateaus anzutreffen als in niederen Lagen wie bei uns.
--- Ende Zitat ---
In einer Fantasywelt wäre sowas natürlich problemlos machbar, ich würde mich da aber schon eher an die von der Wissenschaft nahegelegten Extreme halten. Bei den o.g. Bedinungen für diese Beispielwelt wäre die Sonnenseite im Zentrum so heiß, dass der Pol von einem Meer aus Lava bedeckt ist (daher im englischen auch der Name "Eyeball Planet"). Nahe des Übergangsbereichs zur Schattenseite gibt es Potential für breite Streifen von Dschungel und Geografie mit viel Wasser, aber der Hauptanteil der Sonnenseite würde die großen Wüsten unserer Erde wie freundliche Strandabschnitte aussehen lassen.
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