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[Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan

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Pyromancer:

--- Zitat von: scrandy am 10.12.2014 | 14:04 ---Sorry, aber das stimmt so nicht. Ich hab vor kurzem nochmal Star Wars I-VI geschaut und selbst die alten Teile, die ich sehr schätze, kann ich im Minutentakt auseinandernehmen beim schauen. Da stimmt gemessen an dem Standard, der hier gefordert wird, rein garnichts. Wie gesagt: Walker vs. Schützengraben im Stil des ersten Weltkriegs, Laserschwerter vs. klassische Schusswaffen, generell X-Wing als umsetzung der Flugzeuge des ersten Weltkriegs usw.

--- Ende Zitat ---

Nein. An realweltlichen Standards gemessen ergibt da zwar viel (alles?) auch keinen Sinn, und manche Konzepte sind auch in-universe zumindest zweifelhaft, aber so große interne logische Widersprüche wie bei Interstellar gibt's da nicht.


--- Zitat von: scrandy am 10.12.2014 | 14:06 ---Ich denke es wurde vorallem Coopers Feld gezeigt, der als ehemaliger Ingenieur viel technischer an die Sache ran geht. So habe ich es jedenfalls empfunden. Andere Farmer wurden nicht gezeigt.

--- Ende Zitat ---
Ich meinte, am Anfang kommt ein Nachbar vorbei, um seinen entlaufenen Traktor zurückzuholen (bei der Szene, wo sich die ganzen Traktoren um das Cooper-Haus versammeln). Und Cooper lässt ohne mit der Wimper zu zucken seinen Sohn (autodidaktisch gelernter Bauer) mit dem ganzen High-Tech-Krempel (braucht Ingenieur zum funktionieren) zurück...

Thandbar:

--- Zitat von: Feuersänger am 10.12.2014 | 11:29 --- Besonders seltsam an der Vorliebe für Shakespeare ist, dass er in diesem Setting gar nicht mehr relevant ist -- schließlich geht es beim Barden um menschliche Schwächen und Nöte, und die hat die glorreiche aufgeklärte Trek-Menschheit ja allesamt überwunden.

--- Ende Zitat ---

Guter Punkt. Ohne einige primitive menschliche Gelüste sollte auch Poker nicht mehr so viel Spaß machen. Und ohne Geld auch nicht. :D

scrandy:

--- Zitat von: Evil Batwolf am 10.12.2014 | 14:10 ---Scrandy hat in diesem Thread öfter gesagt, dass der Film schon deshalb seine Funktion erfülle, weil er zur Diskussion anrege.

Leider wird die Diskussion aber nicht über die Inhalte des Films geführt, sondern lediglich über seine grausame Qualität.

--- Ende Zitat ---
Ja solch eine Diskussion wäre auch viel sinnvoller. Ich fänd es sogar produktiv aus den Fehlern sinnvolle Themen abzuleiten und sei es die Frage, wie man es denn realistischerwiese gemacht hätte. Oder eben diese Frage:

--- Zitat von: Arldwulf am 10.12.2014 | 14:15 ---Nehmen wir mal an die Erde wäre tatsächlich dermaßen unbewohnbar. Wäre dann "wir fliegen durch ein Wurmloch in eine andere Galaxie" tatsächlich eine sinnvolle und diskutierenswerte Option?

--- Ende Zitat ---
Mal eine Antwort:

Nein, es ist meiner Meinung nach keine Option. Aber genauso wie ernstzunehmende Forscher tatsächlich mal vorgeschlagen haben mit einer technischen Lösung die Klimaerwärmung zu stoppen, kann ich mir durchaus vorstellen, dass es Leute gibt die ihre Energie genau da rein investieren würden. Es kommt eben auf die Perspektive an: Für einen Hammer ist alles ein Nagel oder so ähnlich. Sprich: Leute von der NASA werden selbstverständlich darüber nachdenken ob man denn keine Lösung im All hat. Ob das eine Auswanderung wäre, ist nochmal die Frage. Im Film wird meiner Meinung nach aber klar, dass es vor allem der verrückte Plan dieses einen Wissenschaftlers ist und alle anderen aus lauter Hoffnungslosigkeit und Wunschdenken mitmachen obwohl sie wissen, dass eigentlich maximal Plan B umsetzbar ist. In jedem Fall ist die Lösung des Films nur eine Lösung für einen Buruchteil der Menschheit (auch bei Plan A) und das allein macht es schon zweifelhaft.

FlawlessFlo:

--- Zitat von: scrandy am 10.12.2014 | 14:04 ---Sorry, aber das stimmt so nicht. Ich hab vor kurzem nochmal Star Wars I-VI geschaut und selbst die alten Teile, die ich sehr schätze, kann ich im Minutentakt auseinandernehmen beim schauen. Da stimmt gemessen an dem Standard, der hier gefordert wird, rein garnichts. Wie gesagt: Walker vs. Schützengraben im Stil des ersten Weltkriegs, Laserschwerter vs. klassische Schusswaffen, generell X-Wing als umsetzung der Flugzeuge des ersten Weltkriegs usw.

--- Ende Zitat ---

Star Wars zeigt im Kontext seines eigenen Plots - welcher zwar auch nicht frei von Wiedersrpüchen ist, aber sehr viel konsistenter da steht - lediglich fantastische Repräsentationen von Kämpfen, Schlachten  und anderen Abenteuern, und diese werden eben mit " Walker vs. Schützengraben", "Laserschwerter vs. klassische Schusswaffen" und ähnlichem dargestellt. Das ist zwar unrealistisch, aber die Welt die Star Wars sagt einfach, bei uns ist das so. Hier gelten andere Regeln. Auch stehen diese Dinge nicht im Vordergrund, das Laserschwert ist eine coole Waffe und spielt auch eine Rolle, im Film geht es aber nicht um Laserschwerter. Auch nicht um Walker, Graben oder x-Wings.

Der große Unterschied ist also: Der Plot von Star Wars ist der Kampf der Rebellion gegen das böse Imperium, Luke Skywalkers Erwachsenwernden, Han & Leia, und und und. Laserschwerter und X-Wings und Todesterne sind allesamt nur konkrete Instanzen von abstrakten Plotelementen. Es könnten auch Schwerter, Streitwägen und der Avatar einer bösen Gottheit sein. Hat keinen echten Einfluss auf den Plot.

Dass jetzt Interstellar zumindest den Eindruck erweckt, er wolle physikalisch korrekt sein, ist bei der Fülle an physikalischen Fehlern im Film unglücklich, aber lange kein Beinbruch. Das echte Problem ist und bleibt der widersprüchliche, inkonsistente und vor allem unbefriedigende Plot des Films. Man könnte die gleiche Geschichte im Rahmen eines reinrassigen Fantasy-Spektakels neu verfilmen, der Plot wäre immer noch furchtbare Grütze.

Arldwulf:
@Scrandy: Das finde ich prinzipiell auch ok. Aber das macht es halt schwer über Inhalte zu sprechen. Menschen tun wirklich oft blödsinniges. Und es ist auch in Ordnung wenn sie in Filmen blödsinniges tun.

Aber es ist nicht unbedingt eine besonders sinnvolle Diskussionsgrundlage, und deshalb fällt es halt schwer über die Inhalte tatsächlich zu diskutieren. Nimmt man die Physikfragen und die Bewunderung für schicke Effekte und bombastische Musik mal weg bleibt einfach nicht viel übrig über das man ernsthaft reden kann.

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