Das Tanelorn spielt > Capital Files
Shadowrun: Capital Files "Volume/01 - MetaHuman Poker"
Preacher:
Der Kaffeeduft veranlasste Messiah auch das zweite Auge zu öffnen.
"Wrstxfgl" begrüßte er Artemis - zu mehr Artikulation war er noch nicht fähig. Er fühlte sich steif und wie zerschlagen, als er sich erhob und mit Augen, die kaum größer waren als Stecknadelköpfe zur Küche schlurfte. Für den dort sitzenden Kaiser sprang schon ein gegrummeltes "Mrgn" heraus, während er sich einen Kaffee einschenkte - der Decker schien ein geradezu archetypischer Morgenmuffel zu sein.
Schweigend spülte er mit seinem Kaffee zwei Aspirin und zwei Vitamintabletten herunter und rauchte dazu eine Zigarette - Frühstück für Champions. Dann verschwand er wortlos unter der Dusche, die Augen immerhin schon ein wenig größer als zuvor.
Drek - ich hätte mir Ersatzklamotten mitbringen sollen. Aber wer rechnet schon mit sowas? Naja - es wird zur Not auch mit diesen hier gehen.
Doc Letterwood:
Mittlerweile saß Artemis am Frühstückstisch, vor sich eine Schüssel CherryFlakes mit Soymilch und eine Tasse Soykaf. Knirschend und knarzend würgte er den Inhalt der Schüssel hinunter und starrte über den Löffel immer wieder zum Trid.
"Blöde Kacke...", knurrte Nemesis im Türrahmen. Er rieb sich sein steifes Genick und schlurfte in Unterhose und T-Shirt herein. Kratzte sich im Schritt. Schenkte sich Kaffee ein.
"Könnte mir auch was Schöneres vorstellen an diesem Morgen.", murmelte der Nachtelf mit einem schiefen Seitenblick auf Nemesis' Unterhose.
Der registrierte es nicht und setzte sich an den Tisch.
"Und, was Neues?", fragte er und gähnte herzhaft.
Artemis wies mit dem Löffelstiel auf den Fernseher...
Köln: Nach einer geplanten Großrazzia in der Kölner Diskothek "The Hungarian" kam es gestern Abend zu einer Explosion. Dabei wurden zwei Personen getötet, achtzehn Personen durch Rauch und Tränengas verletzt. Nach Angaben der Kölner Polizei nutzte eine Größe der Kölner Unterwelt das Chaos zur Flucht. Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen zweifachem Polizistenmord und vorsätzlicher schwerer Körperverletzung. Angaben zu weiterführenden Spuren machte der Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht.
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Preacher:
Als Messiah wieder aus der Dusche hervorkam war er schon beinahe gut gelaunt, für seine Verhältnisse und die unmenschliche Uhrzeit; zumindest hatte er nicht mehr den Drang, jeden Menschen zu treten, der ihm begegnete. Das war höchstwahrscheinlich auch besser so - jeder der anderen "Mitbewohner" hätte ihn sang- und klanglos paniert und eingedost.
Er schnappte sich eine Schüssel, füllte sie mit Müsli und Soymilch und begann zu essen.
"Na, haben Sie sich die Informationen angesehen, die ich gesammelt habe? Was halten Sie davon?" fragte er beim Kauen.
Doc Letterwood:
"Das sage ich dir, wenn ich erstens was gegessen habe und zweitens weiß, was auf dem Chip drauf ist.", antwortete Artemis. "Erst einmal scheinen mir die Frankfurter und Ludwigshafener ziemlich fahrig zu sein. Ob aus dem gleichen Grund oder ob jeder seinen eigenen hat, ist mir egal. Solange wir nicht wissen, weshalb sie um sich treten, können wir auch nicht sagen, wem wir die Datei geben oder wem wir vor den Kopf stoßen, wenn wir sie irgendjemandem geben."
Nemesis fuhr sich durch die zerstrubbelten Haare.
"Ich weiß es ehrlich gesagt nicht...", brummte er. "Drekskonzernpolitik..."
Artemis blickte zu Kaiser herüber.
"Und Sie?"
Ludovico:
"Ich hab Kopfschmerzen und einen steifen Hals und zuviel Soykaf getrunken.
Drek! Ich sollte auf die schonende Sorte umsteigen und nicht mehr das Aldi-Magentod-Zeugs trinken.
Diese dämliche Schlampe in der Disko!"
Er befühlte noch einmal die mittlerweile verschorfte Platzwunde am Kopf und verzog das Gesicht vor Schmerzen.
"Wundert mich übrigens, daß sie das nicht in den Nachrichten gebracht haben, daß neben den Polizisten noch eine Kellnerin und ein Bodyguard draufgegangen sind."
Er blickte sich um.
"Oh! Was ich von unserer jetzigen Situation halte.
Ich denke, wir sitzen so tief im Drek, daß uns wohl nur noch ein komplettes Bergbauteam da rausholen kann.
Das einzige, was mir bisher in den Sinn kam, war, daß wir die beteiligten Parteien vielleicht gegeneinander ausspielen könnten, aber wie weiß ich auch noch nicht.
Wir haben einfach zu wenig Infos."
Herr Kaiser griff nach einer Schüssel und nahm sich auch etwas Müsli und Soymilch.
"Kann sich jemand mal diese Stelle dahinten ansehen? Wenn sich das entzündet, bin ich erstmal zu nicht allzu viel nutze."
Er begann zu essen.
"Mir stellt sich gerade die Frage, was der FBV und der Rest unserer Freunde nun machen werden, um uns zu finden."
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