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D&D5 - Smalltalk
Talwyn:
Wobei ich schon finde, dass die meisten Klassen (und Subklassen) in der 5E weitgehend ok sind. Klar gibt es stärkere und schwächere Optionen, aber die bewegen sich zumeist in einem Spektrum, das durchweg gut spielbar ist. Ausnahmen bestätigen die Regel (Beastmaster Ranger, Four Elements Monk).
Arldwulf:
--- Zitat von: Timo am 24.08.2017 | 20:28 ---Andererseits führt dieses schwammige zu mehr Improvisation (wie man Skills und Fertigkeiten und vor allem Zauber nutzt) und mehr Rollenspiel, zumindest in meinen Runden.
--- Ende Zitat ---
Das find ich eigentlich interessant, weil bei uns eher das Gegenteil passierte und das schwammige, ungenau definierte eher zu SL Entscheiden und einer sehr strikten Auslegung führte bei der versucht wird eher die Lücken des Systems dicht zu machen. Gerade wenn ich das mit den Improvisations- und Individualisierungsmöglichkeiten der Vorgängeredition vergleiche ist das viel weniger Freiraum, aber auch unabhängig von diesem vergleich denke ich, dass gut geschriebene klare Regeln bei denen der SL keine Angst haben muss vor Regellücken eher zu einer offenen und improvisationsfreundlichen Spielweise einladen. Ich hab das mal mit einem Turm aus Steinchen verglichen, wenn der Turm stabil steht und nicht von vornherein wackelt neigt man eben eher dazu mal zu hüpfen oder sich vorzulehnen.
Arldwulf:
--- Zitat von: Talwyn am 25.08.2017 | 08:38 ---Wobei ich schon finde, dass die meisten Klassen (und Subklassen) in der 5E weitgehend ok sind. Klar gibt es stärkere und schwächere Optionen, aber die bewegen sich zumeist in einem Spektrum, das durchweg gut spielbar ist. Ausnahmen bestätigen die Regel (Beastmaster Ranger, Four Elements Monk).
--- Ende Zitat ---
Die Spannweite ist natürlich schon durch die wenigen Optionen gering. Aber letztlich ist die 5e ein System in dem sich Charaktere sehr schnell ähneln. Wenn man von seiner Gruppe erzählt oder hört wie jemand dies tut so ist es häufig möglich allein über die Klassenwahl zu erraten welche Charaktere welche Optionen gewählt haben. Sagt jemand er habe einen Magier so ist die Chance ganz gut erzählen zu können welche Zauber dieser gewählt hat zum Beispiel. Und das ist letztlich für das Erzählen einer Geschichte eher hinderlich, denn diese lebt von ihren Charakteren und deren Besonderheit.
nobody@home:
--- Zitat von: Arldwulf am 25.08.2017 | 09:41 ---Und das ist letztlich für das Erzählen einer Geschichte eher hinderlich, denn diese lebt von ihren Charakteren und deren Besonderheit.
--- Ende Zitat ---
Das ist für mich generell so ein bißchen das Problem mit Klassensystemen: Charakterklassen wollen ja gerade definieren, was der Charakter mit anderen derselben Klasse gemeinsam hat, Charaktere werden aber erst durch ihre persönlichen Eigenheiten so richtig interessant. Und das beißt sich dann schon mal schnell.
(Wobei "freiere" Systeme dagegen auch nicht unbedingt automatisch immun sind; wenn ich meinen Charakter beispielsweise theoretisch beliebig bauen kann, aber bestimmte Standardansätze in der Praxis schlicht besser funktionieren als andere, ist das Potential für zumindest ähnliche Probleme auch gegeben. Bei den klassenbasierten steckt's nur einfach schon direkt in der Design-DNA.)
Sashael:
Arldwulf, dein Argument hinkt gewaltig. Zum einen gibt es auch in der 4E ein paar Nobrainer. Zum anderen kann man auch in 5E ungewöhnliche Charaktere bauen. Wie jemand seinen Magier in der 5E gebaut hat, ist nicht allein dadurch zu erraten, dass er überhaupt einen Magier gebaut hat. Spätestens in Stufe 3, wenn alle Klassen ihre "Subklasse" wählen dürfen, gehen Charaktere in der 5E ganz schön auseinander, wenn man nicht gerade nach Dem Buildtm arbeitet. Zum Beispiel finde ich den Kämpfer in 5E interessanter und facettenreicher als in der 4E. Und ich mag die 4E wirklich gerne und kenne ihre Stärken.
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