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Shadowrun: Capital Files "Volume/01 - MetaHuman Poker"

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Doc Letterwood:
"Zu spät, Messiah...", sagte Nemesis.

Ludovico:
Als Vak eingeschlafen war, erhob sich Herr Kaiser und wendete sich Messiahs zu.
Er wirkte wütend und seine Stimme war kühl:
"Sie haben vollkommen recht. Ja, ich rechne damit, einer gewissen Verfolgung durch die Polizei ausgesetzt zu sein. Allerdings glaube ich nicht, daß die allzu groß sein wird, da weder Artemis noch ich so ausschauen, als könnten wir zu Vaks Bekanntenkreis gehören.
Außerdem wäre es mir sehr lieb gewesen, wenn sie ruhig geblieben wären, während Vak wach war.
Ich weiß zwar nicht, was Schmidt mit ihm vor hat und es ist mir auch egal, aber es wäre mir gar nicht recht, wenn er sich an ein Detail wie eine Stimme zum Beispiel zu viel erinnern kann."

"Allerdings", sagte er in nachdenklichen Tonfall, "macht mir das, was er da gerade gesagt hat, schon Sorgen.
Wir sollten für die Übergabe auf alles vorbereitet sein.
Sollte der Russe hier doch recht gehabt haben, sollten wir alles daran setzen, ihn zu retten und Schmidt auszuschalten.
So könnten wir immer noch etwas Gewinn machen."

Doc Letterwood:
"Und wenn er lügt, um seine Haut zu retten?", warf Nemesis ein.

Preacher:
"Ich hätte ihn gern ein wenig genauer befragt. Auch wenn er wahrscheinlich nur Drek erzählt hat, um seinen Arsch zu retten, hätte er uns noch ein paar Informationen geben können. Naja, egal jetzt."

In Messiahs Augen blitzte kurz kalte Wut auf. Wozu benutzte dieser Drekhead eigentlich sein Gehirn?

"Noch einmal: Die Bullen werden sich nicht auf seinen Bekanntenkreis beschränken, wenn sie da niemanden finden, der den Beschreibungen entspricht, sondern die Suche ausweiten.

Ruhig bleiben, während Vak wach war ist gut gesagt - ich habe nicht bemerkt, daß er aufgewacht ist. Ich bin ohnehin erstaunt, daß er nicht besser betäubt wurde. Im übrigen habe ICH wenigstens vermieden Namen zu nennen, im Gegensatz zu anderen Anwesenden.

Für die Übergabe sollten wir natürlich auf alles vorbereitet sein - das soltle man immer bei solchen Gelegenheiten.

Und daß wir von ihm nichts zu befürchten hätten ist Drek - um sein Gesicht zu wahren müsste er uns kalt machen, nicht verschonen. Daß er entführt worden ist wird seiner Organisation ohnehin nicht verborgen geblieben sein.

Wenn er recht hatte, werden wir uns unserer Haut wehren und Schmidt kalt machen. Aber wir werden nicht auf sein Wort hin das Feuer eröffnen - Es dürfte doch wohl klar sein, daß Vak seine Haut retten will und dafür bereit ist, das Blaue vom Himmel runterzulügen. Also behalten Sie die Nerven und fangen Sie nicht an zu schießen - das gehört auch zur Professionalität."

Ludovico:
"Und noch einmal:
Die Bullen haben nichts. Wie viele Nachtelfen und Deutsche kaukasischer Herkunft gibt es im Sprawl?
Genügend jedenfalls!
Ich mach mir wesentlich mehr Sorgen wegen der Russen. Die halten sich nicht an irgendwelche Dienstvorschriften, wenn es darum geht, ihren Boss zurückzukriegen.

Und was Vak angeht, so denke ich auch, daß wir erstmal davon ausgehen, daß uns unser Schmidt nicht betrügt.
Allerdings werde ich doch lieber doppelt und dreifach vorsichtig sein."

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