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Shadowrun: Capital Files "Volume/01 - MetaHuman Poker"

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Ludovico:
Stumm betrachtete der Söldner erst seine unerwartete Helferin und dann schaute er nach einem kurzem Blick auf die Waffe wieder raus in die Gegend.
Wer ist sie? Was will sie von mir? Wenn sie mich hätte umbringen wollen, hätte sie es schon längst getan.
Sicher will sie auch den Chip und ich soll sie zu ihr führen.
Vorsichtig ließ er rechte Hand langsam an der Tasche runterwandern und hinein in sein Jackett.
Seine Begleiterin mußte ja nicht mitkriegen, daß er Messiah eine Nachricht zukommen lassen wollte.
Er wählte die Nummer, von der er hoffte, daß es Messiahs sei und drückte den Wählenknopf.
Während er das Handy die Nummer rufen ließ, sagte er zu seiner Fahrerin:
"Nettes Werkzeug!"
Und blickte dabei auf das Gewehr.

Doc Letterwood:
Messiah

Gerade, als Artemis antworten wollte, klingelte Messiahs Handy.


Herr Kaiser

Der Kopf seiner Retterin ruckte kurz zu ihm herum. Durch die verspiegelten Gläser konnte er keinerlei Augen ausmachen. Ihre Züge waren äußerst fein geschnitten. Ihr ovales Gesicht endete in einem leicht spitzen Kinn, was die merkwürdig lang gezogene elfische Kopfform noch etwas verstärkte. Dennoch strahlte sie eine kühle Faszination aus, die Kaiser befing.
Sie blickte wieder geradeaus. Die Automatik schaltete einen Gang herunter, das leise, kraftvolle Brummen des Motors wurde eine Terz leiser.

"Danke.", antwortete sie knapp. Ihre Stimme hatte ein angenehm tiefes Timbre, doch der Tonfall war professionell distanziert.
Der Wagen (nach dem Logo auf dem Lenkrad zu urteilen ein Reacor Challenger...hm, englische Sportwagenschmiede mit Anspruch auf Exklusivität...) erklomm die Auffahrt zur Autobahn.
Noch immer sprach sie kein Wort.
Minuten später verließ sie die Autobahn - die blauen, leuchtenden Schilder kündigten Düsseldorf an.
"Wo soll ich Sie absetzen?", fragte sie in die zuvor lang anhaltende Stille hinein.

Ludovico:
"Goethestraße wäre nett."
Die Straße lag nur wenige Blocks von der Hafenmeisterei entfernt.
"Könnte ich den Namen meiner mysteriösen Retterin erfahren?", fragte Herr Kaiser kühl.
Er war es nicht gewohnt, daß man ihn ohne irgendeine Gegenleistung rettet.

Doc Letterwood:
Herr Kaiser

Sie nickte. Der Wagen surrte um die nächste Kurve und beschleunigte. Die Häuserfassaden und Neonlichter um ihn herum verschwammen zu einem wogenden Lichtermeer.
Schließlich hielt sie. Goethestraße, direkt unterhalb der Einfahrt in den Hafenbezirk.

Sie blickte ihn wieder an. Fast schien es ihm, als wolle sich ihr Blick durch das Plastex ihrer Brille brennen.
"Deirdra."
Ihr akzentfreies Deutsch verschwand bei dem Namen zu astreinem Englisch.
Dann klickte die Beifahrertür und schwang wie von Geisterhand auf.

Preacher:
Als Messiahs Telefon klingelte und er Kaisers Nummer erkennen konnte, meldete er sich hastig.

"Hallo. Was ist passiert? Bericht!"

Als er keine direkte Antwort bekam und er merkte, daß Kaiser mit jemand anderem im Gespräch war lauschte er aufmerksam, bemüht alles zu hören.

Frag sie wer sie ist und warum sie dir hilft! dachte er.

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