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Fatepunkte innerweltlich erklärt?

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Auribiel:
Leider tue ich mir gerade schwer damit, die Überschrift treffsicher zu formulieren. Im Grunde geht es mir darum, wie sich der Besitz von FPs innerweltlich erklären ließe, obwohl es eigentlich ein meta-Element ist.

Ich würde gerne versuchen eine Fantasy-Welt innerweltlich stimmig zu bauen und frage mich daher, ob der Besitz von Fatepunkten innerweltlich als "gottgegeben" bzw. "vom Schicksal auserwählt" zu verstehen ist?
Sprich: Die SCs (im Sinne von Helden oder Anti-Helden) sind deswegen soviel besser als die 0815-Mooks, weil sie von Göttern/Dämonen auserkorene Streiter sind.

(Falls das schon wo anders genau so erklärt wurde, dann bitte ich um Entschuldigung, hab mich jetzt nicht an eine Stelle erinnert, wo dies innerweltlich erklärt würde... o.o).

Feyamius:
Du sagst es schon selbst: Das ist ein Meta-Element, ein Erzählelement. Es regelt ja u.a. Mitspracherechte in eurer gemeinsamen Geschichte.

Da könnte man auch fragen, wie man die Macht und die Geldmittel einer Produktionsfirma, die dem Regisseur eines Blockbusters reinreden möchte, innerweltlich erklärt. Oder wie man die Deals mit BMW erklärt, sodass James Bond im nächsten Film einen solchen fährt.

Was erklärt werden muss, sind allerhöchstens die Auswirkungen: Also wieso fährt James Bond BMW und nicht Crysler? Aber auch das wird ja eher selten thematisiert. :'(

Wenn ihr also nicht gerade im Setting der Community-Serie spielt, sind Meta-Dinge innerweltlich komplett egal.

Auribiel:
BMW hat das denkwürdigere Logo? *rat* ;)

Ich hatte mir nur Gedanken darüber gemacht, wie die FATE-Helden mit FPs von den Mooks/der Normalbevölkerung innerweltlich wahrgenommen hat.

Das Ganze hat natürlich noch einen weiteren Hintergrund, den ich gerne demnächst im Weltenbau-Thread ansprechen möchte... (Herrschaftsregelung in Fantasy-Welten...)

Thandbar:

--- Zitat von: Auribiel am 25.08.2014 | 10:47 --- Ich hatte mir nur Gedanken darüber gemacht, wie die FATE-Helden mit FPs von den Mooks/der Normalbevölkerung innerweltlich wahrgenommen hat.
--- Ende Zitat ---

Teilweise vermutlich überhaupt nicht. Oder auch sehr unterschiedlich. Hätte Greedo gewusst, dass Han Solo eine Hauptfigur ist, hätte er sich nicht mit ihm angelegt. Wenn Luke Skywalker einen Fate-Punkt ausgibt, um dem Laser auszuweichen, stellt Darth Vader fest: Die Macht ist stark in diesem da.
Wenn Han Solo den Sternenzerstörer narrt, war er eben "einfallsreich". Oder hatte "einfach nur Glück".

Oberkampf:

--- Zitat von: Auribiel am 25.08.2014 | 09:07 ---
Ich würde gerne versuchen eine Fantasy-Welt innerweltlich stimmig zu bauen und frage mich daher, ob der Besitz von Fatepunkten innerweltlich als "gottgegeben" bzw. "vom Schicksal auserwählt" zu verstehen ist?
Sprich: Die SCs (im Sinne von Helden oder Anti-Helden) sind deswegen soviel besser als die 0815-Mooks, weil sie von Göttern/Dämonen auserkorene Streiter sind.


--- Ende Zitat ---

Eine ähnliche Idee hatte ich auch für meine Cortex+ Fantasy-Variante.

Im Grunde ist das auch keine schlechte Erklärung. Die Götter greifen selten direkt in die Welt ein, aber sie ändern auf subtile weise auf subatomarer Ebene - mit Quanten kann man jeden Quatsch erklären, um als aus dem Kopf zu zitieren - die Umstände der Dinge. Umgekehrt gibt es feindselige, chaotische Götter, die ihrerseits den Helden Steine in den Weg legen.

Sobald man von der Idee abkommt, dass Spielregeln eine Welt mit "neutraler" Physik und interesselosen Naturgesetzen repräsentieren und sich auf eine eher vormoderne Denke einlässt, ist das ganze kein Problem mehr.

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