Pen & Paper - Spielsysteme > Weitere Pen & Paper Systeme

[eclipse phase] praktische Erfahrungen mit dem Setting

(1/9) > >>

Ucalegon:
In Anlehnung an den Thread zu Erfahrungen mit den (Original-)Regeln würde mich auch interessieren, was Spielleiter(innen) und Spieler(innen) mit dem (Original-)eclipse phase Setting so gemacht haben. In konkreten Runden und nicht nur auf dem Papier. Zumindest einige wenige Leute scheinen das Ding ja tatsächlich gespielt zu haben - mit welchen Regeln auch immer.

Die Forensuche hat dazu nur wenig ausgespuckt und Diaries gibt es auch nicht, wenn ich richtig gesehen habe.

Ideen:
Genereller Eindruck?
In welchem Umfang habt ihr gespielt (oneshots, (abgeschlossene) Kampagne)? Eigenentwicklung oder offiziell? Würdet ihr weiterspielen wollen und warum?
Welchen Teil des Settings habt ihr bespielt? Welche Themen/Konflikte waren euch wichtig? Firewall und X-threats, Politik und die verschiedenen Fraktionen, Technologie usw.?
Sind eure Erwartungen an das Setting erfüllt worden? Fühlt sich das Setting im Spiel anders an als beim Lesen?
Probleme beim Spielen und Leiten?
Wie habt ihr als SL das Setting vermittelt/eingeführt?
Was machen die Spieler(innen) mit dem Setting?
.
.
.

Ich habe bisher mehrfach den offiziellen oneshot Continuity geleitet und mich einmal an Mind the WMD versucht. Zu meinen Erfahrungen schreibe ich später gerne mehr.









Oh Gott sie sind Überall:
Ich hatte mal vor Jahr und Tag eine Mini Kampgne gespielt. Funktioniert hat das leider nicht so ganz, was wohl auch an der Spieler zusammensetzung lag.

Ich selbst habe das aus offiziellen Abenteuern gebastelt.

Meine Jungs waren Agenten von Firewall und haben sich um die Feinde der Menschheit gekümmert.

Warum hats nicht geklappt, ein Spieler kam mit dem Setting nicht klar, ein anderer (ein klassischer Spezialist) ist bei seiner Spezialaufgabe überfordert gewesen und dem dritten hats ganz gut gefallen.

Was hätte ich besser machen können? - Weniger Uplifts.

Sind meine Erwartungen erfüllt worden vom Setting ja von der Spielrunde nein.

Mondsänger:
Wie in dem anderen Thread erwähnt, habe ich Eclipse Phase ungefähr ein 3/4 Jahr lang geleitet, da mir und meiner Gruppe das Setting extrem gut gefallen hat. In dieser Zeit haben wir zunächst ein Abenteuer gespielt, dass ich geschrieben habe, dass sich zu einer Minikampagne ausgeweitet hat ;-). Im Anschluss haben wir Continuity gespielt und das endete leider mit dem Tod der gesamten Gruppe und damit auch der Kampagne, obwohl an sich alle Spaß hatten.

Meine Gruppe war eine etablierte Zelle von Firewallagenten, also quasi das Default-Setting und das hat auch ganz gut funktioniert.

Ein Problem das immer wieder aufgetaucht ist, war das einige zentrale Themen des Settings immer wieder nicht so recht funktioniert haben. Resleeving bzw. Remerging war so ein Fall. Die Spieler wollten immer lieber in ihren Morphs bleiben und per Raumschiff fliegen, statt sich zu egocasten. Kam insgesamt nur zweimal vor. Ich habe dann Raumfahrt zu einem stärkeren Trend in der Welt gemacht, um den Spielern entgegenzukommen. Außerdem führte die Möglichkeit der Gegenspieler in jedem möglichen Körper aufzutauchen zu einer enormen Paranoia bei den Spielern, die das Spiel mitunter stark lähmte.

Außerdem schienen meine Spieler mit den Möglichkeiten der verschiedenen sozialen Netzwerke teilweise überfordert zu sein. Generell hatte das Setting eine Tendenz dazu Spieler mit Möglichkeiten zu erschlagen.

Was die Themen angeht, habe ich versucht möglichst viel anzuspielen. Es hat sich im Laufe der Kampagne (aus einer Kombination des Abenteuers und der Hintergründe der Charaktere) ein Fokus auf Interaktion von Firewall mit dem organisierten Verbrechen (9 Lives) und anderen undurchsichtigen Vereinen herausgebildet. Die Kampagne hatte also einen relativ starken Einschlag in eine Mobster und Verschwörungsrichtung.

Für die Einführung in das Setting habe ich eine fast 200seitige PowerPoint erstellt, damit alle (extrem lesefaule) Spieler eine geteilte Basis haben. Das hat dazu geführt, dass zumindest alle die gleichen Grundlagen hatten.

 

Mondsänger:
Ich hab das zu Hause auf dem Rechner. Ich will sie nicht unbedingt hier offiziell hochladen, weil ich viele Bilder benutzt habe, die ich zwar im Netz gefunden, zu denen ich aber keine Rechte habe. Man kennt das alte Problem ;-)
Außerdem sollte man nicht zu viel erwarten. Hauptsächlich ging es um eine oberflächliche Einführung in die Welt und darum die Atmossphäre des Spiels (wie ich es mir vorstelle) einzufangen.

Ucalegon:

--- Zitat von: Mondsänger am 24.09.2014 | 13:08 ---Ein Problem das immer wieder aufgetaucht ist, war das einige zentrale Themen des Settings immer wieder nicht so recht funktioniert haben. Resleeving bzw. Remerging war so ein Fall. Die Spieler wollten immer lieber in ihren Morphs bleiben und per Raumschiff fliegen, statt sich zu egocasten. Kam insgesamt nur zweimal vor. Ich habe dann Raumfahrt zu einem stärkeren Trend in der Welt gemacht, um den Spielern entgegenzukommen. Außerdem führte die Möglichkeit der Gegenspieler in jedem möglichen Körper aufzutauchen zu einer enormen Paranoia bei den Spielern, die das Spiel mitunter stark lähmte.

--- Ende Zitat ---

Interessant. Haben deine Spieler(innen) gesagt, warum sie nicht egocasten/resleeven wollen? War ihnen selbst das zu blöd oder war das Teil ihrer Charaktere (im Sinne von Biokonservativen)? Das ist ja letztlich einer der Kernpunkte des Spiels.

Paranoia bei den Spieler(inne)n würde ich in einem Conspiracy Horror Setting mal grds. als Erfolg bewerten ;) Wie hat die bei euch das Spiel gelähmt? Zu viel Planerei oder so?


--- Zitat von: Mondsänger am 24.09.2014 | 13:08 ---Im Anschluss haben wir Continuity gespielt und das endete leider mit dem Tod der gesamten Gruppe und damit auch der Kampagne, obwohl an sich alle Spaß hatten.

--- Ende Zitat ---

Ja, Continuity ist eine richtige Todesfalle, deswegen liebe ich das Szenario ;D Passt finde ich ziemlich gut zu EP.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln