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Brainstorming: "Modernes" SF-Setting
Yerho:
--- Zitat von: Rumspielstilziel am 19.08.2014 | 15:05 ---1. Der Godhead ist genauso an physikalische Gesetze gebunden wie alles andere auch - insbesondere an den Energieerhaltungssatz. Es mag manchmal so aussehen, als könnte er Dinge aus dem Nichts erschaffen; tatsächlich verfügt diese Entität allerdings wahrscheinlich über sehr viel mehr "Ideen", als sie praktisch umsetzen kann. Deshalb erschafft sie nicht einfach aus einer Laune (oder unergründlichen Motiven) heraus neue Spezies oder Sonnensysteme ... und deshalb "spawnt" sie auch nicht dauernd irgendwelche physischen Körper, mit denen sie das Universum bereist.
--- Ende Zitat ---
Solche Entitäten könnten ja, bei aller Mächtigkeit, auch über kein eigenes Bewusstsein bzw. keine Persönlichkeit mehr verfügen, sondern sind praktisch eine Kumulation von Wissen und Energie. Ohne Persönlichkeit oder Bewusstsein hat man aber auch kein Motiv, irgend etwas von sich aus zu erschaffen oder überhaupt irgend etwas zu tun, auch wenn man es könnte. Sprich, der "kreative Funke" muss von anderswo kommen - beispielsweise von einem normalsterblichen Wesen, das die Entität quasi anstubst und ihr etwas zum Abwägen und gegebenenfalls zum Durchführen liefert.
Solche Initialzündungen könnten triviale Dinge ein, wie zum Beispiel "Wie wär's denn, dieses Schiff von A nach B zu bewegen?". Dafür reicht die Zündung durch ein einziges Wesen, welches Kontakt aufnehmen kann. Für größere Dinge muss schon der konzertierte Wille vieler Wesen geäußert werden oder ein Ereignis großer Tragweite geschehen.
Personen, die überhaupt Kontakt zu höheren Entitäten aufnehmen können, wären in rationalen Kulturen beispielsweise die Navigatoren, in spirituellen Kulturen die Priester. Für die Wirkung ist es egal, für das Spiel natürlich nicht, zumal auch die Wege der Kontaktaufnahme unterschiedlich sein dürften: Manche Kulturen stellen den Kontakt durch Meditation, andere durch Drogen, andere durch ausgefuchste technische Geräte her.
Damit könnte man auch gleich Psionik und andere magieähnliche Fähigkeiten, deren Wirkweise nicht komplett erschließbar ist, hinreichend erklären. Rein spielmechanisch könnten auch Normalos, die eigentlich nicht gezielt Kontakt aufbauen können, zumindest irreguläre Rettungswürfe damit begründen, dass da durch Panik ein transzendenter/luzider Moment erzeugt wurde.
Achamanian:
Die Idee, das Menschen den Godhead in der Regel "anstupsen" müssen, bevor er das sichtbare Universum beeinflusst, passt auf jeden Fall auch und ist natürlich rollenspielerisch praktisch, weil dadurch die Rolle eines Priesters/Navigators noch mal interessanter werden könnte.
Ich fände es trotzdem schön, die Macht des Godheads klar als begrenzt zu definieren - das Versetzen von Raumschiffen wäre mir (in der Regel) schon fast ein bisschen viel; Ich fände es interessanter, wenn Überlichtreisen eine Mischung aus komplizierter, für normale Transmenschen aber noch durchschaubarer Technologie und der Notwendigkeit sind, eine Verbindung zum Godhead herzustellen, der als einziger in der Lage ist, die nötigen Gleichungen zu verarbeiten. Und damit er das auch macht, braucht es ein Bewusstsein (ob Mensch, Uplift oder KI), das ihm den Anstoß dazu gibt.
Eine gar zu allmächtige Entität im Hintergrund würde in meinen Augen die Gefahr eines Gefühls von Beliebigkeit bergen.
Holothuroid:
--- Zitat ---Deshalb erschafft sie nicht einfach aus einer Laune (oder unergründlichen Motiven) heraus neue Spezies...
--- Ende Zitat ---
Dagegen könnte auch jenes Dilemma sprechen, dass man, wenn man Leben in die Welt setzt auch dafür verantwortlich ist. Die Frage ist also, ob Gott auch "Gott spielen" will. Relativ beliebtes Thema in zeitgenössischer SciFi, wie mir scheint.
--- Zitat ---D.h. an Bord jedes Überlichtraumschiffs braucht es mindestens eine Person (und sei es auch eine KI), die bereit ist, regelmäßig mit dem Godhead zu kommunizieren, um Überlichtflüge zu ermöglichen. Wichtig wäre mir, dass der Godhead nicht etwa die Schiffe einfach "versetzt" (siehe Punkt 1) - er gibt nur einen kleinen Teil seiner Rechenkapazität für die Benutzung durch einen transmenschlichen Navigator her. Dieser Navigator balanciert bei seiner Arbeit notwendigerweise auf dem schmalen Grat zischen diesseitiger Existenz und Transzendenz. Man müsste sich nich einen Grund dafür einfallen lassen, warum es dafür eine bewusste Intelligenz braucht und der Navigationsprozess nicht einfach automatisiert werden kann, aber die findet sich sicher ... Hauptargument für dieses Konzept wäre, dass man mit einem solchen Navigator eine interessante "Charakterklasse" im Angebot hätte.
--- Ende Zitat ---
Ich weiß nicht. Anders als den anderen Ideen, die du aufgeschrieben hast, kommt mir diese etwas künstlich und gewollt vor.
Bad Horse:
--- Zitat von: Rumspielstilziel am 19.08.2014 | 15:05 --- Man müsste sich nich einen Grund dafür einfallen lassen, warum es dafür eine bewusste Intelligenz braucht und der Navigationsprozess nicht einfach automatisiert werden kann, aber die findet sich sicher ...
--- Ende Zitat ---
Der Navigator muss sich mit dem Godhead verbinden, aber genug Eigenständigkeit wahren, um das Ziel überhaupt im Auge zu behalten. Nicht-bewusste KIs oder Automatismen haben diese Eigenständigkeit nicht - die transzendieren entweder sofort und werden ein Teil des Godheads, oder der Godhead ignoriert die Versuche der Automaten, sich mit ihm zu verbinden, schlicht und einfach.
Lichtschwerttänzer:
Der Godhead registriert die Versuche nicht einmal(wirklich?)
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