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D&D5 Players Handbook
Wisdom-of-Wombats:
@Archoangel: Also, wenn ich mir die Reaktionen in Blogs und Foren anschaue, dann sagen viel OSR-Leute (auch kommerzielle Content-Anbieter), dass sie D&D 5e eine echte Chance geben und darin auch eine echte Chance sehen, weil sie die "störenden" Elemente (Heilungsrate, XP Kurve, XP Quelle) einfach hausregeln können. Komischerweise stört sich bei denen niemand am Skill System (außer das es überhaupt existiert). Damit scheint bei der OSR der Trend Richtung D&D 5e zu zeigen, was sich wahrscheinlich irgendwann (sobald WotC die Lizenzfrage klärt) in einem Abflauen der OSR ausdrücken dürfte.
Bei PF Leuten hingegen scheint eine häufige Tendenz zu sein: PF spiele ich nolens volens, weil D&D 4e mich nicht anspricht, und ich mich von WotC im Stich gelassen fühle. Hier ist dann die Reaktion auf D&D 5e: "Au fein, ich habe wieder ein einfaches D&D System."
Lediglich die D&D 4e Leute tun sich schwer mit der Umstellung... weil D&D 5e erheblich besser an die prä-D&D 4e Editionen anschließt als an D&D 4e.
Und in Deutschland mögen sich vielleicht die alten Hartwurst-System halten, aber in Amerika (und das ist der Hauptmarkt, da sind wir nur Wurmfortsatz) gibt es noch einen Sieges-Faktor für D&D 5e: Das organisierte Spiel via Adventurer's League. Da kann ich jeden Mittwoch, egal wo ich bin, im FLGS vorbeischauen und finde einen Event für ein Spielsystem, das von hundertausenden gespielt wird. Gegen D&D 5e ist alles außer PF ein Nischenprodukt.
Und das ist der Hauptvorteil von D&D 5e: ein aktuelles System, das zu vernünftigen Preisen vom Verlag unterstützt wird, mir jede Woche einen organisierten Event bietet und einen Bekanntheitsgrad auch außerhalb der Rollenspielszene hat. Oft hört man nicht: "Lass uns ein Rollenspiel spielen", sondern man hört: "Lass uns D&D spielen."
Und gegen die Auflage kommen alle andere Systeme (außer PF) nicht an. Nicht in Amerika. Hier in D wahrscheinlich noch DSA. Aber wenn ich DSA spiele, dann bin ich eh' keine Zielgruppe für D&D.
Wisdom-of-Wombats:
--- Zitat von: Archoangel am 3.09.2014 | 16:25 ---Weil das GURPS, MERS und FATE nicht können, oder was soll diese Botschaft jetzt sagen?
--- Ende Zitat ---
Ich argumentiere gerade rein im D&D Kosmos. Und wenn ich hätte sagen wollen, dass irgendein System etwas nicht kann, hätte ich es gesagt.
Ich will sagen: D&D 5e kann alles, was die Vorgängersysteme auf konnten, nur einfacher und intuitiver. Aber ich bin auch bekennender D&D 5e Fanboi.
Scurlock:
--- Zitat von: Arldwulf am 3.09.2014 | 16:25 ---Das kommt halt darauf an was man betrachtet. Nimm mal Threads in denen Spieler der einzelnen Editionen gefragt werden: Was wollt ihr?
Diese Inhalte sehen sich sehr ähnlich. Ich kenne auch viele Spieler die sowohl AD&D oder OSR spielen als auch D&D4E oder 3.5 oder Pathfinder RPG. Ich zum Beispiel, bei mir schwankt die Lieblingsedition immer mal wieder zwischen 4E und AD&D - trotz völlig verschiedener Regeln.
Wir hatten hier vor kurzem mal eine Umfrage zum Thema: Warum spielt ihr eure Edition? Und eine eigentlich komplett verschmähten Antwortmöglichkeit "ich kenne gar nix anderes". Die überwältigende Mehrheit aller Spieler hat schon mehrere Editionen gespielt, oft 3 oder 4.
Oder anders gesagt: Die Spieler und ihre Interessen sind viel weniger unterschiedlich als die Editionwars oft suggerieren. Meine Aussage war nur: Man kann durchaus Spieler verschiedener Editionen verbinden, etwas schaffen dass viele von ihnen anspricht. Man muss sie nur ernstnehmen. 5E macht das oft nicht, erwirkt den Anschein man habe etwas aus alten Editionen übernommen - doch die eigentliche Intention der Regel wird nicht übernommen, sie wird verdreht.
--- Ende Zitat ---
Naja, ich kann mit den Mechanismen der 4E gar nichts anfangen und habe diese Edition dann auch gemieden. Die 3.x hab ich annähernd so lange gespielt wie damals AD&D. Die 3.x- und somit auch Pathfinderregeln möchte ich definitiv nicht zurück. Ähnliches gilt für das Gros meiner Spieler. Als C&C-Spieler gehöre ich deshalb eher zu den Anhängern der Retro-Klone oder eben auch AD&D-Spielern.
Insofern teile ich Deine Einschätzung, dass die Vorlieben so unterschiedlich gar nicht sind, überhaupt nicht. Es gibt sicher Spieler, die offen für alle oder zumindest mehrere Systeme sind. Aber genauso gibt es genug Spieler, die sich jenseits ihrer Präferenzen nicht für die anderen Regeln erwärmen können.
--- Zitat ---Aber es gibt auch eine objektive Betrachtung, und die ist nunmal: Je besser ein Spiel ausbalanciert ist, umso freier kann man aus den Optionen wählen, umso eher wird das gespielt was aufgrund des Hintergrunds für den Charakter gewählt ist. Und umgedreht: Je schlechter das Balancing ist, umso eingeschränkter wird man.
--- Ende Zitat ---
Die Balance hat nichts mit der Optionsvielfalt zu tun. Was Du meinst ist, dass man wie in der 4E die Handlungsoptionen so sehr aneinander angleicht, dass es am Ende egal ist, was gemacht wird. Die Optionen erscheinen dann nur vom Namen her zahlreich, aber genaugenommen gibt es dann immer nur eine Option.
--- Zitat ---In dem von dir zitiertem Beispiel geht es aber um die Frage wie sich das Balancing ändert wenn sich die Abenteuerstruktur ändert. Habe ich ein Balancing, welches darauf basiert dass die Spieler eine bestimmte Anzahl Kämpfe je Tag machen so entstehen Probleme sobald ich davon abweiche. Charaktere welche ihre Ressourcen frei verteilen können werden dann die Situation deutlich an sich reißen. Das klassische Beispiel ist der Magier, welcher (es ist Metagaming, es ist doof - aber es wird gemacht) seine Zauber für Questlöser, Skillersetzende Dinge und ähnliches einsetzen kann - während der Kämpfer seine Hitpoints als Ressource halt nicht für derartige Dinge nutzen kann. Die Folge sind Spieler die sich an einem Spielabend nutzlos fühlen - doch die Folge sind auch Spielleiter und Abenteuerdesigner die dies vorhersehen und darum die Art ihrer Abenteuer einschränken.
--- Ende Zitat ---
Ja, diese Gefahr ist durchaus da, aber diese Problematik zieht sich durch alle Editionen, die 4E vielleicht mal ausgenommen...
Arldwulf:
--- Zitat von: Scurlock am 3.09.2014 | 16:49 ---Naja, ich kann mit den Mechanismen der 4E gar nichts anfangen und habe diese Edition dann auch gemieden. Die 3.x hab ich annähernd so lange gespielt wie damals AD&D. Die 3.x- und somit auch Pathfinderregeln möchte ich definitiv nicht zurück. Ähnliches gilt für das Gros meiner Spieler. Als C&C-Spieler gehöre ich deshalb eher zu den Anhängern der Retro-Klone oder eben auch AD&D-Spielern.
Insofern teile ich Deine Einschätzung, dass die Vorlieben so unterschiedlich gar nicht sind, überhaupt nicht.
--- Ende Zitat ---
Das kommt halt darauf an was man betrachtet. Die Vorlieben selbst, oder die Reaktion auf die Edition (oder teilweise auch nur auf die vermeintliche Edition - ist ja bei 4E auch nicht immer das gleiche).
Wenn wir beide ein Spiel machen und unsere Anforderungen an ein D&D aufschreiben, was es ermöglichen soll, welche Art von Abenteuern unterstützt werden sollen: Glaubst du ernsthaft da würde so viel verschiedenes herauskommen?
Mechaniken kann man immer mal doof finden, aber ich sprach ja über die Spieler. Und deren Anforderungen sind durchaus sehr ähnlich. Die meisten D&D 4E Spieler haben ja vorher 3.5 gespielt, oder AD&D und damit gewiss auch Jahrelang ihren Spaß gehabt. (und würden mit der passenden Gruppe auch in der 5E sicher Spaß haben). Eigentlich kenne ich kaum Spieler welche nur eine Edition spielen, und keine bei denen ich sagen würde: Der kann mit dieser anderen Edition auf keinen Fall Spaß haben.
--- Zitat von: Murder-of-Crows am 3.09.2014 | 16:37 ---Lediglich die D&D 4e Leute tun sich schwer mit der Umstellung... weil D&D 5e erheblich besser an die prä-D&D 4e Editionen anschließt als an D&D 4e.
--- Ende Zitat ---
Das lustige dabei ist ja: Die meisten Regeln welche die 5E aus früheren Editionen zumindest oberflächig übernimmt stammen aus der 4E.
Short Rests, Encountererstellung, At-Will Spells, Second Wind, rechargable Monster Fähigkeiten, Rituale, mundane Heilung über verbrauchbare Ressourcen (Hit dice / Healing surges), ja selbst die Angabe ob Skills nun trainiert oder nicht sind.
Es wird nur selten die eigentliche Intention übernommen und die konkreten Mechaniken wirken auf den ersten Blick schlechter durchdacht, oder sind losgelöst von anderen Regeln die dem ganzen erst ihren Sinn geben. Aber normalerweise müsste man da eher bei den alten Editionen weinen, wenn es nur um die Frage geht was für Brücken abgebrochen werden. Eine Aufzählung wie die oben würde schwer werden für Dinge welche nur aus älteren Editionen stammen. Eigentlich gibt es kaum noch konkrete Regelungen daraus. Einfach weil daraus natürlich kaum noch etwas übernommen wurde - oder eben nur Dinge die es ohnehin schon in mehreren Editionen gab.
Es ist halt eher die Designphilosophie welche dort etwas rückwärtsgewandt (ist Back to the roots dafür eigentlich positiver besetzt?) ist, weniger die Mechaniken selbst.
Thandbar:
--- Zitat von: Scurlock am 3.09.2014 | 16:49 --- Was Du meinst ist, dass man wie in der 4E die Handlungsoptionen so sehr aneinander angleicht, dass es am Ende egal ist, was gemacht wird. Die Optionen erscheinen dann nur vom Namen her zahlreich, aber genaugenommen gibt es dann immer nur eine Option.
--- Ende Zitat ---
Nö, also das stimmt ja mal überhaupt nicht. :P
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