Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
D&D5 Players Handbook
Scurlock:
--- Zitat von: Althena am 6.09.2014 | 22:25 ---Ich lehne mich mal aus dem Fenster, aber seit kurzem gibt es ja im Neverwinter MMO auch die Warlockklasse. Da ist der Grundtenor auch der Kampf gegen das Böse und immer mehr Land fürs Gute wettmachen.
Im Flufftext bekommt man von diverser Seite (zum Beispiel vom eigenem "Lehrmeister") auch sinngemäss gesagt:
"Du weißt schon, dass es einfacher ist für unseren Pakt die unschuldigen zu opfern? Aber mach ruhig weiter mit deinem 'heldenhaften' Unternehmungen, den unseren Meister ist es eigentlich egal woher die Seelen kommen, die du ihm schickst!"
Es kommt sogar mal zu einer Begegnung zwischen Paktierier und Paktgeber, der ungefähr die gleiche Einstellung hat und einen zum ersten mal auch aktiv vor die Wahl stellt: "Töte diese Person, weil ich meine Schulden eintreiben will oder nimm die Schulden auf dich und kämpfe zu meiner Belustigung gegen ein anderes böses Vieh aus meiner Domäne!"
Da sieht man schon irgendwie, dass der Spielercharakter als eine Besonderheit angesehen wird.. Er bewegt sich zwar innerhalb der Paktgrenzen, dennoch kann er seinen Kampf gegen das Böse aufrechthalten.
--- Ende Zitat ---
Ich denke ein MMORPG ist mit seinen doch sehr einfachen Strukturen ein denkbar schlechtes Vorbild, wie man als SL einen Warlock implementieren sollte. Zumal mit diesen Prämissen am Ende nur ein Drizztartiger Warlock herauskommt: "Ja, ich bin grundsätzlich böse veranlagt, aber eigentlich bin ich doch so ein Guter" *Gähn*
--- Zitat von: Murder-of-Crows am 7.09.2014 | 02:00 ---Gab's bei D&D 4e auch nicht. Warum soll 5e das auf einmal leisten? Außerdem bricht es den Warlock als Klasse raus aus den anderen.
Wenn man ein Spiel mit solchen Konsequenzen spielen will, ist man bei D&D ein wenig fehl an der Adresse. Das wäre so, als wenn ich mir in der WoD ein Happy End erwarte. Oder bei Cthulhu einen erschlagenen Old One.
--- Ende Zitat ---
Es gab auch ein D&D vor der 4E. Und gerade in den älteren Editionen wurde immer wieder mit Konsequenzen gespielt. Ein Beispiel wäre der Zauber "Hast", der den Empfänger auch immer um ein Jahr hat altern lassen. Die Happy Ends kamen erst mit den neueren Editionen...
Skyrock:
--- Zitat von: Scurlock am 7.09.2014 | 02:24 ---Ich denke ein MMORPG ist mit seinen doch sehr einfachen Strukturen ein denkbar schlechtes Vorbild, wie man als SL einen Warlock implementieren sollte. Zumal mit diesen Prämissen am Ende nur ein Drizztartiger Warlock herauskommt: "Ja, ich bin grundsätzlich böse veranlagt, aber eigentlich bin ich doch so ein Guter" *Gähn*
--- Ende Zitat ---
Das NWN-Beispiel ist wirklich nasig.
Ich stelle mir beim typischen Spieler-Warlock eher den faustianischen Typen vor, der seine Seele verkauft um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Oder jemanden, der sich für schlau genug hält um Asmodeus/Nyarlatothep/den Feenkönig auszutricksen. Oder den LaVey-Typen, der sich selbst für göttlich hält und eine Abkürzung nimmt.
Oder jemand, der einfach rechtschaffen böse ist und Eigennutz mit einem starken Ehrenkodex verbindet. (Ist entgegen der böse=pöhse-Propaganda in vielen Gruppen meiner Erfahrung nach eine gruppenkompatiblere Gesinnung als der stereotype chaotisch neutrale Dieb, der sich alles in den eigenen Sack steckt und Funde vor der eigenen Gruppe verheimlicht...)
--- Zitat ---Es gab auch ein D&D vor der 4E. Und gerade in den älteren Editionen wurde immer wieder mit Konsequenzen gespielt. Ein Beispiel wäre der Zauber "Hast", der den Empfänger auch immer um ein Jahr hat altern lassen. Die Happy Ends kamen erst mit den neueren Editionen...
--- Ende Zitat ---
Zurück ins Knights & Knaves Alehouse mit dir!
Silent:
--- Zitat von: Skyrock am 7.09.2014 | 02:57 ---Das NWN-Beispiel ist wirklich nasig.
--- Ende Zitat ---
Hat denn wer ein besseres? Das ist wenigstens von halbwegs offizieller Seite so abgesegnet worden. Natürlich kann man jetzt in alter Shadowrunmanier sagen "Romane sind keine Regelwerke!", aber es geht ja genau darum, welchen Fluff man dem Warlock noch andichten will und da bietet sich offizieller Fluff halt an ^^
Und wer mehr mechanische Nachteile haben will, muss auch mehr mechanische Vorteile springen lassen, meiner Meinung nach...
Wisdom-of-Wombats:
--- Zitat von: Althena am 7.09.2014 | 20:26 ---Und wer mehr mechanische Nachteile haben will, muss auch mehr mechanische Vorteile springen lassen, meiner Meinung nach...
--- Ende Zitat ---
Ziemlich genau ja. Denn derzeit ist der Warlock genauso stark wie alle anderen Klassen. Mit Nachteilen muss er stärker werden, sonst geht das Balancing flöten.
Archoangel:
Ein guter GM tritt all seinen Charakteren in den Arsch; der Warlock gibt dem GM nur bessere Vorlagen ... bei anderen muss ich mir die eben im Hintergrund suchen. Mein WarlockSpieler hat es mir dankenswerterweise noch leichter gemacht: er hat einen Inquisitor der ihn jagt gleich mit im Hintergrund verankert, weshalb ich ihn jetzt mit dem Inqui und dem Pact an den Eiern packen kann ... da fließt Inspiration in rauhen Massen den Rhein runter.
Ach ja und Edit sagt: Balancing ist was für Weicheier, Warmduscher und Gelsattelfahrer.
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