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[Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan

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Crimson King:

--- Zitat von: Niniane am  8.01.2019 | 14:48 ---Ich gehe vor allen Dingen nicht wegen irgendwelcher wissenschaftlichen Thesen ins Kino. Ich habe von Astrophysik keinen Plan, und bei "Der Marsianer" haben mich die Ausführungen, wie und warum und weshalb welches Raumschiff wie lange wohin fliegt, gelangweilt. Ich gehe ins Kino, um eine spannende Geschichte zu sehen. Die hat mir Interstellar definitiv geboten. Mag ja sein, dass das alles Mumpitz ist, mir egal.

--- Ende Zitat ---

Die Kriterien dafür, was eine gute Geschichte ist, sind nunmal sehr individuell. Die Inkonsistenz in Sachen technische Möglichkeiten und die teilweise völlig abstrusen Entscheidungen, die die Leute in Interstellar treffen, haben mir die Geschichte zumindest verhagelt. Da kam erschwerend hinzu, dass ich das Ende bereits in den Anfangsszenen erahnt habe und dass der Aftermath wirklich extrem dick aufgetragen war.



--- Zitat von: First Orko am  8.01.2019 | 16:48 ---@blödes Verhalten:
Das finde ich auch so ein komisches Argument. Wann handelt man denn "blöd"? Kein einziger Mensch handelt meiner Erfahrung nach 100% rein auf Basis seines Intellekts. So viele Dinge passieren nur aufgrund von Fehlentscheidungen Einzelner, getroffen auf Basis einer falschen Bewertung der Situation. Hinterher und von außen ist es dann immer einfach zu sagen "Wie blöd kann man bitte sein". Und Cooper war nun auch kein Spezialist theoritischer Physik sondern Ex-Pilot, Landwirt und Draufgänger. Das konnte ich mit einem Schulterzucken total akzeptieren.

--- Ende Zitat ---

Die Zuschauer dürften für den Job noch weniger geeignet sein, und trotzdem haben sich viele gefragt, wie blöd man denn bitte sein kann. Cooper war ja auch nicht allein.

YY:
Zum Marsianer:
Der war sich der Tatsache sehr bewusst, dass er mit den physikalischen Inhalten einen Haufen Zuschauer abhängt, wenn er nicht höllisch aufpasst.
Das war immer gerade so viel wie absolut nötig, um als Laie dem Plot folgen zu können. Höchstens hat man da mal einen Fachbegriff hingeworfen, über den sich die (Astro-)Physik-Nerds freuen durften. Dafür hat man andererseits z.B. mit Donald Glovers Charakter eigens einen extravaganten Spinner aufgebaut, damit der eine der wenigen längeren Erklärungen auch ja massentauglich abliefern kann.
 

Feuersänger:
Prometheus war ja auch riesengroßer Scheiss.

Welcher von beiden Filmen, Interstellar oder Prometheus, jetzt der größere Riesenscheiss ist, ist wirklich schwer zu sagen. Beide wetteifern wirklich sehr hart um die Allergrößter-Riesenscheiss-Aller-Zeiten Krone, was "SF" Filme angeht. Beide sind vollgestopft mit Logiklöchern vom Ausmaß des Galaktischen Zentrums und absolut hirnamputiert-debilen Entscheidungen der Figuren.

Hyperbel: würde man mich mit vorgehaltener Waffe zwingen, einen der beiden Filme nochmal anzuschauen, würde ich sagen "Schieß".

Etwas weniger hyperbolisch: ich würde den kürzeren aussuchen, weil das Aneurysma dann schneller vorbei ist.

Den Marsianer hab ich noch in der Watchlist, bin aber noch nicht dazu gekommen.

YY:
Der sollte dir gefallen - hat für seinen Plot ein paar halbwegs clevere erzählerische Kniffe, ist atmosphärisch gut gelungen und schafft es mMn auch, einem die paar Stellen gut zu verkaufen, wo er sich nicht ganz so ernst nimmt.

Ist natürlich nicht "Kerbel Space Program: The Movie", aber er holt aus seiner Prämisse gut was raus. 

Alexandro:

--- Zitat von: Sashael am  8.01.2019 | 19:38 ---Ich gebe zu, dass ich dir da jetzt nicht so ganz folgen kann.
--- Ende Zitat ---

Schritt 1: Sonde runterschicken.
Schritt 2: Sonde zurückkehren lassen*
Schritt 3: Daten der Sonde auswerten
Schritt 4: Die eigentliche Rettungsmission starten

Ich würde sagen die Chancen stehen gut, dass der zu rettende Astronaut bei Einleitung von Schritt 2, spätestens bei Schritt 4, nicht mehr am Leben ist. Und wenn man das weiß, dann macht man sowas nicht, sondern versucht eine Möglichkeit bei der man vorher weniger Informationen hat, aber dafür die Möglichkeit in einem engen Zeitfenster agieren zu können und für die Situation angemessene Entscheidungen zu treffen (wäre die Situation anders gewesen, wäre z.B. die Sonde runtergeflogen, hätte die Umgebung abgetastet (dabei ein "Foto" vom verblutenden Astronauten gemacht) und wäre wieder zum Schiff zurückgekehrt).

*Dass die Sonde in dieser Situation höchstwahrscheinlich gar nicht zurück kommt - und die Astronauten entweder weitere Sonden schicken oder trotzdem blind reingehen müssen - lasse ich mal außen vor, weil das die Protagonisten auch nicht gewusst haben.

@Marsianer: im Grunde eine recht banale Robinsonade (vergleichbar mit "Gravity" oder "Open Water"), mit reichlich "dramatischen Wendungen" (der Mars folgt in diesem Film nicht den Gesetzen der Physik, sondern hat ein Bewusstsein und einen persönlichen Hass auf Matt Damon) gelegentlich unterbrochen durch recht klotzige Expositionsmonologe (nach dem Prinzip "tell, don't show") - aber immer noch besser als das Buch.

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