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D&D5 - Smalltalk
Windjammer:
--- Zitat von: Sashael am 16.05.2015 | 21:36 ---Die Rechnung dürfte gerade für Deutschland recht einfach sein.
Englische Originale machen bereits einen Gewinn X.
Deutsche Übersetzungen würden einen Gewinn Y verbuchen.
Wenn Y minus X einen positiven Wert Z ergeben würde, der den Vorstellungen des Hasbrovorstandes entspricht, dann würden sie wahrscheinlich auch eine Lizenz herausgeben. Da jedoch Hasbros Vorstellungen von Z lächerlich sind und X bereits sehr hoch ausfällt, kann Y gar nicht so hoch sein, dass Hasbro auch nur darüber nachdenken würde, eine Übersetzung zu lizensieren. Thema erledigt.
Wenn die deutschen Rollenspieler sich schlicht weigern würden, die englischen Originale zu kaufen, dann sähe das wieder anders aus. Angesichts der deutschen Anglophilie ist diese Vorstellung aber leider absurd.
--- Ende Zitat ---
Sehe ich ähnlich. Siehe auch die dt. Produkte für Shadowrun.
Zu 5E gibt es folgende Verkaufs-Statistik bei Amazon zum PHB, die zeigt, dass sich global gemessen die 5E gerade in Deutschland sehr gut verkauft. (Die Verkaufszahlen selber sind bescheiden, aber relativ an den US-Zahlen sind die in DE relativ imposant):
Quelle: http://www.tgdmb.com/viewtopic.php?p=436597#436597
PS Die oben kurzfristig verlinkte Laienübersetzung der 5e fand ich lustig. Verständlicherweise wurde sie gelöscht (auch im Dnd Gate); aber die war jenseits von gut und böse auch im sprachlichen Bereich: keine Kommasetzung, Benutzung von "die" bei männlichen Nomen, Sprachduktus eines 12-Jährigen ("Da machen Sie Schaden"). Irgendwie wittere ich da nicht die große kommerzielle Gefahr. ;-)
Romaal:
Also ich kann den Unmut über Hasbro schon verstehen.
Klar, aus finanzieller Sicht ist die Entscheidung, vorerst nur ein bis zwei Adventure pro Jahr zu veröffentlichen sicher sinnvoll (wenn man bedenkt, dass RPG wohl ein aussterbendes Hobby ist) und auch der Versuch den Crunch nicht unnötig aufzublasen finde ich persönlich gut.
Aber aus Spielersicht gibt es mMn einige Probleme: Das fängt schon damit an, dass man auf der Website nicht einmal ausfindig machen kann, welche Produkte es derzeit für D&D 5 gibt. Das herauszufinden, erfordert schon mal eine gewisse Recherche. Zugleich verwirrt mich die Gleichsetzung des P&P RPG mit den anderen Produkten (Brettspiel, CRPG). An dieser Stelle muss man sich auch fragen, ob es D&D wirklich gut tut, mit einem Spiel wie "Legends of the Sword Coast" in einen Topf geworfen zu werden, bei dem sich jetzt schon abzeichnet, dass es floppen wird.
Weiterhin fühle ich mich als DM etwas allein gelassen: Wizards hat zuerst diesen gigantischen Hype generiert und alle waren dann auch total von den drei Core-Produkten begeistert (siehe Rezensionen auf Amazon.com). Aber im Nachhinein hat man dann doch das Gefühl, dass das alles ein bisserl mager ist. Zugleich findet man außerhalb der Adventures so gut wie keine Infos zum Fluff. Das wäre so, als würde DSA ein neues, abgeschlacktes Regelwerk veröffentlichen und dann Regeln und Fluff nur noch über ein Abenteuer pro Halbjahr. Und allen, die sich beschweren würde man antworten: Ihr könnt ja gerne die alten PDF von DSA 2 kaufen, da steht ja alles drin über die Welt - nur 20 Jahre veraltet.
Windjammer:
--- Zitat von: Rhylthar am 16.05.2015 | 22:30 ---Zurück zur "Anglophilie":
Warum sind andere und ich "anglophil"? Nicht zwingend aufgrund der Übersetzungen, sondern als erstes Mal aufgrund der wesentlich schnelleren Verfügbarkeit. Wenn einer der größten Verteidiger der deutschen Sprache hier im Forum seine komplette deutschsprachige Star Wars-Sammlung verkauft, um sich alles neu auf englisch zu holen, weil die Übersetzungen nicht aus dem Quark kommen, sagt das schon einiges aus.
--- Ende Zitat ---
Nur dass das gerade bei 5e nicht zutrifft: die Veröffentlichungspolitik ist sehr sparsam. Wenn Ulisses es schafft, Paizo-Produkte im Großumfang zu übersetzen, sollte es sich vom Prinzip her auch rentieren, die weit kleinere und - im Gegensatz zu Star Wars - überschaubare Produktpalette der 5e zu veröffentlichen. Die 5e ist die erste Edition seit... überhaupt... wo sich der Lizenznehmer leisten kann, (fast) nur die drei Grundbücher zu übersetzen. Kein DDI, kein Splatbuch des Monats.
Ich möchte wissen, welche anderen lizensierten RPG-Produkte in Deutschland die Verkaufszahlen von 5e in Deutschland haben.
Aber egal. Die 5E interessiert mich nicht. Was ich schade finde, ist, dass es keine OGL dazu gibt, denn dadurch gehen uns viele schöne Abenteuer durch Drittverlage verloren (die man noch dazu mit anderen Editionen spielen könnte, wie 1E). Das bisher publizierte von Kobold Press und Konsorten ist ja nicht nur quantitativ etwas bescheiden.
Rhylthar:
--- Zitat --- (Die Verkaufszahlen selber sind bescheiden, aber relativ an den US-Zahlen sind die in DE relativ imposant):
--- Ende Zitat ---
Sollte man nicht unbedingt vergleichen. Amazon.de hat imho einen weit größeren Einfluss bzw. Kundenmarkt in Deutschland, als es amazon.com hat. Viele werden auch bei Barnes&Noble oder bei einem FLGS gekauft haben, von denen es in den USA sicherlich mehr gibt. Im Thread wird ja auch schon spekuliert, dass die Zahlen eher x5 genommen werden sollten.
--- Zitat --- An dieser Stelle muss man sich auch fragen, ob es D&D wirklich gut tut, mit einem Spiel wie "Legends of the Sword Coast" in einen Topf geworfen zu werden, bei dem sich jetzt schon abzeichnet, dass es floppen wird.
--- Ende Zitat ---
Woher nimmst Du diese Einschätzung? Habe mich noch nicht näher mit dem Spiel befasst.
--- Zitat ---Nur dass das gerade bei 5e nicht zutrifft: die Veröffentlichungspolitik ist sehr sparsam. Wenn Ulisses es schafft, Paizo-Produkte im Großumfang zu übersetzen, sollte es sich vom Prinzip her auch rentieren, die weit kleinere - und im Gegensatz zu Star Wars - überschaubare Produktpalette zu veröffentlichen. Ich möchte wissen, welche anderen lizensierten RPG-Produkte in Deutschland die Verkaufszahlen von 5e in Deutschland haben.
--- Ende Zitat ---
Gehe von Star Wars und zumindest Pathfinder aus. Mal davon ab, dass Ulisses, was ich für sehr sinnvoll halte, Abstriche macht, weil sie nicht alles übersetzen, weil es wohl einfach nicht möglich ist bei der Geschwindigkeit.
Und hinzu kommt:
Welcher Verlag (das Thema hatten wir glaube ich schon mal...) sollte das denn machen wollen? Da sind wir wieder bei WotC/Hasbro und die Vergangenheit, was deutsche Verlage angeht.
Feuersänger:
Die Diskussion amüsiert mich gerade, insofern, als hier ein paar Leute argumentieren, wie klug und vernünftig es doch wäre, 5E auf Deutsch rauszubringen. Das mag so sein oder auch nicht -- aber Fakt ist nunmal, das es nicht passiert, also was wollt ihr mit dieser Diskussion erreichen? Sollen wir alle zustimmen: "Ja, Hasbro ist voll doof und sie haben keine Ahnung von ihrem Geschäft". Meinetwegen können wir das tun, und was habt ihr dann davon? ^^
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