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High-Magic Fantasy auf der Erde / Parallelwelt?
Slayn:
Ars Magicka fängt die Diskrepanz ja dadurch ab:
Das "Realm of the Divine" ist mit einem allmächtigen Gott verknüpft. Dieser Gott wird im Islam, dem Christentum und im Judentum angebetet, wobei diese Religionen nur Teilaspekte des gleichen Gottes kennen und meinen, ggf. jeweils besondere Einsichten in Aspekte haben, mehr auch nicht. "Die Wege des Herrn sind unergründlich" zählt hierbei absolut. Dieser allmächtige Gott erlaubt die Existenz aller anderen "Realms", könnte sie aber jederzeit beenden.
Die drei anderen Realms haben schon ihre Götter, Heldengötter und Sagengestalten, diese haben Einfluss und ihre eigenen Anbeter, sind aber keine allmächtigen Götter sondern halt einfach nur das was sie sind, mythologische Wesen denen eine gewisse Macht zugestanden wurde, die aber, im Gegensatz zum allmächtigen Gott, erreichbar und zugänglich sind.
Wer will könnte über Bifrost nach Wallhall gehen und mit Odin tafeln.
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: Waldviech am 28.08.2014 | 11:04 ---
Daher folgender Vorschlag:
--- Ende Zitat ---
Heirs of Alexandria Series
http://www.baen.com/series_list.asp?letter=H#LV
Feuersänger:
Mhm, das sind ein paar interessante Ansätze. Archos Erzählung liest sich durchaus spannend, allerdings ist es auch sehr speziell. Waldviechs Ansatz ist auch sehr mystisch, und beschwört auch eine bestimmte Stimmung hervor - eben so Arthurianisch, wo es auf den einzelnen Ritter ankommt und nicht auf Bataillone. Erinnert mich an dieses alte Computerspiel, wie hieß es noch? Ahja, Conquests of Camelot. War toll.
WeepingElf:
Ich weiß, ich hauche hier einem alten Thread Leben ein, aber ich komme gerade aus dem "Exil" zurück (war über ein Jahr nicht mehr hier), und finde diesen interessanten Thread.
Ich habe selbst eine "Fantasy-Welt mit realer Geographie" im Bastelstadium (eine frühe Version wurde schon mal auf einem Con probeweise bespielt, und funktionierte nicht schlecht). Das Ding nennt sich "Inis Albion", und das Setting ist im arthurianischen Britannien angesiedelt. In Inis Albion gibt es Elben und Zwerge, die aber "nur" Menschenvölker mit den entsprechenden Kulturen sind) sowie Magie, die auf der Manipulation morphischer Felder basiert (ich weiß, Parawissenschaft, aber es geht hier doch nur um ein Magiesystem für ein Rollenspiel!). Es gibt auch einen Gegenwartsableger namens "Rosæ Crux", um den es in diesem alten Thread geht. Da ist auch etwas über das Weltkonzept zu entnehmen.
Zur Religion: Es gibt keltische und germanische Heiden, und zweierlei Christentum (römisch-katholisch und elbisch-rosenkreuzerisch - Joseph von Arimathia hatte damals das Evangelium und den Heiligen Gral zu den Elben von Glastonbury gebracht). Götter sind morphische Felder und stets so mächtig, wie es Menschen gibt, die an sie glauben.
Feuersänger:
So, _jetzt_ ist genau ein Jahr vergangen, seit der Thread aktiv war -- mal sehen ob jetzt neue Erkenntnisse und Ideen kommen. Manchmal muss man Sachen ja einfach gären lassen. ;)
Ich bin nämlich gerade dabei, ein Terra-Mystica-Setting im Geiste durchzuexerzieren. Das muss dann auch gar nicht mehr _so_ High Magic sein wie in D&D 3E, aber nach wie vor soll es auf jeden Fall greifbare und vielseitige Magie geben.
Allerdings tu ich mich da nach wie vor etwas schwer mit der "Simulation". Zum einen wegen der Religionsfrage, zum anderen bei den Überlegungen zu politischen Entwicklungen.
Religion:
Zunächst mal gälte es die Entscheidung zu treffen: sind die Götter real oder nicht? Normalerweise geht man ja in Fantasywelten von realen Göttern aus. Ausnahme wäre Sword & Sorcery.
Wenn die Götter ebensolche Hirngespinste sind wie in der echten Welt, wäre das insofern für die Settingentwicklung sehr bequem -- man könnte einfach alles so lassen, wie wir es aus der realen Historie kennen.
Wenn die Götter aber echt sind, muss man da genauer drüber nachdenken, ob sich nicht einige Sachen deutlich anders entwickelt haben müssten. Insbesondere im Quervergleich mit der historischen Entwicklung.
Politik:
Wenn ich so über den möglichen Einfluss von Magie auf das Weltgeschehen nachdenke, tendiere ich zu der Schlußfolgerung, dass so ein Setting stärker auf Großreiche hinauslaufen würde. Denn: in der Historie hat es ja immer wieder Großreiche gegeben, die aber dann letzten Endes oft an zu langen Nachschub- und Kommunikationswegen gescheitert sind. Wenn es aber eine magisch gepowerte Telekommunikation gibt, und womöglich noch Transportmagie dazu, würde dieser Nachteil von Großreichen quasi wegfallen. Auf der anderen Seite hätten sie eben nach wie vor die Vorteile des großen Ressourcenpools. Das heisst umgekehrt, dass dagegen kleine Reiche einen viel schwereren Stand hätten.
Somit ist meine Hypothese: der Großteil der zivilisierten Welt wird sich in wenige Großreiche aufteilen. Eigenständige kleine Herrschaften können quasi nur in der Peripherie existieren - in den Gegenden, die für die Großreiche nicht interessant genug sind.
Womöglich erlaubt die Magie auch eine Verlängerung der Lebenserwartung (zumindest für reiche Leute und/oder Magier) - da könnte ein erfolgreicher Kaiser sich vielleicht 100 Jahre und länger auf dem Thron halten?
Und: hätten die Herrscher ihre Hofmagier -- oder wären sie selber Magier? Hätte in so einer Welt ein Nichtmagier überhaupt eine Chance, sich auf einem Thron zu halten (außer als Marionette)?
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